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So 07.04.2002
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Handball: TBV Lemgo gewinnt Pokalfinale gegen SC MagdeburgMarathon-Männern ging die Kraft ausHamburg - Den Marathon-Männern des SC Magdeburg ging im Endspurt um den deutschen Handball-Pokal die Luft aus. Einen Tag nach dem schwer erkämpften Halbfinalsieg gegen die HSG Nordhorn verlor der deutsche Meister das Endspiel in Hamburg gegen den TBV Lemgo 23:25 (10:9). Für den Bundesliga-Spitzenreiter war es der dritte Pokaltriumph nach 1995 und 1997.
Vor 4400 Zuschauern in der Alsterdorfer Sporthalle schwanden der Mannschaft von Trainer Alfred Gislason zum Schluss die Kräfte. Bis dahin hatte das Publikum eine abwechslungsreiche Begegnung gesehen. Lemgo hatte im Halbfinale den THW Kiel 34:28 bezwungen. Torgarant Kuleschow angeschlagen Als Nachteil für die Magdeburger, die in dieser Saison schon das Finale der Champions League erreicht haben, erwies sich eine Knieverletzung bei Leistungsträger Oleg Kuleschow. Der russische Nationalspieler konnte deshalb nur sporadisch eingesetzt werden und erzielte lediglich einen Treffer. Auch eine Rote Karte für den Lemgoer Lars Walther in der 56. Minute brachte die Ostwestfalen nicht mehr vom Erfolgsweg ab. Halbfinalist Nordhorn hat Finanznöte Hinter den Kulissen waren die finanziellen Probleme des Halbfinalisten aus Nordhorn das beherrschende Thema. Seit dem Bau des Euregiums, Heimspielstätte der Emsländer, drücken den Bundesliga-Zweiten erhebliche finanzielle Probleme, sogar ein Lizenzentzug für die Saison 2002/2003 steht im Raum. "Eine Verweigerung der Spielerlaubnis für Nordhorn wäre eine Katastrophe, besonders, wenn die Mannschaft die Meisterschaft holen sollte. Aber die bisherige Aktenlage ist noch nicht bedrohlich", sagte Liga-Boss Heinz Jacobsen, der Vorhaltungen, der Liga-Ausschuss habe bei den Norddeutschen die Elle zu großzügig angelegt, energisch zurückwies: "Nordhorn ist genauso intensiv wie alle anderen Klubs geprüft worden." Manager wiegelt ab: "Alles absoluter Blödsinn" Auch Nordhorns Manager Bernd Rigterink wollte von einem bevorstehenden finanziellen Kollaps des Vereins nichts wissen: "Das ist absoluter Blödsinn, der Spielbetrieb ist auf Jahre gesichert." Dass Gehälter nicht mehr pünktlich gezahlt werden würden, sei nur ein Gerücht, richtig sei jedoch, dass man "finanziell vielleicht abspecken" müsse. Zentralvermarktung bislang gescheitert Ein derartiges Schicksal droht allerdings auch allen anderen Bundesliga-Klubs und der deutschen Nationalmannschaft, wenn sich die angestrebte Zentralvermarktung weiter verzögern sollte. Eine erste Frist musste die damit beauftragte Deutsche Städte Medien (DSM) per 31. März verstreichen lassen, der Deutsche Handball-Bund (DHB) hat der DSM aber eine neue Deadline zum Jahresende gesetzt. "Wir mussten erkennen, dass die Werbeetats für 2002 bereits verplant waren. Aber das grundsätzliche Interesse ist da, deshalb bin ich zuversichtlich, dass das Projekt zur Saison 2003/2004 stehen wird", sagte Jacobsen. In der Zwischenzeit gehen die Werberechte zurück an die Vereine, für die Nationalmannschaft strebt der DHB eine Zwischenlösung an. Von Andreas Frank, sid - Foto: dpa |
Diese Umfrage gibt es nicht mehrDonnerstag, 15. Januar 2004, © RZ-Online GmbH | |||||||||||
Zuletzt geändert am 7. April 2002 16:27 von sab