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Streit mit DFL: Keine Bundesligabilder von Nachrichtenagenturen

Grauflächen statt bunter Fotos

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Agentur-Fotografen vor verschlossenen Türen: Die DFL untersagt derzeit die zeitnahe Übertragung von Fotos und schränkt dadurch vor allem die Arbeit von Internet-Anbietern massiv ein.

Hamburg - Zum ersten Mal seit Bestehen der Bundesliga sind am Montag alle deutschen Zeitungen ohne Fußball-Fotos der großen Nachrichtenagenturen erschienen. Grund dafür ist die Auseinandersetzung zwischen den Agenturen - darunter auch die dpa - und der Deutschen Fußball-Liga (DFL) um die Verwertung der Bilder im Internet.

Den Fotografen der Agenturen war am Wochenende zum Auftakt der Bundesliga der Zutritt zu den Stadien verweigert worden, weil sie eine von der DFL verlangte Vereinbarung nicht unterschrieben hatten. Der Entscheidung der Agenturen liegen verschiedene juristische Gutachten zu Grunde.

Rechte angeblich an KirchMedia verkauft

Die DFL will für die Bundesligavereine durchsetzen, dass die Agenturen während der Spielzeit keine Fotos aus dem Stadion und vom Spiel zur Publikation und Weiterverwertung im Internet senden. Angeblich hat die DFL die Rechte für 15 Millionen Euro an KirchMedia abgetreten. Jedenfalls verweist die DFL die Nachrichtenagenturen im Streit um die zeitnahe Nutzung von Fotos im Internet an das Münchner Unternehmen. Die Nachrichtenagenturen sehen ihr Recht auf Bild-Berichterstattung in nicht hinnehmbarer Weise eingeschränkt. Sie befürchten wie andere Medien auch, dass in einer weiteren Entwicklung auch die Wort- Berichterstattung reglementiert werden könnte. Zudem verweisen sie darauf, dass der Schritt der DFL zu einer Zeit kam, zu der die Parteien nach einer Lösung auf dem Verhandlungswege suchten.

Zeitungen erklärten sich solidarisch

Eine Reihe von Zeitungen erklärte sich am Montag mit den Forderungen der Agenturen solidarisch: An Stelle der üblichen Bundesliga-Fotos machten sie ihre Leser mit grauen Rasterflächen ("Hanauer Anzeiger") oder weißen Flächen ("Thüringische Landeszeitung"/Weimar) auf das Vorgehen der DFL aufmerksam.

Die Agenturen wollen so schnell wie möglich eine Klärung des Streites mit der DFL herbei führen, um ihre Kunden wieder zeitgerecht mit Fotos versorgen zu können. Die Agenturfotografen werden auch bei der nächsten Bundesliga-Begegnung an diesem Mittwoch zwischen 1860 München und Hansa Rostock versuchen, aus dem Stadion zu berichten.

dpa - Foto: AP

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Zuletzt geändert am 12. August 2002 17:48 von sab

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