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Mi 08.05.2002
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Deutsches Eishockey-Team nimmt WM-Aus gegen Schweden gelassenHans Zach lobt "großartige Burschen"
Göteborg - Die Enttäuschung hielt sich in Grenzen. Nach dem WM-Aus im Viertelfinale verteilte Eishockey-Bundestrainer Hans Zach noch einmal ein Pauschallob und verabschiedete sich dann in den Heimaturlaub. "Die Mannschaft hat ein Riesenturnier gespielt, vielleicht eine der besten Weltmeisterschaften überhaupt für das deutsche Eishockey", bilanzierte der Chefcoach nach der 2: 6-Niederlage gegen Gastgeber Schweden: "Jetzt regele ich in Köln noch ein paar Dinge und dann fröne ich daheim in Bad Tölz meiner Angelleidenschaft." Vertrag um zwei Jahre verlängert Eines hat der neue Trainer der Kölner Haie vor der Rückkehr in die oberbayerische Heimat noch zu erledigen - seinen Vertrag mit dem Deutschen Eishockey-Bund (DEB) bis 2004 zu verlängern. "Wenn ich da bin, machen wirs schriftlich. Ansonsten gilt mein Wort", sagte der Erfolgscoach, der sich mit Sportdirektor Franz Reindl und Präsident Rainer Gossmann schon vor Wochen auf eine weitere Zusammenarbeit geeinigt hatte: "Ich hatte vier oder zwei Jahre Vertragsdauer zur Auswahl. Ich habe mich für die Zwei-Jahres-Variante entschieden, weil ich für einen Rentenvertrag noch zu jung bin", meinte der 53-Jährige. "Viertelfinale für uns wie ein WM-Titel" Bevor er mit der Mannschaft in Göteborg in den Bus Richtung Flughafen stieg, ließ der Bad Tölzer seine zweite A-WM als Chefcoach noch einmal Revue passieren. "Die Burschen haben ein großartiges Turnier gespielt, alle Hochachtung. Das Viertelfinale ist für uns wie ein WM-Titel", meinte Zach nach drei Siegen, einem Unentschieden und drei Niederlagen, die am Ende Platz acht bedeuteten. Realistisch stellte er fest, dass ein Erfolg gegen Schweden trotz einer 2:1-Führung nach dem ersten Drittel nicht im Bereich des Möglichen lag: "Da hätten Weihnachten und Ostern auf einen Tag fallen und der Torwart alle Scheiben halten müssen, sonst geht da nichts." Lehrstunde im letzten Drittel Nach den Toren des Krefelders Christian Ehrhoff (17.) und des Hannoveraners Len Soccio eine Sekunde vor der ersten Drittelsirene durfte die junge DEB-Auswahl kurz von der Sensation und dem Kampf um die erste WM-Medaille seit 49 Jahren träumen. Doch dann demontrierten die "schwedischen Alleskönner an der Scheibe" (Zach) ihre Stärken, "und wir durften lernen und was abschauen". Per-Johan Axelsson (10.), Ronnie Sundin (32. und 53.), Pierre Hedin (37.), Kristian Huselius (50.) und der eigens eingeflogene NHL-Star Markus Näslund von den Vancouver Canucks (56.) sorgten für klare Verhältnisse und den 32. Sieg der "Tre Kronors" im 36. WM-Vergleich. Ustorf: Unter den ersten Acht etablieren "Es macht tierisch Spaß, gegen solche Leute zu spielen", meinte Marathon-Mann Andreas Renz, der inklusive Olympia und Playoffs mit den Kölner Haien in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) 96 Pflichtspiele absolvierte - so viele wie kein anderer Nationalspieler: "Zwei Spiele hätte ich aber schon gerne noch gemacht." Derweil blickte Stefan Ustorf schon voraus. "Wir haben jetzt mit Olympia dreimal in Folge das Viertelfinale erreicht. Das ist ein Trend, den wir versuchen müssen fortzusetzen", meinte der Mittelstürmer der Mannheimer Adler: "Wir können uns natürlich nicht hinstellen und sagen: Wir kommen immer ins Viertelfinale, doch auf Dauer muss es unser Ziel sein, uns unter den ersten Acht zu etablieren." Von Thomas Lipinski, sid - Foto: dpa |
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Zuletzt geändert am 8. Mai 2002 11:54 von sab |
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