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Do 01.08.2002
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UI-Cup: Stuttgart muss nach 2:1 gegen Belupo ums Weiterkommen bangenMagath rüffelt seine "Rasselbande"Stuttgart - Während die Spieler von Slaven Belupo im Mannschaftsbus kroatische Volkslieder sangen, rüffelte Stuttgarts Trainer Felix Magath seine "Rasselbande" und war alles andere als in Partylaune.
"Dieses Tor kurz vor Schluss hat die Partie nochmal unnötig spannend gemacht. Wir waren zwar über weite Phasen Spiel bestimmend, haben uns aber im Laufe der zweiten Halbzeit einlullen lassen und konnten so keinen Druck mehr aufbauen", echauffierte sich der 49-Jährige nach dem unbefriedigenden 2:1 (1:0)-Erfolg im UI-Cup-Halbfinalhinspiel. Hoffnung auf Uefa-Cup-Einnahmen Denn die Schwaben präsentierten sich vor nur 5120 zahlenden Zuschauern im Gottlieb-Daimler-Stadion von Beginn an hoch überlegen gegen das Team aus der kroatischen Stadt Koprivnica und lagen bereits nach zehn Minuten völlig verdient in Front. Verteidiger Thomas Schneider, 15 Monate lang aufgrund diverser Verletzungen außer Gefecht, köpfte den Ball nach einer Ecke von Jochen Seitz gekonnt ins lange Eck und weckte somit die Hoffnungen beim hoch verschuldeten VfB auf siebenstellige Uefa-Pokal-Einnahmen. Als wiederum Schneider, vor dem Anpfiff fast vier Jahre ohne Torerfolg, in der 62. Minute erneut per Kopf auf 2:0 erhöhte, schien die Messe zu Gunsten des Fußball-Bundesligisten gelesen. Zu schwach, zu ideenlos präsentierten sich die Kroaten, die jegliche internationale Reife vermissen ließen. Doch Belupos Trainer Rajko Magic gelang mit der Einwechslung von Stürmer Davor Bajsic kurz vor Ende der Begegnung noch ein genialer Schachzug. "Angst, dass es nicht reichen wird" Denn Bajsic zerstörte mit seinem Anschlusstreffer aus heiterem Himmel fünf Minuten vor dem Ende Magaths Illusionen vor dem Rückspiel am kommenden Mittwoch: "Ich habe berechtigte Angst, dass uns dieses Ergebnis zum Einzug ins Finale nicht reichen wird. Ich kann nur hoffen, dass die Mannschaft endlich aus ihren Fehlern lernt. Ich weiß nicht, wie viele Beispiele wir noch brauchen", meinte Magath. Hingegen glaubt "Doppelpack" Schneider nicht an ein vorzeitiges Ende der Europapokal-Träume: "Wir sind zwar alle sauer, aber ich denke, wir werden weiterkommen." Kritik an mangelndem Durchsetzungsvermögen Hauptkritikpunkte Magaths waren vor allem die fahrlässige Chancenauswertung, der mangelnde kämpferische Einsatz sowie die fehlende Reife seiner "jungen Wilden": "Die Szene, als Amanatidis aufs Tor zuläuft, vom Gegner gehalten wird und anstatt sich durchzusetzen, dem Foulspiel den Vorrang gibt. Das hat wieder mal gezeigt, dass diese junge Mannschaft weiter Probleme haben wird in Sachen Durchsetzungsvermögen." Bis zum Bundesligastart am 10. August gegen den 1. FC Kaiserslautern will Magath die Blockade im Kopf seiner "Rasselbande" endgültig lösen. Zwar ohne Mentaltrainer, wie Magath am Mittwoch nochmals unterstrich, dafür aber wieder mit Regisseur Krassimir Balakow, der derzeit noch an einem Muskelfaserriss laboriert. "In der Meisterschaft werden wir mit Balakow und mit Fernando Meira wieder mehr Durchschlagskraft besitzen. Vielleicht behaupten sich unsere jungen Spieler an der Seite von Krassimir auch wieder besser", erklärte Magath, der die Hoffnung auf bessere Zeiten offenbar noch nicht aufgegeben hat. Von Marc Schmidt, sid - Foto: dpa |
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Zuletzt geändert am 1. August 2002 12:25 von sab |
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