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WM-Torschützenkönig will zu Real Madrid wechseln - "Geld oder Liebe"

Machtkampf zwischen Ronaldo und Inter

Mailand - Ring frei für den Machtkampf zwischen Ronaldo und Inter Mailand. Der brasilianische WM-Torschützenkönig wird derzeit in Italien zurück erwartet, um mit Club-Präsident Massimo Moratti persönlich über seine Zukunft zu verhandeln. Ronaldo will zu Real Madrid wechseln, aber Inter will den Fußball-Weltmeister nicht vor dem Vertragsende im Jahr 2006 gehen lassen. Das Tauziehen ist eröffnet. "Geld oder Liebe", lautet das Motto für beide Seiten.

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Keine Lust mehr auf Inter Mailand: Ronaldo zieht es zu Real Madrid.

Die Aufgabe ihrer Lieblingsoption wollen sich beide Parteien teuer bezahlen lassen. Sollte Ronaldo seiner neuen Liebe Real Madrid nachgeben und tatsächlich Milano "addio" sagen, haben die Mailänder das "Schmerzensgeld" schon festgesetzt. Die Rekordablösesumme von 100 Millionen Euro wollen die Italiener für den Ausnahmefußballer kassieren. Sollte Inter dagegen seinen geliebten Ronaldo zum Bleiben zwingen, verlangt dieser eine Verdopplung seines Gehalts.

Deutliche Gehaltsaufbesserung gefordert

"Obwohl Ronaldo als WM-Torschützenkönig wieder absolute Weltspitze ist, bekommt er bei Inter nur das drittbeste Gehalt", klagt sein Sprecher Per Rodrigo Pavia. Im Klartext heißt dies: Statt seiner bisher 4,5 Millionen Euro netto im Jahr will Ronaldo wie Inter-Krösus Alvaro Recoba mindestens acht Millionen Euro.

"Ronaldo bleibt nur, wenn er gezwungen wird"

Lieber noch als mehr Geld, wäre Ronaldo aber der Wechsel zu Real, das aber nicht bereit ist, 100 Millionen Euro für den Stürmer zu zahlen. "Mailand hat ihn traurig gemacht. Ronaldo bleibt nur, wenn er gezwungen wird", sagt sein Manager Alexandre Martins bestimmt. Doch Ronaldo will weg, weil er kein Vertrauen zu Chefcoach Hector Cuper und Konditionstrainer Juan Alfano habe, den er für seine vielen Muskelverletzungen in der vergangenen Saison verantwortlich mache, berichtete "La Gazzetta dello Sport" am Dienstag. Cuper bestritt ein gestörtes Verhältnis zu seinem Superstar. "Ich habe immer auf Ronaldo gesetzt und tue dies weiterhin", betonte der Trainer.

Scharfe Kritik in den Medien

Auch Ronaldos Vorwurf, man habe ihn während seiner Verletzungen nicht ausreichend vor Kritik in Schutz genommen, lässt Inter nicht auf sich sitzen. "Ganz im Gegenteil", sagen die Mailänder, die Ronaldos Vertrag trotz zweier Knieoperation innerhalb von zwei Jahren verlängerten, als viele den Brasilianer schon zum Sportinvaliden in spe erklärten. Dass sich der gerade genesene Ronaldo nun ausgerechnet nach seinem WM-Comeback vom Club abwende, sei "undankbar" und das ganze "Schauspiel Ekel erregend", kritisierte "La Gazzetta" weiter.

Inter-Boss Moratti droht mit der Tribüne

Clubchef Moratti, der Ronaldo immer wie einen Sohn behandelt hat, ist tief enttäuscht. "Ronaldo soll mir diese Dinge direkt ins Gesicht sagen", erklärte Moratti, der dem Brasilianer vor zwei Jahren sogar Inter-Aktienpakete aus seinem Familienbesitz überschrieben hatte. Der enttäuschte Moratti will bei den Verhandlungen nun hart bleiben: "Wenn ich Ronaldo drei Jahre bezahlt habe, ohne dass er spielen konnte, dann kann ich mir auch leisten, ihn weitere drei Jahre zu bezahlen, ohne dass er spielt", drohte Moratti sogar, Ronaldo bis zum Vertragsende als Edelreservisten auf die Bank oder Tribüne zu setzen.

Von Bernhard Krieger, dpa - Foto: Archiv


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Zuletzt geändert am 6. August 2002 14:56 von sab

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