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Mi 08.05.2002

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Finale mit 2:3 gegen Rotterdam verloren - "Rot" beendet Kohlers Karriere

Zehn tapfere Borussen verpassen "Double"

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Marcio Amoroso (r) im Zweikampf mit Chris Gyan (l): Der Uefa-Cup fehlt weiter in der BVB-Sammslung.

Rotterdam - Borussia Dortmund hat das erträumte "Double" und damit den größten Erfolg der Vereinsgeschichte verpasst. Zum zweiten Mal nach 1993 verloren die Westfalen mit dem 2:3 (0:2) gegen Feyenoord Rotterdam ein Uefa-Cup- Finale.

Als "Trost" bleibt der Mannschaft von Trainer Matthias Sammer die Endspiel-Teilnahme, nachdem sie vier Tage zuvor die deutsche Meisterschaft feiern konnte. Während die Silbertrophäe bereits zum zweiten Mal nach 1974 in die Feyenoord- Vitrine wandert, wartet Dortmund weiterhin auf den Gewinn des einzigen noch in seiner Sammlung fehlenden europäischen Cups.


Kohler sah nach Notbremse Rot

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Den fälligen Foulelfmeter nach Kohlers Notbremse verwandelte Publikumsliebling Pierre van Hooijdonk für Rotterdam.

Ausgerechnet ein Blackout von Routinier Jürgen Kohler, der in seinem letztem Spiel als Fußball-Profi die Rote Karte sah, bedeutete den Anfang vom Ende aller Dortmunder Hoffnungen. Der 36-Jährige vertändelte im Zweikampf mit Jon Dahl Tomasson den Ball und konnte den Feyenoord-Stürmer nur mit einer Notbremse am Torschuss hindern (31.). Den fälligen Foulelfmeter verwandelte Publikumsliebling Pierre van Hooijdonk (33.), bevor der niederländische Nationalspieler mit einem Freistoß aus 25 Metern (40.) auf 2:0 erhöhte.

Die dezimierten Borussen kamen durch einen Foulelfmeter von Marcio Amoroso (47.) zum Anschlusstreffer, bevor Tomasson (50.) postwendend auf 3:1 erhöhte. Die 15.000 BVB-Fans unter den 46.000 Zuschauern im ausverkauften Rotterdamer Stadion De Kuip durften nach dem 2:3 durch den Tschechen Jan Koller (58.) noch einmal hoffen.

Imponierende Energieleistung

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Kohler applaudiert den Fans zum Abschied.

Die Begegnung, die zwei Tage nach der Ermordung des niederländischen rechtspopulistischen Politikers Pim Fortuyne unter erhöhten Sicherheitsvorkehrungen stattfand, benötigte eine längere Anlaufphase, bevor Tomas Rosicky für die Borussen die erste Chance vergab. Nach einer halben Stunde übernahmen die von ihren Anhängern frenetisch angefeuerten Gastgeber das Kommando. Bis auf Kohlers eklatanten Fehler konnten sich die Schwarz-Gelben jedoch schadlos halten. Für die erste Schrecksekunde sorgte jedoch van Hooijdonks Freistoß aus 28 Metern gegen den Pfosten.

Mit einer imponierenden Energieleistung stemmte sich Dortmund gegen das drohende Debakel und kam trotz Unterzahl zu mehreren hochkarätigen Möglichkeiten. Insgesamt war den Borussen bis zu diesem Zeitpunkt kein Vorwurf zu machen, obwohl in Nationalspieler Christoph Metzelder (Gelb-Sperre) und dem nicht spielberechtigten Sebastian Kehl zwei Leistungsträger fehlten.

Bis zur letzten Minute gekämpft

Bis zur letzten Minute kämpfte Dortmund im Duell mit dem 14-maligen niederländischen Meister um die Chance zur Wende. Doch am Ende fehlte dem Team um Kapitän Stefan Reuter offensichtlich Kraft und Konzentration zum Rotterdamer Fußball-Wunder. Bei den Borussen vermochten besonders die beiden Tschechen Rosicky und Torschütze Koller zu gefallen. Feyenoord hatte in Matchwinner van Hooijdonk sowie dem stets gefährlichen Tomasson seine herausragenden Akteure.

sid - Fotos: dpa


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Zuletzt geändert am 8. Mai 2002 22:51 von aj

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