[an error occurred while processing this directive]
IVWPixel Zählpixel

  Ticker    Wetter    Foto des Tages    Archiv    Übersicht 

Home     Kontakt     Site Map  

[an error occurred while processing this directive] [an error occurred while processing this directive]

Schily spricht von absulut sicheren Erkenntnissen:

Explosion auf Djerba war Terroranschlag

Tunis/Berlin - Die Explosion auf Djerba war nach den Worten von Bundesinnenminister Otto Schily "mit 100-prozentiger Sicherheit" ein Terroranschlag. Der SPD-Politiker sagte am Montag vor Journalisten in Tunis: "Deutschland ist jetzt überzeugt, dass es sich mit 100-prozentiger Sicherheit um einen kriminellen, terroristischen Anschlag gehandelt hat." Jetzt liege ein "technischer Beweis" für einen geplanten Anschlag vor. Bei der Explosion eines Tankwagens vor der Synagoge am 11. April waren 16 Menschen ums Leben gekommen, darunter elf Deutsche.

Anklicken zum Vergrößern
Am Sonntag hatte Schily (M) vor der Synagoge auf der tunesischen Ferieninsel Djerba einen Strauß weißer Blumen niedergelegt. Bei der Explosion eines Gastankwagens waren am 11. April 16 Menschen ums Leben gekommen, darunter elf deutsche Touristen.

Die Art, wie die Gastanks auf dem Lastwagen montiert gewesen seien, die Substanz in den Tanks und der Ablauf der Explosion deuteten auf Terroristen hin, sagte Schily. Wegen der laufenden Ermittlungen könne er jedoch keine Einzelheiten nennen. Sein Treffen mit dem tunesischen Präsidenten Zine al-Abidine Ben Ali habe sehr interessante Einzelheiten offen gelegt, erklärte der Minister. Die tunesischen Behörden hätten zugesagt, die Sicherheitsvorkehrungen zu verstärken. Eine Reisewarnung hielt Schily jedoch nicht für notwendig. Nach dem 11. September seien die Menschen auch nicht aufgefordert worden, nicht nach New York zu reisen.

Die Bundesregierung hatte bereits zuvor erklärt, dass alle Spuren auf einen Anschlag hindeuteten. Schily sagte, es sei allerdings zu früh, um Verbindungen zum Terrornetzwerk El Kaida oder anderen Terrorgruppen zu bestätigten. Der Innenminister hält sich derzeit zu einem zweitägigen Besuch in Tunesien auf. Er wird begleitet von Generalbundesanwalt Kay Nehm sowie den Vizepräsidenten von Bundeskriminalamt und Verfassungsschutz, Bernhard Falk und Klaus-Dieter Fritsche. Am Sonntag legte Schily am Unglücksort vor der Al-Ghriba-Synagoge auf Djerba ein Blumengebinde nieder.

Schill greift Generalbundesanwalt Nehm scharf an

Der Hamburger Innensenator Ronald Schill kritisierte im Zusammenhang mit dem Anschlag von Djerba die deutschen Ermittlungsbehörden und Generalbundesanwalt Nehm. Besonders die Entscheidung, einen Verdächtigen aus Mülheim an der Ruhr wieder auf freien Fuß zu setzen, sei ihm "völlig unverständlich". Es gebe schließlich Hinweise, dass der Mann nicht nur kurz zuvor mit dem mutmaßlichen Attentäter telefoniert, sondern dass er Kontakte zur Terror-Organisation El Kaida gehabt habe und sich in Afghanistan habe ausbilden lassen, sagte der Vorsitzende der Partei Rechtsstaatlicher Offensive.

Die Ermittler hatten den Mann am Montag vergangener Woche festgenommen und am darauf folgenden Tagen wieder freigelassen. Sie begründeten dies mit den unzureichenden Haftgründen.

AP, dpa - Foto: dpa


Zum SeitenanfangZum Seitenanfang

 Suche in RZ-Online

 RZ

Web


Reisemarkt


Formel 1 bei RZ-Online
Formel 1 bei RZ-Online


Ryanair
Flüge zu gewinnen




Zuletzt geändert am 22. April 2002 14:22 von aj

» Artikel druckenDruckversion
» Schriftgröße einstellen
» Impressum