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zurückblättern  ... Selbst die Bayern reden vom Sparen

Und Heribert Bruchhagen, verantwortlicher Geschäftsführer für Spielbetrieb bei der Deutschen Fußball Liga (DFL), ergänzt: "Es dauert noch zwei Jahre, bis die Anpassung der Kosten und Einnahmen bei den Vereinen aufgefangen ist."

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Er soll Hertha an die Bundesliga-Spitze führen: Huub Stevens.

25 Prozent weniger TV-Einnahmen

Also reden alle vom Sparen. Selbst Krösus Bayern München kündigte durch Manager Uli Hoeneß an, in den nächsten "ein, zwei Jahren Einsparungen auf der Kostenseite" machen zu wollen. Die Kirch-Krise hat in der deutschen Eliteliga zu einer Minderung der TV-Einnahmen von 20 bis 25 Prozent geführt. Die Zeiten des ungebremsten Wachstums sind vorbei.

Doch auf den ersten Blick setzen bislang nur wenige die Ankündigungen in die Tat um. Die Etats der 18 Vereine haben immerhin ein Gesamtvolumen von 664,9 Millionen Euro. In der Spielzeit 2001/2002 kalkulierten die damaligen 18 Klubs mit 633,5 Millionen Euro.

Transferausgaben stark rückläufig

Dass bewusster gewirtschaftet wird, zeigte allerdings der Transfermarkt. Die Ausgaben sind dort stark rückläufig, statt 151 Millionen Euro wurden diesmal nur 105,05 Millionen Euro investiert. "Die Zeit der Großzügigkeit ist zu Ende", behauptet Jürgen Friedrich, Vorstandssvorsitzender des 1. FC Kaiserslautern.

Vor allem die kleineren Klubs müssen den Gürtel enger schnallen, aus dem Vollen können anscheinend nur noch die Champions League-Teilnehmer schöpfen. So belaufen sich fast drei Viertel aller Ausgaben auf die vier Top-Klubs, Borussia Dortmund, Bayer Leverkusen, Bayern München und Schalke 04, die in der vergangenen Saison in der europäischen "Königsklasse" Geld scheffeln konnte.

108 Profis sind derzeit arbeitslos

Zu drastischen Sparmaßnahmen griff indes Manager Rolf Rüssmann beim VfB Stuttgart. Angesichts eines Schuldenberg von 20 Millionen Euro strich er die Siegprämien für die Spieler. "Wir müssen 5,5 Millionen Euro wegen der Kirch-Krise einsparen. Ich habe leider keine andere Wahl", begründete Rüssmann seine unpopuläre Maßnahme. Der Sparkurs traf nicht nur im Schwabenland die Spieler: Insgesamt 108 Profis sind derzeit arbeitslos.

Sportlich indes scheint alles beim Alten: Der Favorit auf den Titel heißt wie immer in den vergangenen Jahren Bayern München. In einer Umfrage tippten 15 von 18 Trainer auf den deutschen Rekordmeister von der Isar. Die übrigen drei Coaches - Matthias Sammer (Dortmund), Benno Möhlmann (Bielefeld) und Hans Meyer (Mönchengladbach) - zeigten sich als "Tipp-Muffel". Selbst der BVB ist höchstens Mitfavorit und wird als solcher von zehn Trainern genannt.

Für die Bayern zählen keine Ausreden mehr

So kennt Bayern-Startrainer Ottmar Hitzfeld nach der verpatzten vergangenen Saison nur ein Ziel: "Wir haben Motivation genug, wieder dahin zu kommen, wo wir hingehören. Unser Ziel ist es, deutscher Meister zu werden. Als härteste Konkurrenten sehe ich wie in der letzten Saison Dortmund und Leverkusen." Hitzfeld, im fünften Jahr in München, steht nach dem verpassten vierten Titel in Folge unter großem Erfolgsdruck. Denn nach den spektakulären Verpflichtungen von Michael Ballack, Ze Roberto und Sebastian Deisler zählen bei den Bayern keine Alibis mehr.

Dieser Meinung ist auch Klaus Toppmöller von Bayer Leverkusen, der allerdings die Bayern auf einer Stufe mit Borussia Dortmund sieht: "Dortmund und Bayern haben sich prächtig verstärkt, normalerweise machen die das Rennen unter sich aus." Der frischgebacke Ligapokalsieger Hertha möchte allerdings mit dem neuen Trainer Huub Stevens in die Phalanx eindringen. "Unser Wunschziel ist Platz eins bis drei. Minimalziel ist der Einzug ins internatioanle Geschäft", erklärt Manager Dieter Hoeneß.

Von Joachim Neußer, sid - Fotos: dpa

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Zuletzt geändert am 6. August 2002 14:17 von sab

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