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US-Studie bei Flugverbot nach dem 11. September:

Jet-Kondensstreifen verändern die Temperatur

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New York/London - Die Kondensstreifen von Flugzeugen in der Atmosphäre haben deutliche Auswirkungen auf die Temperaturen am Boden. Das haben US-Forscher anhand einer "einmaligen Gelegenheit" gemessen, dem dreitägigen Flugverbot nach den Anschlägen am 11. September 2001 in den USA.

Kondensstreifen verringern den Bereich zwischen der Tageshöchsttemperatur und dem nächtlichen Tiefstwert im Durchschnitt um mehr als ein Grad Celsius. Ihre Ergebnisse präsentieren David Travis und Kollegen von der Universität von Wisconsin in Whitewater in der Zeitschrift "Nature" (Bd. 418, S. 601) vom Donnerstag.

Bildung von Federwolken gefördert

In US-Regionen mit besonders hohem Flugaufkommen wie der Ost- und der Westküste betrug der Wert sogar fast das Doppelte. Ein Grund seien die Federwolken (Zirruswolken), deren Bildung durch Kondensstreifen gefördert wird.

"Für die meisten Ökosysteme nicht gesund"

Der mildere Unterschied zwischen Höchst- und Tiefsttemperatur trage zwar zum menschlichen Wohlbefinden bei und helfe, an Heizung und Luftkühlung zu sparen, sagte Travis in New York. "Doch für die meisten Ökosysteme ist der Trend nicht gesund. Ganz gleich ob im Tier- oder Pflanzenbereich sind fast alle Arten auf bestimmte Temperaturdifferenzen zwischen Tag und Nacht eingestellt. Wenn diese schwinden, leiden vor allem die schwächeren Arten", sagte Travis. Darüber hinaus zeige sich einmal mehr, wie kompliziert und vielschichtig das Problem der globalen Erwärmung sei.

Die Forscher nutzten den dreitägigen Stopp des Flugverkehrs nach den Terroranschlägen vom 11. September, um die Temperaturen in den USA ohne Einfluss von Kondensstreifen ermitteln zu können. Das Ergebnis verglichen sie mit den Werten der jeweils dreitägigen Abschnitte unmittelbar vor und nach dem Flugverbot (8. bis 11. September und 14. bis 17. September). Zudem bezogen sie Temperaturdaten von jedem dieser Tage in allen 30 Jahren zuvor in die Studie ein.

Genau 1,1 Grad Unterschied

Die um genau 1,1 Grad Celsius verringerte Differenz zwischen Höchst- und Tiefstwert nennen Travis und Kollegen "gering, aber bemerkenswert". Dass sich die Kondensstreifen von Fliegern unter bestimmten atmosphärischen Bedingungen zu Zirrus ähnlichen Wolken verwandeln, ist schon länger bekannt. Diese Federwolken gleichen nach den Worten der Forscher einer Isolierschicht. Sie reflektieren die Wärme der Sonne, lassen aber auch die Wärme der Erde nicht nach oben entweichen.

dpa - Archivfoto: AP


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Zuletzt geändert am 7. August 2002 12:16 von aj

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