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Fechten:

"Willy" Kothny kämpft künftig für Thailand

Koblenz - Wiradech "Willy" Kothny hat dem Deutscher Fechterbund endgültig den Rücken gekehrt und ist zum Thailändischen Fechtverband AFAT übergetreten.

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Dies bestätigte am Freitag sein Vater und Manager Erik Kothny. Der Koblenzer war der bisher erfolgreichste deutsche Säbelfechter. Den bisherigen Karrierehöhepunkt erlebte der 22-Jährige bei den Olympischen Spielen in Sidney mit dem Gewinn von zwei Bronzemedaillen.

"Unfreundlicher Akt"

Zwischen Fechterbund und Kothny gab es in den letzten Monaten erhebliche Differenzen. Der gebürtige Thailänder, der im Kindesalter von Erik Kothny und seiner Frau adoptiert worden war, begann nach dem Abitur ein Studium in Bangkok. Der Fechterbund sah sich nicht in der Lage, die Anreisekosten zu Weltcup-Turnieren für Kothny zu übernehmen. Weiteren Ärger verursachte das Angebot des Thailändischen Verbandes, die Flugkosten zu übernehmen, wenn Kothny zum AFAT übertritt. Der Deutsche Fechterbund sah darin einen "unfreundlichen Akt".

Durch Heirat Sperre umgehen

Kothny wird nach den Regeln des Internationalen Fechtverbandes FIE um die bei einem Nationalitäten-Wechsel übliche dreijährige Sperre herum zu kommen. Der für seinen originellen Kampfspiel bekannte Säbelfechter beabsichtigt, seine thailändische Freundin zu heiraten und sieht sich damit im Einklang mit den internationalen Regeln. "Wer durch Heirat eine neue Nationalität erwirbt, kann ohne Sperre sofort für sein neues Land starten", heißt es in den FIE-Statuten. Einem Start bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen stände danach nichts im Weg. Manager Erik Kothny hofft, dass sein Sohn bereits beim Weltcup-Turnier in zwei Wochen in Warschau erstmals für Thailand fechten kann.

dpa - Foto: Archiv


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Zuletzt geändert am 10. Mai 2002 12:03 von tea

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