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Fr 10.05.2002

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Nach 7:0 gegen Kuwait: Wörns droht WM-Aus - Deisler angeschlagen

Völler hat trotz Torfestival Sorgen

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Einer der Gewinner des Abends: Oliver Bierhoff traf gegen Kuwait drei Mal.

Freiburg/Winden - Drohendes WM-Aus von Christian Wörns, neue Verletzungssorgen bei Sebastian Deisler und Rätselraten um die nervliche Verfassung von Carsten Jancker:

Auch wenn Rudi Völler im Trainingslager in Winden nach außen demonstrativ Gelassenheit zur Schau stellte, werden 23 Tage vor dem WM-Start der deutschen Nationalmannschaft gegen Saudi-Arabien die Sorgen des DFB-Teamchefs wieder größer. Vor allem in der Abwehr droht der Notstand.

Der Dortmunder Verteidiger Wörns, der im Uefa-Cup-Finale gegen Feyenoord Rotterdam am Mittwoch (2:3) wieder Schmerzen im linken Knie verspürte, muss sogar um seine Teilnahme an der Weltmeisterschaft in Südkorea und Japan (31. Mai bis 30. Juni) bangen. Der 30-Jährige unterzieht sich am Samstag in Straubing einer Arthroskopie. Zuvor hatte schon der Leverkusener Jens Nowotny (Kreuzbandriss) seine WM-Teilnahme absagen müssen. Da Marko Rehmer (Knöchelverletzung) auch noch nicht wieder hundertprozentig fit ist, könnte die Wunschabwehrkette von Völler bei der WM komplett ausfallen.

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Endlich mal getroffen: Carsten Jancker musste sich in Freiburg aber auch diverse Pfiffe gefallen lassen.

Baumann schon benachrichtigt

"Wir wollen genauen Aufschluss über seine Verletzung bekommen. Wenn nur ein kleiner Schaden vorliegt, kann Christian nach dem Eingriff in zehn bis 14 Tagen wieder normal trainieren und mit zur WM fahren", erklärte DFB-Trainer Michael Skibbe am Freitag. Der Völler-Assistent fügte hinzu, dass der Bremer Frank Baumann schon benachrichtigt worden sei, dass er als Nachrücker parat stehen muss. "Noch sind wir aber zuversichtlich, dass Christian mit zur WM fährt", meinte Skibbe.

Wörns ist aber nicht das einzige "Sorgenkind" von Völler. Deisler, der beim 7:0 (5:0)-Schützenfest gegen das drittklassige Kuwait in Freiburg erstmals nach siebenmonatiger Pause wieder 62 Minuten im Nationaltrikot spielte, erhielt gegen die Araber einen "Pferdekuss" auf den Oberschenkel und musste am Freitagmorgen mit dem Training aussetzen.

Rehmer auf dem Weg der Besserung

Dass derzeit in Marko Rehmer, der nach seiner Knöchelverletzung erst wieder langsam an die Mannschaft herangeführt wird, auch der dritte etatmäßige "Manndecker" neben Nowotny und Wörns noch nicht hunderprozentig fit ist, hält Skibbe indes für weniger dramatisch: "Er ist auf einem guten Weg und wird nächste Woche wieder komplett am Mannschaftstraining teilnehmen. "

Zudem sprang der ehemalige BVB-Trainer für Jancker in die Bresche, der im 23-köpfigen WM-Kader trotz seiner alarmierenden Torflaute in der Bundesliga den Vorzug vor Torschützenkönig Martin Max von den "Löwen" erhalten hatte und bis zu seinem siebten Länderspieltreffer in der 77. Minute zum 7:0-Endstand von den Zuschauern verhöhnt worden war. "Er geht gestärkt aus diesem Spiel", urteilte Skibbe nach einem Gespräch mit dem 27-Jährigen.

Jancker zeigt sich dünnhäutig

Jancker selbst gab sich trotz seines Treffers am Tag danach äußerst dünnhäutig. "Lasst mich in Ruhe", raunzte er die Journalisten an und wehrte jegliche Interviewwünsche barsch ab. Völler hatte sich über den Treffer seines umstrittenen Stürmers zwar gefreut, aber angesichts der vielen vergebenen Chancen gefordert: "Er muss lernen, auch die einfachen Tore und nicht nur die schwierigen zu machen."

In erster Linie muss Völler, der gegen Kuwait auf zwölf WM-Fahrer verzichten musste und deshalb vier Neulinge aus der letztjährigen "U21" einsetzte, aber die Verfassung Deislers Kopfzerbrechen bereiten. Der 22-Jährige ist trotz seines Treffers zum 3:0 noch meilenweit von der WM-Form entfernt.

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Zuletzt geändert am 10. Mai 2002 13:51 von sab

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