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Fr 10.05.2002
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Rapid gibt Rauswurf bekannt - Angeblich 400.000 Euro als AbfindungSchmähliches Aus nach nur 245 TagenWien - Nach nur 245 Tagen hat die erste Amtszeit des Fußball-Trainers Lothar Matthäus ein schmähliches Ende gefunden. Was schon lange als ausgemachte Sache galt, wurde am Freitag vollzogen: Rapid Wien trennte sich nach der schlechtesten Spielzeit in der Vereinsgeschichte vom deutschen Rekord-Nationalspieler (150 Einsätze). Eine "unterschiedliche Auffassung über die sportliche Zielerreichung in der abgelaufenen Saison", gab der Klub denn auch als Grund für das Ende der Zusammenarbeit an. Der 41 Jahre alte fünfmalige WM-Teilnehmer, der wegen seiner fehlenden Lizenz offiziell als Teamchef amtiert und einen Vertrag bis 2003 unterschrieben hatte, erhält angeblich eine Abfindung von 400.000 Euro. Auch Assistent Günter Güttler muss den österreichischen Rekordmeister verlassen. Unter dem dem Komando des Weltmeisters von 1990 hatten die Grün-Weißen aus Hütteldorf in der abgelaufenen Bundesliga-Saison nur den achten Rang belegt - was bei nur zehn Bundesliga-Teams der drittletzte ist. "Die Enttäuschung ist groß" Auch ein 3:0-Erfolg über Sturm Graz in seinem letzten Spiel für die Wiener hatte Matthäus nicht retten können. "Die Enttäuschung über mein Ausscheiden ist groß, weil man mir nicht die Zeit gibt, die man mir hätte geben sollen, um die Rapid dort hinzuführen, wo sie hingehört", hatte der Franke schon am Donnerstagabend auf der Pressekonferenz nach der Partie erklärt. Er habe seine Aufgabe im Großen und Ganzen erfüllt, meinte Matthäus: "Wenn das Präsidium aber anderer Meinung ist, dann muss ich das akzeptieren." Zlatko Kranjcar als Nachfolger im Gespräch Als Nachfolger ist derweil Zlatko Kranjcar vom kroatischen Meister NK Zagreb im Gespräch. "Wir stehen schon seit April in Kontakt. Ich entscheide mich nicht vor Montag", hatte dieser bereits vor Tagen bestätigt. Matthäus hatte die Mannschaft am 6. September des vergangenen Jahres übernommen. Zuletzt war der ehemalige Star von Bayern München wegen seiner Personal-Politik in die Kritik geraten. Im Januar kündigte er sechs Spielern ihren Rauswurf zum Saisonende an - und holte gleichzeitig Andreas Herzog von Werder Bremen. Doch der erwünschte Erfolg stellte sich nicht ein. Spätestens nach der historischen 1:6-Pleite bei Austria Salzburg Ende April schien das Schicksal des Teamchefs besiegelt. Präsident Rudolf Edlinger: "Ich will im oberen Drittel stehen" Die Situation sei "unbefriedigend", kritisierte Präsident Rudolf Edlinger damals. "Ich will im oberen Drittel stehen. Und von der Qualität her muss das möglich sein, besser als Bregenz, Salzburg oder Kärnten zu sein", sagt der Mann, der früher Finanzminister in Österreich war. Matthäus konnte diese Erwartungen nicht erfüllen. Von Michael Smejkal, sid |
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Zuletzt geändert am 10. Mai 2002 14:17 von tea |
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