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Sa 22.06.2002
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F1 auf dem Nürburgring: Pole an Montoya - "Schumi II" vor "Schumi I"BMW-Raketen fliegen Schumacher davonNürburgring - Die BMW-Raketen von Juan Montoya und Ralf Schumacher sind auf dem Nürburgring Michael Schumacher davongeflogen und haben den Weltmeister in einem Herzschlagfinale beim Heimspiel in die zweite Startreihe verbannt. Der Kolumbianer Montoya holte am Samstag im Zeittraining zum Großen Preis von Europa (Sonntag, 14.00 Uhr) in 1:29,906 Minuten seine dritte Pole Position in Folge und die vierte in dieser Saison.
Ralf Schumacher lag in 1:29,915 nur neun Tausendstelsekunden hinter seinem Teamkollegen auf Platz zwei vor seinem Bruder Michael. Die McLaren-Mercedes-Piloten David Coulthard (Schottland) und Kimi Räikkönen (Finnland) starten von den Positionen 5 und 6, die beiden Mönchengladbacher Nick Heidfeld (Sauber) und Heinz-Harald Frentzen (Arrows) kamen auf die Plätze 9 und 15. Enttäuschung für Schumi "Das ist schon ein bisschen überraschend, dass wir nicht auf der Pole sind", sagte der enttäuschte Michael Schumacher, der mit Getriebeproblemen an seinem Ferrari zu kämpfen hatte und im Ersatzauto fahren musste. Dennoch hätte er in letzter Sekunde den beiden BMW-Williams-Piloten beinahe doch noch einen Strich durch die Rechnung gemacht. Nach der zweiten Zwischenzeit lag der 33-Jährige, frenetisch angefeuert von 120.000 Fans auf den Tribünen, noch vor Montoya. "Dann habe ich aber in den letzten beiden Kurven zwei kleine Fehler gemacht. Ich habe zu hart attackiert", sagte der Kerpener, der so noch 13 Hundertstelsekunden auf Montoyas Bestzeit verlor. Das Beste für das Rennen machen "Wir müssen jetzt für das Rennen das Beste aus dieser Situation machen. Das hat in der Vergangenheit oft geklappt, ich hoffe auch hier", sagte Schumacher, der mit seinem vierten Erfolg auf dem Nürburgring zum alleinigen Rekordhalter vor Juan Manuel Fangio und Jackie Stewart aufsteigen könnte. In der WM-Gesamtwertung führt Michael Schumacher nach sechs Saisonsiegen mit 70 Punkten souverän vor Bruder Ralf und Montoya (je 27). Bei BMW-Williams staunte man nicht schlecht, nachdem sich das Team gegenüber dem freien Training am Morgen um fast zwei Sekunden verbesserte. "Bei uns hat alles perfekt funktioniert, bei Ferrari offensichtlich nicht", sagte BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen. BMW-Williams ganz aus dem Häuschen "Es ist super, dass es für uns gerade hier so gut gelaufen ist", meinte Ralf Schumacher, der sich für das Rennen ein bescheidenes Ziel setzt: "Es wäre schön, wenn ich auf dem Nürburgring endlich meinen ersten Podestplatz holen würde." Dabei muss sich Ralf Schumacher laut Theissen nicht nur mit Montoya, sondern vor allem mit seinem Bruder auseinandersetzen: "Im Rennen sehe ich Ferrari noch vorn, die verlieren zwischen Training und Rennen weniger Zeit als wir." Von Thomas Straka, sid [?] |
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Zuletzt geändert am 22. Juni 2002 16:00 von tea |
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