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Knappe Kassen bestimmen Transfers in der 2. Fußball-Bundesliga

Spieler zum Nulltarif sind heiß begehrt

Hannover - Auf dem Transfermarkt der 2. Fußball-Bundesliga herrscht trotz allgemeiner Finanznot ein reges Kommen und Gehen. Zehn Tage vor dem Saisonstart verzeichnen die 18 Clubs 147 neue Spieler und 172 Abgänge. Die meisten Wechsel erfolgten aber ablösefrei. Für neue Spieler gaben die Vereine so gut wie kein Geld aus. Sie sind wegen der gekürzten Fernsehhonorare zu einem rigorosen Sparkurs gezwungen. Durch den Verkauf hauptsächlich junger und talentierter Spieler nahmen die Zweitligisten mehr als 11 Millionen Euro ein.

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Freiburgs Trainer Volker Finke bleibt sich treu und setzt überwiegend auf Talente:Vorne v. l. : Sascha Riether, Julian Reinard, Michael Anicic. Hintere Reihe v. l. : Bruno Berner, Volker Finke, Zlatan Bajramovic.

Den größten Erlös erzielte der Mainzer Abwehrspieler Manuel Friedrich. Er wechselte für 2,5 Millionen Euro zu Werder Bremen in die Bundesliga. Der Meisterschafts-Zweite Bayer Leverkusen füllte die leeren Kassen der Bundesliga-Absteiger 1. FC Köln und Eintracht Frankfurt. Für die früheren U 21-Nationalspieler Hanno Balitsch und Christoph Preuß zahlten die Leverkusener 2,0 und 2,2 Millionen Euro. Millionenmänner sind zudem Blaise N'Kufo (für 1,4 vom FSV Mainz 05 zu Hannover 96) und Christian Timm (für 1,0 vom 1. FC Köln zum 1. FC Kaiserslautern).

Absteiger wollen sofort wieder hoch

Obwohl Mainz 05 und der 1. FC Köln mit ihrer Transferpolitik jeweils fast 4 Millionen Euro einnahmen, verzichteten beide Clubs auf spektakuläre Neueinkäufe. Die Fürther Leihgabe Francis Kioyo ist bei den Kölnern mit 100 000 Euro der teuerste Zugang in der 2. Liga. Trainer Friedhelm Funkel kann die Sparpolitik allerdings nicht als Entschuldigung für fehlenden sportlichen Erfolg anführen. In Köln wird ebenso wie in Freiburg und beim FC St. Pauli Hamburg vor allem bei den Fans mit dem Wiederaufstieg gerechnet.

St. Pauli lehnt Favoritenrolle ab

"Wir sehen uns nicht in der Favoritenrolle für den Aufstieg. Wir konnten unser Bundesligateam nicht halten und mussten das Mittelfeld komplett erneuern", sagte dazu St. Pauli-Trainer Dietmar Demuth. Gleich sieben Stammspieler mit Thomas Meggle (für 450 000 Euro zu Hansa Rostock) an der Spitze verließen die Hanseaten. Da fällt es leicht, die Favoritenrolle dem SC Freiburg zuzuschieben. Dort kann Trainer Volker Finke fast mit dem kompletten Kader der vergangenen Saison arbeiten. Drei Abgängen stehen drei neue Spieler gegenüber.

Kader werden fast allerorten verkleinert

Bei anderen Vereinen wurde der Kader komplett umgekrempelt und zumeist verkleinert. Das spart Personalkosten. Den größten personellen Umbruch vollzog Eintracht Frankfurt mit 11 Zu- und 17 Abgängen. Der MSV Duisburg trennte sich von zwölf "Zebras", beim SV Waldhof Mannheim gingen 16 Profis. Geld gab es aber nur für Lamine Cisse (75 000 Euro von LR Ahlen).

Die vier Aufsteiger Eintracht Braunschweig, Eintracht Trier, Wacker Burghausen und VfB Lübeck verstärkten sich gezielt mit früheren Bundesliga-Profis wie Jürgen Rische, Antun Labak, Toralf Konetzke oder Marco Weißhaupt. Schwere Zeiten brechen für Trainer Aleksandar Ristic bei Rot-Weiß Oberhausen an. RWO trennt sich von elf Profis und hat erst zwei neue Spieler verpflichtet.

Von Peter Hübner, dpa - Foto: dpa


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Zuletzt geändert am 31. Juli 2002 13:47 von sab

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