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Kontrahenten können sich nicht auf Termine einigen

TV-Duell Schröder-Stoiber droht zu platzen

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Scheitert das geplante Rede-Duell an Terminproblemen?

Berlin - Das geplante TV-Duell zwischen Bundeskanzler Gerhard Schröder und seinem Herausforderer Edmund Stoiber droht zu platzen. Die Kontrahenten könnten sich nicht auf einen Termin einigen, hieß es am Sonntag in Berlin. Als Stoibers Wirtschaftsminister ist der Unternehmensberater Roland Berger im Gespräch. Schröder will nach gewonnener Wahl an Rudolf Scharping als Verteidigungsminister festhalten.

"Bild am Sonntag" berichtete, Schröder habe Stoiber als Termine für die ersten Fernsehduelle dieser Art den 2. und 20. September angeboten. Gewählt wird am 22. September. Der CSU-Chef lehne diese Termine ab. Das Blatt zitierte den Chef des Stoiber-Teams, Michael Spreng, mit den Worten, es sei "besser, das letzte Duell nicht zwei Tage, sondern drei Wochen vor der Wahl zu machen".

Schröder: Stoibers Zeitplan spreche für seine "Feigheit"

Regierungssprecher Bela Anda erklärte: "Von unserer Seite wird es bei den Terminen keine weiteren Kompromissangebote geben. Notfalls wird der Bundeskanzler eben allein ins Fernsehen gehen und sich Journalistenfragen stellen." SPD-Bundesgeschäftsführer Matthias Machnig lästerte nach Angaben des Blattes: "Stoiber will, dass zwischen dem TV-Duell und der Wahl möglichst viel Zeit ist, damit seine Berater erläutern können, was der Kandidat eigentlich sagen wollte."

Die "Leipziger Volkszeitung" berichtete, Schröder habe in einer internen Besprechung erklärt, er lasse sich die Fernseh-Auftritte "nicht sabotieren, nur weil der Bayer Angst davor hat, mit mir eine Woche vor der Wahl öffentlich zu streiten". Er bestehe auf dem ursprünglichen Duell-Plan, einmal vier Wochen und einmal in der Woche vor der Wahl ins Fernsehen zu gehen, "weil nur so die Leute mitkriegen, ob und was sich bewegt hat". Die Forderung Stoibers, vier Wochen und drei Wochen vor der Wahl zusammen zu kommen, spreche "nicht für dessen Mut, sondern für dessen Feigheit".

"Wir sind uns einig, ja"

Darüber hinaus berichtete die "Leipziger Volkszeitung", Roland Berger als Chef der weltweit sechstgrößten Firma für Unternehmensberatung sei "nicht abgeneigt", im Falle eines Wahlsiegs Stoibers Wirtschaftsminister zu werden. Er sei bereit, über das Angebot "konstruktiv nachzudenken".

Scharping beantwortete im ZDF die Frage, ob es eine "Ansage" Schröders gebe, dass er das Verteidigungsressort behalte, mit den Worten: "Wir sind uns einig, ja". Bereits zuvor hatte Scharping die Hoffnung geäußert, dass Schröder nach der Bundestagswahl weiter Kanzler bleibe, und erklärt: "Das würde mich dann in die Lage versetzen, dass auch ich meine Arbeit fortsetzen kann."

AP - Fotos: dpa, Montage: Red.


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Zuletzt geändert am 14. April 2002 18:25 von mwege

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