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Selbstmordanschlag in Hotel: 17 Tote
Arabischer Gipfel bietet Israel Frieden gegen Land
Hintergrund: Der Friedensvorschlag von Saudi-Arabien

Saudischer Kronprinz wirbt vor Arabischer Liga für umfassenden Plan:

Gipfel bietet Israel Frieden gegen Land

Beirut/Jerusalem - Saudi-Arabien hat Israel auf dem Gipfeltreffen arabischer Staaten in Beirut die Aufnahme normaler Beziehungen und Sicherheit vor Gewalt angeboten. Im Gegenzug müsse Israel einen palästinensischen Staat anerkennen und alle Flüchtlinge in ihre Heimatorte zurückkehren lassen, sagte Kronprinz Abdullah am Mittwoch vor den Delegationen aus 21 Staaten der Arabischen Liga.

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Kronprinz Abdullah wirbt für den saudischen Friedensplan: "Wirklicher Frieden ist der einzige Weg zur Normalisierung der Beziehungen zwischen allen Völkern und die einzige Möglichkeit für ein Ende der Zerstörungen."

"Wirklicher Frieden ist der einzige Weg zur Normalisierung der Beziehungen zwischen allen Völkern und die einzige Möglichkeit für ein Ende der Zerstörungen", sagte der Kronprinz, der wegen Krankheit seines Vaters die faktische Regierungsgewalt in Saudi-Arabien übernommen hat. Die Grundlage für Frieden im Nahem Osten sei das Prinzip "Land gegen Frieden". Er schlug den anderen Staaten der Organisation vor, dem Sicherheitsrat der Vereinten Nationen einen gemeinsamen Friedensplan vorzulegen.

Aus Protest gegen die israelische Drohung, Jassir Arafat die Rückreise nach Ramallah zu verwehren, sagten der ägyptische Präsident Husni Mubarak und König Abdullah von Jordanien ihre Teilnahme am zweitägigen Gipfeltreffen in Beirut kurzfristig ab. Mubarak begründete dies in Kairo mit der Solidarität für den Präsidenten der palästinensischen Autonomiebehörde. Ein jordanischer Delegierter sprach von einem Signal an die Adresse der USA, dass die gemäßigten arabischen Staaten über das Verhalten Israels empört seien.

Scharon drohte Arafat mit Einreise-Verbot

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Scharon (r) hatte von den USA verlangt, Arafat (l) nach dem Gipfel die Rückreise verweigern zu können, falls es in der Zwischenzeit neue Terroranschläge geben sollte. Arafat beschloss daraufhin, in der Stadt Ramallah im Westjordanland zu bleiben, die er seit Ende vergangenen Jahres nicht verlassen kann.

Der israelische Ministerpräsident Ariel Scharon hatte von den USA verlangt, Arafat nach dem Gipfel die Rückreise verweigern zu können, falls es in der Zwischenzeit neue Terroranschläge geben sollte. Arafat beschloss daraufhin, in der Stadt Ramallah im Westjordanland zu bleiben, die er seit Ende vergangenen Jahres nicht verlassen kann. Er wollte sich statt dessen über eine Videoschaltung an die Teilnehmer der Konferenz wenden.

Ein Ende der Intifada, also des palästinensischen Aufstands, sei nur mit einem Ende der Besetzung möglich, erklärte der gastgebende libanesische Präsident Emile Lahud. An Stelle von König Abdullah warb der jordanische Ministerpräsident Ali Abul Ragheb für die saudische Friedensinitiative. Damit werde der Welt "eine klare Botschaft geschickt, dass die Araber Frieden wollen". Der Plan bietet Israel eine Normalisierung der Beziehungen zu den arabischen Nachbarn an, wenn im Gegenzug alle 1967 eroberten Gebiete geräumt werden. Außerdem soll Israel einen palästinensischen Staat mit Jerusalem als Hauptstadt anerkennen und alle palästinensischen Flüchtlinge in ihre Heimatorte in Israel zurückkehren lassen. Dies hat die israelische Regierung bislang abgelehnt.

Bemühungen Zinnis gerieten ins Stocken

Unterdessen gerieten die vor zwei Wochen aufgenommen Bemühungen des US-Vermittlers Anthony Zinni um einen Waffenstillstand offenbar ins Stocken. Dem Vernehmen nach erhob die palästinensische Delegation neue Einwände gegen den Plan, der am Dienstag von Israel trotz fortbestehender Bedenken angenommen worden war. Weitere Gespräche mit Zinni waren zunächst nicht mehr geplant.

Die andauernde Gewalt kam auch am Mittwoch nicht zum Erliegen. Im Süden Israels wurden zwei Palästinenser der Untergrundorganisation Islamischer Dschihad erschossen, die aus dem Gazastreifen kamen. Bei einem weiteren Feuergefecht im Flüchtlingslager Rafah im Gazastreifen wurden vier Palästinenser verletzt. Bei der Herstellung von Sprengsätzen kam in Nablus ein Mitglied der Al-Aksa-Brigaden ums Leben; bei der Explosion einer Bombe wurden zwei Personen verletzt.

Zwei UN-Beobachter erschossen

Am Vorabend waren bei Hebron im Westjordanland zwei Mitglieder der internationalen Beobachtermission TIPH erschossen worden, die 1994 zum Schutz der geteilten Stadt eingesetzt wurde. Bei den Opfern handelt es sich um einen Türken und eine Schweizerin. Die palästinensische Autonomieverwaltung kündigte Ermittlungen zu dem Überfall an.

AP - Fotos: dpa, AP


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Zuletzt geändert am 27. Maerz 2002 14:09 von aj

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