[an error occurred while processing this directive]
IVWPixel Zählpixel

  Kino    Musik    Lifestyle    Reise    Übersicht 

Home     Kontakt     Site Map  

[?] [?]

"Mr. Bones": Neuer Kino-Slapstick aus Südafrika

Zivilisation trifft Dschungel

Anklicken zum Vergrößern

In Südafrika war die Slapstick-Kommödie "Mr. Bones" ein Kassenschlager und sogar erfolgreicher als der Film "Titanic". Die Geschichte um den weißen Medizinmann Bones, der als Waisenkind beim Stamm der Kuvuki in der südafrikanischen Savanne aufwuchs, ist eine Mischung aus der heimischen Kommödie "Die Götter müssen verrückt sein" (1980) und dem australischen Klassiker "Crocodile Dundee" (1986).

Die Parallelen zwischen dem Krokodilfänger "Dundee", der aus dem tiefsten australischen Busch in die Großstadt kommt, und dem Knochenmann Bones, der sich von Kuvukiland in die südafrikanische Stadt Sun City begibt, liegen nicht nur inhaltlich auf der Hand: Sowohl "Dundee"-Darsteller Paul Hogan als auch "Mr. Bones" Leon Schuster sind in ihren Heimatländern Starkomiker.

Krasser Gegensatz von zivilisierter und steinzeitlicher Welt

So ist die Geschichte von "Mr. Bones" durchaus nicht originell: Mr. Bones kann durch Knochenwerfen die Zukunft vorhersagen und macht sich mit dieser Eigenschaft auf die Suche nach dem verloren geglaubten Sohn und Erbfolger des Königs Tsonga. Als er in Sun City auf einem renommierten Golfturnier den Profi Vince (David Ramsey) trifft, glaubt er, den Erben gefunden zu haben. Mr. Bones entführt den Sportler sehr zum Ärger des verschlagenen Golf-Managers Pudbedder (Faizon Love) nach Kuvukiland, wo das golfähnliche Gwara-Gwara Volkssport Nummer eins ist.

Anklicken zum Vergrößern

Die entstehenden komischen Situationen beruhen vor allem auf dem krassen Gegensatz von zivilisierter und steinzeitlicher Welt. Fast jede Szene des unterhaltsamen 110-Minuten-Streifens sorgt für mindestens einen Lacher. "Ich halte überhaupt nichts davon, im Kino die Zeit des Zuschauers zu verschwenden. Deshalb sorge ich dafür, dass es in jeder Szene etwas Komisches zu sehen gibt", sagt Hauptdarsteller Schuster. Recht derbe, mit reichlich Fäkalien gespickte Szenen in dem Film von Regisseur Gray Hofmeyr ("Yankee Zulu") laufen jedoch Gefahr, den Geschmack etlicher Zuschauer zu verfehlen.

Nix für anspruchsvollere Kinogänger

Die Abenteuer des naiven Mr. Bones wurden in der Rekordzeit von drei Monaten gedreht und kosteten die eher bescheidene Summe von umgerechnet vier Millionen Euro - trotz zahlreicher Szenen mit wilden Tieren und einiger recht naiv wirkender Spezialeffekte. Produzent Anant Singh glaubt an den Erfolg des Projekts vom Schwarzen Kontinent. "Der große Vorteil unseres Films ist seine klar erkennbare afrikanische Note, repräsentiert durch die malerischen Schauplätze und die exotische Tierwelt dieses wunderbaren Kontinents."

Anspruchsvollere Kinogänger dürfen neben fliegendem Elefantenmist keine geistigen Höhenflüge erwarten. Bemerkenswert ist allerdings, dass ein Film ausgerechnet einen weißen Buschmann als primitiven und wilden, aber liebenswerten Chaoten auf die post-apartheidliche Zivilgesellschaft Südafrikas treffen lässt.

Almut Cieschinger, dpa


Zum SeitenanfangZum Seitenanfang

 Suche in RZ-Online

 RZ

Web


 Was läuft im Kino? 

 Was läuft sonst? 


[?]

Zuletzt geändert am 7. August 2002 11:21 von to

» Artikel druckenDruckversion
» Artikel empfehlen
» Schriftgröße einstellen
» Impressum