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Di 30.07.2002
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Italien: Lazio und AS Rom wenden Lizenzentzug ab - Florenz in NotJetzt drohen elf Clubs mit Liga-BoykottMailand - Die beiden Erstligisten Lazio und AS Rom sowie fünf Zweitligisten haben den von der italienischen Fußball-Liga angedrohten Lizenzentzug abgewendet. Die Clubs brachten ihre Finanzen fristgerecht bis zum Montagabend in Ordnung. Nur der hoch verschuldete Traditionsclub AC Florenz muss weiter um die Lizenz bangen. Zur Ruhe kommt der italienische Fußball dennoch nicht.
Acht Erst- und drei Zweitligisten drohen, den Liga-Start am 1. September zu boykottieren, weil sie nicht rechtzeitig die überlebenswichtigen Pay-TV-Verträge abschließen können. "Fußball-Chaos in Italien", titelte die "La Gazzetta dello Sport". Kleine Vereine wehren sich Während die Top-Clubs wie Juventus Turin bis 2005 bis zu knapp 60 Millionen Euro jährlich vom Pay-TV kassieren, wollen die beiden Anbieter Tele + und Stream die kleine Vereine wie Atalanta Bergamo und Chievo Verona mit vier bis viereinhalb Millionen Euro abspeisen. "An die Forderungen der Clubs können wir uns nicht annähern", sehen beide TV-Anbieter keine Chance zur Einigung. Die elf Erst- und Zweitligisten fordern nun eine Verschiebung des Liga-Starts um einen Monat auf den 1. Oktober. Erstliga-Absteiger Florenz fehlen 22 Millionen Euro Ob dann der Traditionsclub AC Florenz in der 2. Liga starten kann, ist fraglich. "Die Fiorentina findet keine Ruhe", kommentierte die "La Gazzetta dello Sport" das Zittern um die Lizenz in der Toskana. Dem Erstliga-Absteiger fehlen 22 Millionen Euro. Club-Besitzer Vittorio Cecchi Gori will die Summe durch die Verpfändung seines Immobilienbesitzes in Rom in den nächsten Tagen aufbringen. Ein Sanierungsplan liegt der Liga vor. Trotz der Bemühungen des Vereins haben einige Spieler die Hoffnung bereits aufgeben. Die Stars Angelo Di Livio und Pedrag Mijatovic verließen Anfang der Woche das Trainingslager. Sie wollen bei der Liga die Aufhebung ihre Verträge mit dem AC Florenz beantragen, da dieser ihre Gehälter bereits seit Monaten nicht mehr vertragsgemäß zahlen kann. Lazio Rom deckt Schulden mit Kapitalerhöhung Die beiden römischen Top-Clubs konnten ihre Bilanzen bereits am Montag ausgleichen. Lazio Rom deckte die Schulden von 22 Millionen Euro durch eine Kapitalerhöhung in Höhe von 55 Millionen Euro bei der Lazio AG ab. Der AS Rom überwies den ausstehenden Anteil seiner Pay- TV und Zuschauer-Einnahmen von rund sechs Millionen Euro an die Liga. Neben den beiden Erstligisten meldeten auch fünf Zweitligisten Entwarnung: Der SSC Neapel (7 Millionen Euro), Genua (800 000) und die beiden sizilianischen Clubs aus Palermo (5 Millionen) und Messina (4,2 Millionen) glichen ihre Defizite rechtzeitig aus. Hellas Verona musste lediglich noch ausstehende Gehälter nachzahlen. dpa - Foto: Archiv |
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Zuletzt geändert am 30. Juli 2002 13:23 von sab |
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