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Trickfilme im Internet:

Frech, bunt und abgedreht

Dickey und Jackie sind die neuen Geschöpfe des Flash-Gestalters Joe Sparks

San Francisco - Die Seifenblase der Internet-Wirtschaft ist geplatzt. Aber die der kreativen Web-Kunst schillert weiter in den schönsten Farben. Zeichnerisches Talent und etwas Geschick als Programmierer verbinden sich zu einer eigenen Art von Zeichentrickfilmen, die im Internet eine wachsende Fangemeinde finden.

Das wichtigste Werkzeug der Online-Trickfilmer ist Flash: Die Software für Multimedia-Animationen wurde 1993 von Jonathan Gay entwickelt. Drei Jahre später verkaufte Gay seine Firma FutureWave an das Softwarehaus Macromedia, für das er heute weiter aktiv ist. Im März erschien eine neue Version, Flash MX, die findigen Programmierern noch weitergehende Möglichkeiten eröffnet und auch die Integration von gedrehten Filmen unterstützt.

Zum Erstellen braucht's Zeit und Geduld

Macromedia präsentiert Flash vor allem als Mittel für attraktive Web-Seiten von Unternehmen - mit möglichst unterhaltsamen Einkaufserfahrungen sollen die Kunden zum Online-Shopping verführt werden. Kreative Köpfe wie der in San Francisco lebende Joe Sparks nutzen Flash aber auf ihre Weise. Der ehemalige Punk-Musiker und Entwickler von Computerspielen gestaltet "Webisodes": freche, abgedrehte Zeichentrickfolgen in der Machart der "Simpsons".

Mit ein bisschen Zeit und Geduld sei es ganz einfach, originelle Dinge im Web zu schaffen, sagt Sparks in seiner Wohnung, die mit Computern und Mischpulten vollgestopft ist. Für komplexere Projekte wie Cartoons brauche er allerdings schon mal ein paar Stunden länger. Großen Erfolg feierte Sparks mit "Radiskull & Devil Doll", einer Serie von acht Episoden mit einem grimmigen Totenschädel und einem kleinen Teufelchen.

"Der Erfolg liegt in der Pausen-Tauglichkeit"

Diese Flash-Filme, die inzwischen Kult-Charakter haben, hat Sparks noch als Angestellter von AtomShockwave.com entwickelt. Im Sommer vergangenen Jahres, auf dem Höhepunkt der Dot-Com-Krise, wurde er entlassen und musste hinnehmen, dass die Rechte von "Radiskull" bei seinem früheren Unternehmen blieben. "Joe ist für viele Leute eine Art Held geworden", sagt der Vizepräsident von AtomShockwave.com, Scott Roesch. Den Erfolg der Trickfilme sieht er in einem "Kaffeepausenphänomen": "Die Leute wollen gern eine kleine Unterbrechung haben, ein Filmchen oder eine Animation anschauen, um dann wieder ihre Arbeit aufzunehmen." Mit dem Angebot der vielbeachteten "Radiskull"-Cartoons erzielt AtomShockwave.com Werbeeinnahmen.

 Links zum Thema 

joesparks.com

Nicht auf die Masse geziehlt

Inzwischen hat Sparks sein nächstes Projekt begonnen. "Dickey and Jackie", zwei mit einfachsten Mitteln gezeichnete Vorschulkinder, heißen die Helden seiner neuen Cartoon-Serie. Der Flash-Künstler weiß noch nicht, ob sie den Geschmack der Internet-Gemeinde treffen werden. Aber das ist für ihn auch nicht das Wichtigste - sagt er. "Vor ein paar hundert Jahren konnten sich nur Könige mit Kunst und Musik beschäftigen. Heute gibt es unendlich viele Möglichkeiten für Leute wie mich, die Einzelgänger sind, gern neue Dinge gestalten und sie mit anderen austauschen."


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Zuletzt geändert am 6. August 2002 14:51 von mwege

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