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Do 22.08.2002
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Archivbild einer Twin- Otter der "Royal Nepal Airlines": Eine Maschine diesen Typs der Fluggesellschaft "Shangri La" ist am Annapurna-Massiv abgestürzt. |
"Überall liegen verkohlte Leichen", sagte der Reporter Dhurba Panti nach Erreichen der Absturzstelle in der Nähe des Dorfes Dopahar, fünf Kilometer südöstlich des Zielflughafens Pokhara. "Es regnet immer noch, was die Bergungsarbeiten schwierig macht." Dennoch konnten bis zum Abend alle 18 Todesopfer geborgen werden. Sie wurden in einem Transportflugzeug der nepalesischen Luftwaffe in die Hauptstadt Kathmandu übergeführt.
Schwierige Flugstrecke
Das Flugzeug kam aus Jomson, einem beliebten Ausgangspunkt für Bergtouren, der auch für seine Hindu-Stätten bekannt ist. Ziel war Pokhara, etwa 170 Kilometer westlich von der Hauptstadt Kathmandu. An Bord waren neben den 13 Deutschen ein Amerikaner, ein Brite und die dreiköpfige Besatzung aus Nepal. Die Flugstrecke gilt als extrem schwierig, weil sie über eine tiefe Schlucht zwischen den Bergen Annapurna und Dhaulagiri führt.
Reisegruppe aus sieben Männern und sechs Frauen
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| Die Leichen wurden in einem Transportflugzeug der nepalesischen Luftwaffe in die Hauptstadt Kathmandu übergeführt. |
Bei den verunglückten Deutschen handelt es sich vermutlich um eine Reisegruppe des Münchener Unternehmens Hauser Exkursionen. Nach Angaben des Auswärtigen Amts in Berlin bestand die Gruppe aus sieben Männern und sechs Frauen im Alter von 35 bis 58 Jahren. Jeweils fünf Urlauber kamen aus Bayern und Baden-Württemberg, zwei aus Berlin und einer aus Nordrhein-Westfalen. Die Touristen waren auf der Heimreise von einer Trekkingtour durch Mustang. Das kleine Königreich gehört zu Nepal und liegt auf dem tibetischen Plateau. Die Deutschen sollten an diesem Freitag nach Hause zurückkehren.
Zur Mitwirkung an den Bergungsarbeiten reiste eine Mitarbeiterin der deutschen Botschaft in Kathmandu an den 200 Kilometer westlich gelegenen Unfallort. Auch Experten der Bundesanstalt für Flugunfalluntersuchung sollten nach Nepal fliegen. Der britische Konsul in Kathmandu, John Crick, flog ebenfalls an die Absturzstelle.
Schlechtes Wetter als mögliche Unglücksursache
Nepal wird seit Tagen von schweren Monsunregen heimgesucht, die zu Überschwemmungen und Erdrutschen geführt haben. Dabei kamen bisher rund 500 Menschen ums Leben. |
Das abgestürzte Flugzeug gehörte der privaten Fluggesellschaft Schangri-La Air. Nach ihren Angaben verlor die Flugsicherung gegen 10.00 Uhr (06.15 Uhr MESZ) den Kontakt mit der Maschine. Der britische Diplomat Andrew Mitchell sprach von schwierigen Flugbedingungen auf Grund der Kombination von Wetter und dem bergigen Terrain. Schangri-La Air habe aber bisher keine schlechte Sicherheitsbilanz vorzuweisen.
Nepal wird seit Tagen von schweren Monsunregen heimgesucht, die zu Überschwemmungen und Erdrutschen geführt haben. Dabei kamen bisher rund 500 Menschen ums Leben. Wegen schlechter Sichtverhältnisse konnten Rettungshubschrauber der Armee deswegen nicht von Kathmandu aus starten und dringend benötigte Decken, Lebensmittel und Medikamente in die Katastrophengebiete bringen.
AP, dpa - Fotos: Archiv, AP
[?]Zuletzt geändert am 22. August 2002 20:44 von aj
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