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Do 22.08.2002
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Deutsche Basketballer mit Zuversicht zur WM - Keine Live-Bilder im TVNowitzkis Traum vom HalbfinaleDortmund - Mit einer großen Portion Zuversicht, aber auch viel Unverständnis über die TV-Ignoranz sind die deutschen Basketballer in ihr drittes WM-Abenteuer gestartet.
Nach der letzten Show in der Heimat mit Superstar Dirk Nowitzki, der 9000 Zuschauer in der Dortmunder Westfalenhalle beim vorletzten Testspiel gegen Griechenland mit 27 Punkten begeisterte, läuft der Countdown für die DBB-Auswahl, die eine Woche vor dem WM-Start in Portland/USA die Vorbereitung aufnimmt. "Wir müssen uns vor niemandem verstecken. Ein Platz unter den ersten acht Teams ist realistisch, das Halbfinale wäre eine Riesensache", meinte NBA-Profi Nowitzki nach der 87:94-Niederlage. Generalprobe gegen Gastgeber USA Zwar lief der Test gegen die Griechen nach dem anstrengenden Supercup-Wochenende noch nicht rund, doch Bundestrainer Henrik Dettmann lieferte die Begründung gleich mit. "Für mich war wichtig, dass alle gesund bleiben und jeder zu Einsatzzeiten kommt. Da kann man den Rhythmus natürlich nicht halten", meinte der Finne, der mit seinem Team am Sonntag das letzte Testspiel gegen Gastgeber USA bestreitet, bevor ab 29. August die Vorrundenspiele gegen China, die USA und Algerien beginnen. "Wir spielen noch nicht unseren besten Basketball, aber wir haben eine Woche Zeit, um daran zu arbeiten. Außerdem haben wir bei der EM gezeigt, dass wir die besten Mannschaften schlagen können", meinte Nowitzki. Keine Einigung zwischen TV-Sendern und Rechteinhaber Anders als bei der EM in der Türkei müssen die deutschen Basketball-Fans auf Live-Bilder von den Titelkämpfen in Indianapolis verzichten. "Diese Entwicklung ist für den Sport tödlich", sagte DBB- Präsident Roland Geggus, nachdem die öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten keine Einigung mit dem Rechteinhaber Sport five erzielen konnten. "Das ist ein Skandal, schließlich wollen wir Basketball als Sportart Nummer zwei in Deutschland etablieren", meinte auch Nowitzki. Bei der EM vor einem Jahr hatte der Spartensender DSF mit seinen Live-Übertragungen großen Erfolg und hohe Einschaltquoten. Geggus: "Ich weiß nicht, welche Vorleistungen wir noch bringen müssen." DBB-Präsident Geggus: "Riesengroßer Schaden" Der DBB-Präsident betonte, dass Deutschland das einzige Teilnehmerland sei, in dem keine TV-Übertragungen von dem Turnier zu sehen sein werden. "Nach Informationen des internationalen Verbandes wird die WM in 120 Ländern übertragen", sagte Geggus, der sich mit Unterschriftenaktionen und Briefen an die Intendanten der Fernsehanstalten und Ministerpräsidenten der Olympia-Bewerberländer für ein Umdenken eingesetzt hat: "Es geht um die Übertragung eines der größten Sportereignisse der Welt. Das ist doch auch im Hinblick auf die Olympia-Bewerbung 2012 ein riesengroßer Schaden." Wie groß das Interesse in Deutschland an der aufstrebenden Sportart mit ihrem Vorzeige-Profi Nowitzki ist, beweisen auch die Zuschauerzahlen beim Supercup in Braunschweig und am Mittwochabend in Dortmund. 16 000 Besucher kamen am vergangenen Wochenende zum Vierländer-Turnier, fast 10 000 wollten Nowitzki und Co. in der Westfalenhalle sehen. "Und die Nachfrage ist viel größer als man denkt", so der DBB-Chef. Von Morten Ritter, dpa - Foto: dpa |
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Zuletzt geändert am 22. August 2002 12:35 von sab |
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