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Mo 08.04.2002
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Nach 0:2 gegen Stuttgart: SC Freiburg gibt sich im Abstiegskmapf aufGlaube an die eigene Stärke ist dahin
Freiburg - Der SC Freiburg scheint im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga den Glauben an die eigene Stärke verloren zu haben. "Unsere Situation wird von Spieltag zu Spieltag schwerer. Vielleicht müssen wir darauf hoffen, dass der 1. FC Nürnberg das schwerere Restprogramm hat", gestand Mittelfeldspieler Wladimir But nach der deprimierenden 0:2 (0:0)-Heimpleite im baden-württembergischen Derby gegen den VfB Stuttgart. Ratlos und genervt ist derzeit auch SC-Trainer Volker Finke, der von der "schlechtesten ersten Halbzeit seit Jahren" sprach: "Wir haben aufgehört, Fußball zu spielen. Da waren Lähmung und Verkrampfung", beschreibt der 54-Jährige das derzeitige Dilemma. "Breisgau-Brasilianer" längst entzaubert Die Bilanz der längst entzauberten "Breisgau-Brasilianer" ist vier Spieltage vor dem Saisonende und knapp fünf Monate nach dem Ausscheiden im Uefa-Cup ernüchternd. Nur eines der letzten 18 Spiele gewann das von Personalproblemen gebeutelte Finke-Team. Seit elf Begegnungen sind die mit vier Punkten Rückstand zum rettenden Ufer auf Platz 16 liegenden Freiburger sieglos - eine schwächere Bilanz (14 Partien ohne "Dreier") gab es für den letztjährigen Bundesliga-Sechsten bezeichnenderweise nur im Abstiegsjahr 1997. "Jede Woche haarsträubende Gegentreffer" "Wir machen uns selbst immer alles kaputt", klagt der wie viele seiner Kollegen momentan formschwache Flügelflitzer Tobias Willi: "Jede Woche kassieren wir haarsträubende Gegentreffer, dümmer geht es gar nicht mehr." Doch trotz der fünften Schlappe in Folge warnt Finke seine Profis vor verfrühter Resignation. "Es wäre fatal, die Flinte jetzt ins Korn zu werfen", betonte der Pädagoge, wohlwissend, dass sein Team "nur durch ein rasches Erfolgserlebnis" die Kurve noch kriegen kann. Kehl-Millionen wurden nicht investiert Um seinen Job muss Finke aber wohl auch im Fall eines Abstiegs nicht fürchten. Gebetsmühlenartig predigt Präsident Achim Stocker, Finke könne sich nur selbst entlassen. "Auch in der Mannschaft ist die Trainerfrage überhaupt kein Thema", bestätigte But, der nach einer mehrwöchigen Verletzungspause sein Comeback feierte. Als fataler Fehler erweist sich angesichts der Personalmisere die Entscheidung der SC-Verantwortlichen, die 3,5 Millionen Euro aus dem Transfer von Nationalspieler Sebastian Kehl (Borussia Dortmund) nicht in personelle Verstärkungen investiert zu haben. Ein Joker stach dagegen für den VfB und hält die Schwaben nach dem dritten Sieg in Folge auf UI-Cup-Kurs. Der in der 64. Minute eingewechselte Steffen Handschuh, Sohn des früheren VfB-Profis Karl-Heinz Handschuh, erzielte bei seinem Bundesliga-Debüt gleich seinen ersten Treffer (87.) und sorgte nach der Führung durch Fernando Meira (79.) für die Entscheidung. "Mein Einstand war einfach ein Traum. Dieses Tor widme ich meinen beiden Omas, die heute Geburtstag feiern", verriet der 21-jährige Handschuh junior. Von Ulrike Lange, sid - Foto: dpa [an error occurred while processing this directive] |
Diese Umfrage gibt es nicht mehrDonnerstag, 15. Januar 2004, © RZ-Online GmbH | |||||||||||
Zuletzt geändert am 8. April 2002 12:13 von sab