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Selbstmordanschlag in Hotel: 17 Tote
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TV-Bilder: Rettungskräfte versorgen die Verletzten.

Israel macht für gewöhnlich den palästinensischen Präsidenten Jassir Arafat für solche Anschläge verantwortlich. Die Palästinensische Autonomebehörde verurteile den Anschlag entschieden, "besonders, weil er sich während des Passah-Fests ereignete". Ziel sei es gewesen, die Friedensbemühungen Zinnis zu sabotieren. Arafat habe die Festnahme von vier führenden Mitgliedern der Hamas, des Islamischen Dschihad und der Al-Aksa-Märtyrer-Brigade angeordnet, hieß es.

Der Attentäter habe das Park Hotel betreten, sei durch die Lobby zum Essensraum gegangen, wo er sich in die Luft sprengte, berichtete der örtliche Polizeichef, Aharon Franko. Der Mann trug offenbar einen großen Koffer mit Sprengstoff bei sich und ging mit diesem auch an einem Wachmann vorbei, der ihn aber als unverdächtig betrachtete, wie das israelische Fernsehen berichtete. Es war der zweite Anschlag in Netanja in zwei Wochen. Im Park Hotel warteten viele Menschen auf den Einlass in den Essenssaal, wo das traditionelle Essen zum Passahfest serviert wurde. Nach der Explosion stürzten Wände ein, Tische und Stühle wurden umgeworfen. Kabel hingen von der Decke. Unter den 17 Toten war auch der Attentäter.

"Sie greifen unschuldige Israelis an"

Die Hamas erklärte, der Attentäter sei der 25-jährige Abdel Baset Odeh aus Tulkarem im Westjordanland gewesen. Odeh habe in Hotels in Netanja und anderen israelischen Orten gearbeitet, hieß es aus palästinensischen Sicherheitskreisen.

"Sie greifen unschuldige Israelis an einem der heiligsten jüdischen Festtage an", sagte Regierungssprecher Meir. Die israelische Polizei war wegen des Passahfests in erhöhter Alarmbereitschaft, mehr als 10.000 Polizisten waren an möglichen Gefahrenpunkten stationiert worden. Es sei aber unmöglich, alle Angriffe zu verhindern, sagte Polizeichef Schlomo Aharonischki. "Auch mit noch mehr Polizisten können wir die Städte nicht abriegeln. Dieser Anschlag beweist dies nur." Auch die Bürgermeisterin von Netanja, Miram Feyerberg sagte, Angreifer könnten von vielen Seiten in die Stadt gelangen. "Es ist einfach unglaublich." Am 9. März hatten zwei Palästinenser im Hotel Jeremy in Netanja das Feuer eröffnet und dabei zwei Israelis getötet und Dutzende verletzt. Die Polizei tötete die beiden Angreifer.

Bush und Powell fordern Arafat zum Handeln auf

US-Präsident George W. Bush hat am Mittwoch den schwersten Terroranschlag in Israel seit neun Monaten scharf verurteilt. "Dieses gefühllose, dieses kaltblütige Morden muss aufhören", rief Bush auf einer Veranstaltung in Atlanta. "Ich verurteile es auf schärfste Weise. Ich fordere Mr. Arafat und die palästinensische Selbstverwaltung auf, alles in ihrer Macht stehende zu tun, um das terroristische Morden zu stoppen, denn es gibt Menschen im Nahen Osten, die lieber töten als Frieden haben."

Er glaube, dass selbst im Nahen Osten ein Friede erreichbar sei, wenn die USA in ihrem Kampf gegen den Terrorismus stark blieben, sagte der Präsident. Vor dem Anschlag in Netanja hatte Bush noch von Fortschritten bei den Bemühungen um einen Waffenstillstand zwischen Israelis und Palästinensern gesprochen. US-Außenminister Colin Powell teilte mit, dass der amerikanische Sonderbeauftragte Anthony Zinni einen Vorschlag für die Überwindung der Differenzen vorgelegt habe. Beide Seiten gewännen zunehmend Geschmack daran, sagte Powell. Zinni werde auch über die Feiertage in der Region bleiben. Powell warnte Palästinenserpräsident Arafat, dass die Terroranschläge den Traum von einem palästinensischen Staat gefährdeten. Er forderte ihn auf, in Fernsehen und Rundfunk zu seinem Volk zu sprechen "und ihm zu sagen, dass sie ihren eigenen Wunsch, ihre eigene Vision von einem palästinensischen Staat zerstören, der in Frieden Seite an Seite mit Israel lebt." Arafat müsse alle Elemente der palästinensischen Selbstverwaltung unter Kontrolle bringen, die an solchen Aktivitäten teilnehmen oder sie zulassen könnten.

AP, dpa - Fotos: AP


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Zuletzt geändert am 27. Maerz 2002 23:10 von aj

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