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Sa 13.04.2002

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Israel setzt Offensive in Westjordanland fort
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Arafat verurteilt Angriffe gegen Zivilisten
Vom Vortag: Jerusalem: Anschlag fordert sechs Tote

Israel setzt Offensive fort - Beisetzung palästinensischer Opfer verschoben

Treffen Powells mit Arafat ungewiss

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Zerstörung durch das israelische Militär in Bethlehem...

Jerusalem - Nach dem jüngsten Selbstmordanschlag in Jerusalem ist die Nahostmission von US-Außenminister Colin Powell ins Stocken geraten. Am Samstag war zunächst unklar, ob noch eine Begegnung mit dem palästinensischen Präsidenten Jassir Arafat stattfinden würde. Nach CNN-Angaben wird Powell Sonntag Vormittag nun doch Arafat treffen.

Israel setzte seine Militäroffensive im Westjordanland fort. Der Oberste Gerichtshof in Jerusalem ordnete eine Verschiebung der Bestattung palästinensischer Zivilopfer an, um die Todesumstände zu klären.

Israel rückt in neue Ortschaften ein

Powell hatte das für (heutigen) Samstag geplante Treffen mit Arafat am späten Freitagabend abgesagt, eine Begegnung am Sonntag aber nicht ausgeschlossen. Powells Sprecher Richard Boucher betonte allerdings, man erwarte zunächst eine klare Verurteilung des Terrorismus sowie des Anschlags vom Freitagnachmittag. Dabei hatte sich eine Palästinenserin auf einem Marktplatz in Jerusalem in die Luft gesprengt und sechs Menschen mit in den Tod gerissen. Von palästinensischer Seite verlautete, die USA hätten der Autonomiebehörde für eine Erklärung zum Terrorismus 24 Stunden Zeit gegeben.

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.. und Spuren palästinensischer Attentate in Jerusalem machen einen Friedensprozeß im Nahen Osten kaum noch möglich.

Israel zog seine Truppen in der Nacht zum Samstag aus Daharijeh im Westjordanland ab, rückte aber gleichzeitig in mindestens sechs neue Ortschaften ein. Nach Armeeangaben wurden etwa 40 mutmaßliche Terroristen festgenommen. Powell rief die israelischen Streitkräfte zu äußerster Zurückhaltung und Disziplin sowie zur Vermeidung übermäßiger Gewalt auf.

Leichen dürfen bis zum Sonntag nicht bestattet werden

Der Oberste Gerichtshof in Jerusalem gab am späten Freitagabend dem Antrag eines arabischen Knesset-Abgeordneten statt, die Leichen der in Dschenin getöteten Palästinenser bis zu einer Anhörung am Sonntag nicht zu bestatten. Die Palästinenser werfen der Armee vor, Hunderte Zivilisten getötet zu haben und die Leichen verstecken zu wollen.

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Zuletzt geändert am 13. April 2002 17:19 von mwege

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