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Sprecher: Osama bin Laden am Leben - Drohungen gegen die USA

El Kaida bekennt sich zu Anschlag auf Djerba

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Nach dem Anschlag: Die ausgebrannte Ghriba Synagoge

Doha - Das mutmaßliche Terror-Netzwerk El Kaida hat sich zu dem Anschlag auf die Ghriba-Synagoge auf der tunesischen Ferieninsel Djerba bekannt, bei dem im April 19 Menschen getötet wurden.

Der Anschlag sei von einem "jungen Mitglied der El-Kaida-Organisation verübt worden", sagte Suleiman Abu Ghaith, Sprecher des Netzwerks, in einer am Sonntag vom katarischen TV-Sender El Dschasira ausgestrahlten Erklärung. Der Attentäter habe "nicht zusehen" können, "wie seine Brüder in Palästina sich töten lassen müssen, während die Juden spazieren gehen, sich amüsieren und ihre Rituale (in Tunesien) öffentlich begehen können". Der Sprecher erklärte zudem, Osama bin Laden sei noch am Leben. Zugleich erneuerte er die Drohungen gegen die USA.

14 Deutsche starben, 20 wurden verletzt

Laut El Dschasira wurde die Erklärung "vor kurzem" aufgenommen. Bei dem Anschlag am 11. April war ein Lastwagen vor der Synagoge explodiert. Dabei wurden 14 Deutsche, drei Tunesier, ein Franzose sowie ein Franko-Tunesier getötet. Weitere 20 deutsche Touristen wurden verletzt.

Bald Neues von Osama bin Laden?

"Osama bin Laden sowie Aiman Sawahiri (sein Stellvertreter) und Mullah Omar (Taliban-Chef) sind gesund", sagte der El-Kaida-Sprecher. Die ganze Welt und die befreundeten Religionskrieger "werden bald das Vergüngen haben, bin Laden im Fernsehen zu sehen", kündigte er an. 98 Prozent der El-Kaida-Führer seien unversehrt den US-Bombenangriffen in Afghanistan entkommen. Der Sprecher erneuerte seine Drohung gegen die USA. "Der Krieg gegen die USA fängt erst an", sagte er. "Amerika muss sich vorbereiten und den Sicherheitsgurt anschnallen. Wir werden dort zuschlagen, wo sie (die US-Bürger) es nicht erwarten."

In einem Bekenner-Video der El Kaida hatte Abu Ghaith Mitte April erklärt, das Netzwerk bekenne sich zu den Terroranschlägen vom 11. September. Er tritt seit Oktober als El-Kaida-Sprecher in Erscheinung. Kuwait entzog ihm daraufhin die Staatsbürgerschaft. Nach dem Beginn der US-Angriffe auf Afghanistan war Abu Ghaith auf Videoaufzeichnungen neben Bin Laden zu sehen.

AFP - Foto: Archiv


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Zuletzt geändert am 23. Juni 2002 10:24 von tea

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