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Bayern glauben fest an den Titel - Selbstbewusst nach Gladbach

Ballack will kein Chef sein

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Im Blickpunkt: Michael Ballack soll seinen Teil zum Titelgewinn der Bayern beitragen.

München - Michael Ballack wehrt sich vor seinem Debüt beim FC Bayern München in der Fußball-Bundesliga gegen die ihm zugedachte Chefrolle. Den besonderen Druck beim deutschen Rekordmeister hat der Nationalspieler hingegen schon akzeptiert.

"Ich habe immer gesagt, dass wir mit dieser Mannschaft Meister werden müssen", sagte Ballack nach dem Training. Auch Trainer Ottmar Hitzfeld ist sich der Bürde nach der verkorksten letzten Spielzeit bewusst: "In dieser Saison muss der FC Bayern deutscher Meister werden.",

Fehlstart unbedingt vermeiden

Zwei Tage vor dem Saisonbeginn am Samstag (15.30 Uhr) bei Borussia Mönchengladbach geben sich die Münchner enorm selbstbewusst, sind aber auch bemüht, die Konzentration voll und ganz auf den Liga- Auftakt zu richten. Unbedingt soll ein Fehlstart wie beim 0:1 im Vorjahr gegen den gleichen Gegner vermieden werden. Vor der Pflichtaufgabe beim Bundesliga-Klassiker auf dem Bökelberg haben die Münchner derweil auch schon das Hinspiel in der Qualifikation zur Champions League am kommenden Mittwoch bei Partizan Belgrad im Hinterkopf. "Wir sind gewarnt, aber wir sind auch vorbereitet. Das wird kein einfaches Spiel", sagte Trainer Ottmar Hitzfeld vor dem für Finanzen wie Prestige ungemein wichtigen Duell gegen den jugoslawischen Meister.

Rummenigge denkt schon an die Champions League

Auch bei Karl-Heinz Rummenigge gehen die Gedanken schon in Richtung Belgrad: "Wir dürfen uns da gar nichts erlauben. Die Champions League ist wichtiger als alles andere", sagte der Vorsitzende der FC-Bayern-AG. Schon im Hinspiel will Hitzfeld den Grundstein für das Erreichen der ersten Hauptrunde in Europas Fußball-Königsklasse legen. An ein Ausscheiden und die damit verbundene "Degradierung" in den UEFA-Pokal soll kein Gedanke verschwendet werden. "Wir müssen uns da durchsetzen", ist sich Ballack sicher, dass nach dem Rückspiel am 27. August im heimischen Olympiastadion das Ziel erreicht ist.

Ballack will nicht mit Effenberg verglichen werden

Zunächst freut sich der neue Spielgestalter aber auf den Ligastart. "Die Vorbereitung war kurz, aber es ist gut, dass es wieder los geht. Die Bundesliga ist immer etwas ganz besonderes", sagte der Ex-Leverkusener. Eher verwundert reagierte der gebürtige Sachse auf die ihm bei den Bayern schon vor seinem ersten Spiel zugedachte Führungsrolle. "Ich habe mich nie als Chef bezeichnet. Davon reden nur andere. Ich spiele mein Spiel", reagierte Ballack auf die immer wieder angestellten Vergleiche mit dem beim FC Bayern zum Ende der letzten Saison ausgemusterten Stefan Effenberg. "Ich bin 25 Jahre und kann noch viel lernen", sieht er sich - mit einer Portion "Understatement" - sogar noch in der "Schüler-Rolle".

Forsche Töne von Linke und Hargreaves

Wie Hitzfeld ist sich auch der neue Spielgestalter aber darüber im Klaren, dass es sowohl gegen Mönchengladbach als auch gegen Belgrad nur einen Sieger geben kann. "Wir sind klarer Favorit. Als FC Bayern müssen wir den Anspruch haben, als Sieger vom Platz zu gehen", zeigt Ballack nach gut zwei Wochen Training bei den Münchnern schon das für die Bayern typische Selbstvertrauen. Allerdings will er jede Form der Überheblichkeit vermeiden. "Die Meisterschaft wird ein knappes Rennen. Dortmund und Leverkusen sind nicht zu unterschätzen", sagte der WM-Star. Seine Kollegen sind da weniger vorsichtig. Hasan Salihamidzic redet offen vom Titelgewinn. Thomas Linke und Owen Hargreaves gehen noch einen Schritt weiter: "Wir wollen das Triple", erklärten der deutsche und der englische WM-Teilnehmer.

Von Arne Richter, dpa - Foto: dpa

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Zuletzt geändert am 8. August 2002 16:14 von sab

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