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Berufsstand "erheblichen Schaden zugefügt":

PR-Rat rügt Moritz Hunzinger

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PR- Unternehmer Hunzinger sagte, die Rüge sei ihm und seiner Belegschaft "egal".

Frankfurt/Main - Der Deutsche Rat für Public Relations (DRPR) hat den wegen seiner Geschäftsbeziehungen zu Politikern umstrittenen PR-Unternehmer Moritz Hunzinger gerügt.

Hunzinger habe dem Ansehen des Berufsstandes erheblichen Schaden zugefügt, hieß es in einer am Donnerstag veröffentlichten Erklärung. Die Entscheidung auf der Ratssitzung am Vorabend in Frankfurt am Main sei einstimmig gefallen. Hunzinger, der sich geweigert hatte, an der Sitzung teilzunehmen, erklärte, die Rüge berühre ihn nicht.

Auschluss möglich

Auf Nachfrage sagte der Ratsvorsitzende Horst Avenarius, dass ein Ausschluss der Hunzinger PR aus dem Berufsverband DPRG nicht ausgeschlossen sei. Eine Entscheidung darüber sei aber erst in einem Vierteljahr zu erwarten. In der Erklärung des PR-Rates heißt es zu Hunzinger: "Er hat durch sein Handeln, insbesondere durch solche Geldzuwendungen, die Politiker in Konflikte mit ihren öffentlichen Ämtern gebracht haben, in der Öffentlichkeit den Eindruck erweckt, dies sei übliche PR-Praxis." Durch seine anschließenden öffentlichen Äußerungen habe Hunzinger nicht dazu beigetragen, diesen Eindruck zu entkräften.

Hunzinger war im Juli wegen seiner Geschäftsbeziehungen zu Politikern in Gerede gekommen. Nachdem ans Licht gekommen war, dass der Frankfurter Unternehmer unter anderem über ein umfangreiches Konto von Verteidigungsminister Rudolf Scharping verfügt habe, musste der Minister am 18. Juli seinen Stuhl räumen. Auch der Grünen-Bundestagsabgeordnete Cem Özdemir trat kurz darauf zurück - er hatte von dem PR-Berater einen Kredit von zinsverbilligten 80.000 Mark angenommen.

Hunzinger: "Pharisäerhafter, institutionalisierter Konkurrenzneid"

Hunzinger sagte, die Entscheidung berühre ihn nicht. Im Zusammenhang mit dem PR-Rat sprach er von "pharisäerhaftem, institutionalisierten Konkurrenzneid". Ihn zu einer Ratssitzung am 11. September "vorzuladen", sei geschmacklos, kritisierte er. Er habe am Abend des Jahrestages der Terroranschläge in den USA mit amerikanischen Freunden zu Abend gegessen, erklärte er. Im übrigen verwies er auf die Internet-Site seines Unternehmens, wo sein Schriftverkehr mit Avenarius veröffentlicht sei. Auf die Aufforderung des Ratschefs, während der Sitzung wenigstens für etwaige Nachfragen erreichbar zu sein, hatte Hunzinger demnach geantwortet. "Es reicht aus, mir gelegentlich einen Brief zu schreiben". Im Hessischen Rundfunk sagte Hunzinger am Donnerstagmorgen, die Rüge sei ihm und seiner Belegschaft "egal".

Nicht abschließend beraten

Der Rat erklärte, dass man über weitere Verdachtsmomente nicht abschließend beraten könne, "da unter anderem Herr Hunzinger dazu noch nicht befragt werden konnte". Das Gremium, das sich als Kontrollinstanz zwischen dem Berufsverband DPRG und dem Wirtschaftsverband GPRA versteht, berief sich in seiner Entscheidung auf den so genannten Kodex von Lissabon, der Verhaltensgrundsätze in der Branche europaweit regelt. Darin sei unter anderem festgelegt, dass PR-Fachleute bei möglichen Interessenkonflikten gehalten sind, ihre Auftraggeber umgehend darüber zu informieren.

AP - Archivfoto: AP


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Zuletzt geändert am 12. September 2002 11:38 von aj

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