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Eberhard Schulte-Wissermann bleibt Koblenzer OB - Hörter tief enttäuscht

Beifallsstürme nach Schuwis Sieg

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So sieht ein strahlender Sieger aus: Mit ausgestreckten Armen stürmt OB Eberhard Schulte- Wissermann aus dem Rathaus.

Koblenz - Er hat es wieder geschafft, diesmal sogar im ersten Wahldurchgang: Eberhard Schulte- Wissermann (SPD, 59) bleibt mit 24 295 Stimmen und 57,7 Prozent weitere acht Jahre Oberbürgermeister von Koblenz:

Für Herausforderer Michael Hörter (CDU, MdL, 43) wurde der Traum nicht wahr, 1. Bürger seiner Heimatstadt zu werden. Er erhielt nur 16 542 Stimmen und 39,3 Prozent. FDP-Kandidat Paul Henchel (55) hatte keine Chance (1282/3,0). Wahlbeteiligung: 51,3 Prozent.

Mit solch einem grandiosen Sieg hatte selbst der alte und neue OB von Koblenz nicht gerechnet. "Sicher, die Stimmung war gut, ich habe viel Rückenwind gespürt, aber so klar . . " Im ersten Interview nach seiner "Vertragsverlängerung" konnte er das ganze Ausmaß seines Triumphes noch nicht fassen - und dachte schon wieder ans Arbeiten: "Ärmel hochkrempeln und weiter so arbeiten wie bisher." Dann erst die erste Reaktion: "Ich freue mich, die Erleichterung überwiegt." Und weiter: "Mein gemeinsames Ziel und das des Rates muss lauten, die Stadt Koblenz voranzubringen. Mein Motto lautet: Nicht spalten, sondern den Rat als Einheit zu begreifen. Für mich ist das Leitbild Auftrag." Schulte- Wissermann, der in seinem Amtszimmer mit Freunden und engen Mitarbeitern die einlaufenden Zahlen verfolgte ("Klarer Start- Ziel- Sieg"), betonte, dass er und seine Partei einen argumentativen Wahlkampf geführt hätten - mit Perspektiven, wie dem Ziel Bundesgartenschau.

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"Rollenwechsel": Nach der Wahl steht Eberhard Schulte- Wissermann auf dem Skateboard. Ein besonderes "Wahlgeschenk" der Koblenzer Bündnisgrünen in Anspielung auf Michael Hörters Wahlplakate.

Scharping: "Gut für Koblenz"

Verteidigungsminister Rudolf Scharping (SPD) sieht "eine sehr schöne Bestätigung einer sehr guten Arbeit von OB Schulte- Wissermann. Das klare Votum für den SPD-Politiker werde "gut für Koblenz sein". Das Ergebnis sei in erster Linie ein Erfolg von Schulte- Wissermann und der Koblenzer SPD, aber nach dem Verlust roter Rathäuser in Serie vor allem in der Pfalz auch ein "Signal, dass die SPD wieder besser in Fahrt ist".

Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) freut sich über das "sehr gute Ergebnis". Es sei auch "ein Beleg für die gute Zusammenarbeit zwischen Stadt und Land bei wichtigen Projekten wie Konversion oder Bundeswehrreform". Wie Scharping sieht Beck in dieser OB-Wahl auch den Stimmungsumschwung, dass der Negativ- Trend für die SPD in großen Städten "gebrochen ist".

Hörter: "Ich bin vom Ergebnis enttäuscht"

Dagegen war die Niederlage für Michael Hörter, dessen Vater Willi von 1972 bis 1994 die Stadt an Rhein und Mosel regiert hatte, schmerzlich. Noch am Mittwochabend hatte er sich gegenüber der CDU- Bundesvorsitzenden Angela Merkel siegessicher gegeben. Nach der Schlappe sagte er: "Ich hatte auf Sieg gesetzt, wenngleich es immer schwer ist, gegen einen Amtsinhaber anzutreten. Ich bin vom Ergebnis enttäuscht. Von der Mehrheit der Wähler, die zur Wahl gegangen sind, ist offensichtlich die Notwendigkeit, die Zukunft zu gestalten, nicht gesehen worden. Selbstverständlich werde ich mich weiter in Koblenz und Mainz engagieren. Das Leben geht weiter." CDU-Landesvorsitzender Christoph Böhr dankte Hörter und der Koblenzer CDU für ihren vorbildlichen Einsatz: "Die neuen Ideen des Herausforderers hätten der Entwicklung der Stadt Koblenz gut getan."

Henchel: Antreten hat sich gelohnt

"Hat sich ihr Antreten wirklich gelohnt, Herr Henchel?" "Ja, es hat sich gelohnt - für mich, aber vor allem für die FDP. Wir haben einen neuen Vorstand, haben eine junge, engagierte und gute Mannschaft und wollen, verdammt noch mal, bei den nächsten Kommunalwahlen nicht bei 3,x herumkrebsen, sondern nach Möglichkeit ein zweistelliges Ergebnis erzielen. Es kann doch nicht sein, dass der Wähler auf Dauer nicht erkennt, dass wir gerade auf kommunaler Ebene sehr gute Arbeit machen. Übrigens: Bei uns treten Leute ein und nicht aus. Nein, es war richtig, Flagge gezeigt zu haben."

Gniffke: CDU soll Blockadepolitik aufgeben

FBG-Vorsitzender Manfred Gniffke, der Schuwi unterstützt hatte, sagte: "Über das Resultat freue ich mich. Ich hoffe, in zwei Jahren, wenn ein neues Kommunalparlament gewählt wird, können wir eine vernünftige Politik für unsere Stadt machen." Die CDU ermahnte er, "die Blockadepolitik aufzugeben".

Für die Bündnisgrünen sagte Ratsmitglied Jürgen Maus: "Wir denken, der Mensch und die Politik haben gewonnen, die die Akzeptanz in der Bevölkerung haben. Mit Schulte- Wissermann können wir wichtige Projekte wie Schienenhaltepunkt Mitte, Bildung, Umwelt, Verkehr, Sozialpolitik etc. umsetzen."

Gerd Michiels, Rhein-Zeitung - Fotos: Thomas Frey

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Zuletzt geändert am 27. Mai 2002 10:30 von sab

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