[an error occurred while processing this directive]
IVWPixel Zählpixel

  Ticker    Wetter    Foto des Tages    Archiv    Übersicht 

Home     Kontakt     Site Map  

Mi 07.08.2002

 Nachrichten

   vom 07.08.02

Wieder mehr als
4 Millionen ohne Job

Kino: Thriller, Lacher und Gefühle
Stardust fängt ersten "Sternenstaub" ein
Zwölf Tote bei
El-Kaida-Überfall

Jet-Kondensstreifen verändern Temperatur
Unwetter in Europa: Notstand in Italien
Mordprozess gegen "Sado-Paar" eröffnet
Siamesische Zwillinge erfolgreich getrennt
"Früher Feierabend": Bote warf Briefe weg
Wetter: Starker Regen am Wochenende
Foto des Tages
Karikatur


 Sport



 Magazin



 Internet

[?]

Politiker zur verschlechterten Lage am Arbeitsmarkt

Schröder: Bedauerlich - Union: Sommerdesaster

Anklicken zum Vergrößern
Unions- Kanzlerkandidat Edmund Stoiber (CSU) spricht von einer "verheerenden Schlussbilanz" von Rot-Grün.

Nürnberg - Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Juli wegen der schwachen Konjunktur erneut gestiegen. Damit blieb auch sechs Wochen vor der Bundestagswahl das von der rot-grünen Koalition erhoffte Signal für eine Entspannung am Arbeitsmarkt aus.

"Die Zahlen sind nicht gut. Das kann man gar nicht bestreiten", sagte Schröder in Berlin. Die Einschätzung Gersters, der Aufschwung werde bis zum vierten Quartal auf sich warten lassen, nannte Schröder "bedauerlich, aber nicht zu ändern". Auch Arbeitsminister Walter Riester (SPD) erklärte, die Zahlen seien keine gute Nachricht, aber wenig überraschend. Die Union sprach von einem "Sommerdesaster", die FDP von einem "Abgesang" für Rot-Grün. Die Märkte zeigten sich von den Daten unbeeindruckt.

Riester: Schulabgänger und Betriebsferien

Gerster sagte in Nürnberg, die Zahlen spiegelten die konjunkturell ungünstige Lage am Arbeitsmarkt wieder. Riester sagte, der Anstieg im Juli sei alljährlich durch Schulabgänger, Betriebsferien und geringere Aufträgseingänge bedingt. Die rot-grüne Koalition hatte ursprünglich darauf gehofft, dass sich der Arbeitsmarkt noch rechtzeitig vor der Bundestagswahl im September wieder beleben werde.

Volkswirte: Noch keine Trendwende in Sicht

Nach Einschätzung von Volkswirten signalisiert der unerwartet moderate Anstieg der bereinigten Zahlen keinen Umschwung. "Man sollte die Daten nicht als Beginn einer Trendwende betrachten, weil die Arbeitslosigkeit wahrscheinlich für den Rest des Jahres weiter steigen wird", sagte Christoph Hausen von der Commerzbank. "Wenn man sich die unbereinigten Daten ansieht, die in der politischen Diskussion eine große Rolle spielen, sind wir wieder über vier Millionen, und das erwarten wir auch für August." Der derzeitigen Koalition werde dies in den Umfragen nicht helfen.

Stefan Bielmeier von der Deutschen Bank sieht den Arbeitsmarkt ebenfalls nach wie vor ohne Dynamik. "Für das gesamte Jahr bleibt der Ausblick düster. Wegen der schwachen Konjunktur wird die Gesamtzahl weiter über vier Millionen bleiben, erst im Frühjahr ist mit Besserung zu rechnen."

Stoiber: "Verheerende Schlussbilanz von Rot-Grün"

Unions-Kanzlerkandidat Edmund Stoiber (CSU) sprach von einer "verheerenden Schlussbilanz" von Rot-Grün. Die Union wolle die Arbeitslosigkeit mit Deregulierungen und einer steuerlichen Entlastung des Mittelstand bekämpfen. "Beides werden wir sofort nach der Wahl anpacken." CDU-Generalsekretär Laurenz Meyer wertete die Zahlen als "Armutszeugnis" für die Regierung. Er erneuerte die Kritik an dem Vorschlag der von der rot-grünen Bundesregierung eingesetzten Hartz-Kommission, die Arbeitslosigkeit mit einem Milliarden-Förderprogramm für die ostdeutsche Wirtschaft zu senken. Die angedachte Fördersumme von 150 Milliarden Euro sei mit Blick auf die Defizitkriterien des europäischen Stabilitätspaktes nicht neutral und unfinanzierbar, sagte Meyer. Gerster sagte, er halte die Vorschläge für sehr interessant, aber auch kompliziert.

Niebel (FDP): Vier Jahre verschenkt

FDP-Arbeitsexperte Dirk Niebel kritisierte, Rot-Grün habe in der Arbeitsmarktpolitik vier Jahre verschenkt: "Mit mehr als vier Millionen Arbeitslosen ist fast der Stand vor der Bundestagswahl 1998 erreicht." Auch der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) warf der Regierung Untätigkeit vor: "Wir geben uns zufrieden, abhängig zu sein davon, was in Amerika und Asien passiert, ohne zu überlegen, was wir hier selbst tun könnten", sagte BDI-Geschäftsführer Ludolf von Wartenberg.

Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt kritisierte, die Regierung habe die Rahmenbedingung für die Schaffung von Arbeitsplätzen in den vergangenen Jahren kontinuierlich verschlechtert: "Der deutsche Arbeitsmarkt leidet massiv unter der Überregulierung des Arbeitsrechtes, den hohen hohen sozialstaatlichen Zwangsabgaben und versorgungsstaatlichen Fehlanreizen."

Reuters

[?]
Zum SeitenanfangZum Seitenanfang

 Suche in RZ-Online

 RZ

Web


[an error occurred while processing this directive]


[an error occurred while processing this directive]

Bundestagswahl


Fußball-Bundesliga




Zuletzt geändert am 7. August 2002 13:38 von aj

» Artikel druckenDruckversion
» Artikel empfehlen
» Schriftgröße einstellen
» Impressum