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Do 08.08.2002
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| Es reichte nicht ganz: Grit Breuer musste sich nur der Russin Olesja Zygina geschlagen geben. |
Breuer: "Das war einfach geil"
Im erst dritten Rennen der Saison gelang Titelverteidigerin Grit Breuer über 400 m in der deutschen Jahresbestzeit von 50,70 Sekunden der überraschende Vorstoß auf Platz zwei. "Durch das Publikum habe ich die Silbermedaille gewonnen. Das war einfach geil. Das Publikum kann ein Stück von meiner Medaille abbekommen", dankte die zweifache Europameisterin Grit Breuer den Zuschauern. Schneller als sie war nur die Russin Olesja Zygina in 50,45 Sekunden. Platz drei ging an die Britin Lee McConnell (51,02). Heike Meißner gewann unerwartet Silber über 400 m Hürden in 55,89 Sekunden.
Fotofinish über 1500 Meter der Männer
Für Konfusion sorgte das Fotofinish zwischen dem Franzosen Mehdi Baala und dem spanischen Titelverteidiger Reyes Estevez über 1500 m. Erst nach rund zehnminütiger Auswertung des Zielfilms wurde der Franzose in 3:45,25 Minuten dank eines Wimpernschlag-Vorsprungs von 2/1000 Sekunden auf Platz eins gesetzt. Platz drei belegte der Portugiese Rui Costa in 3:45,43 Minuten. Zuvor ging Robert Korzeniowski als Dominator der Straße endgültig in die Geschichte ein. Der dreifache Olympiasieger aus Polen verteidigte am Donnerstag über 50 km seinen Titel in der Weltbestzeit von 3:36:39 Stunden.
Nach dem Zieldurchlauf fiel Vize-Weltmeister Ingo Schultz erst seiner Freundin Antje Buschschulte, Schwimm-Europameisterin mit der Lagenstaffel, in die Arme und holte sich seinen Siegerkuss ab. Erst dann trabte der 27-jährige Oberleutnant genüsslich auf die Ehrenrunde. "Das Publikum hat mich so getragen, als die Beine schwer wurden", lobte er die Zuschauer. Sie hatten ihn vor dem Spanier David Canal (45,24) und dem Briten Daniel Caines (45,28) förmlich ins Ziel geschrien. Aus den Händen des deutschen Verbandspräsidenten Clemens Prokop bekam Schultz um 21.20 Uhr die Goldmedaille umgehängt.
Meissner konnte ihr Glück kaum fassen
Heike Meißner konnte ihr Glück kaum fassen. "Ich bin überglücklich. Insgeheim wollte ich eine Medaille. Nun bin ich froh", sagte die Lehrerin nach Platz zwei hinter Titelverteidigerin Ionela Tirlea (Rumänien/54,95) und vor Anna Olichwierchuk (Polen/56,18). Den Titel über 800 m gewann die Slowenin Jolanda Ceplak in 1:57,65 Minuten vor Mayte Martinez (Spanien/1:58,86) und der Britin Kelly Holmes (1:59,83). Claudia Gesell (Leverkusen) wurde Fünfte in 2:00,51 Minuten, die Magdeburgerin Ivonne Teichmann Siebte in 2:00,87 Minuten.
Von Martin Kloth und Peter Juny, dpa - Fotos: dpa
Zuletzt geändert am 8. August 2002 22:04 von sab
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