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PC-Notdienste lohnen nur in Extremfällen:

Schneller Rat ist teuer

Pannenhilfe für PCs - Wenn die Hardware Probleme macht, ist der Vorort- Service besonders teuer.

Berlin/Ulm - Jeder Computernutzer hat es schon erlebt: Der Bildschirm wird plötzlich blau und in kantiger Pixelschrift leuchtet es in weißen Lettern: "Schwerer Ausnahmefehler!"

Wenn einmal wieder Modul xy.dll den Dienst verweigert, die Festplatte hakt oder die Sound- mit der Netzwerkkarte einen Konflikt austrägt, kann guter Rat teuer werden. Denn wenn die Zeit drängt, hilft meist nur noch ein professioneller Notdienst.

Richtig teuer wird es bei Hardware-Reperaturen

Auf die kostenpflichtigen Telefonhotlines der Hersteller sollte in der Not eher nicht gesetzt werden, sagt Simone Vintz, Projektleiterin bei der Stiftung Warentest in Berlin. "Die Qualität der Hotlines war schon immer miserabel." Die Stiftung hatte im April diesen Jahres den Hotlines von insgesamt 13 Notebookherstellern und -händlern auf den Zahn gefühlt: Den vier besten Unternehmen gaben die Prüfer in der Zeitschrift "Test" (Ausgabe 4/2002) ein "ausreichend", der Rest schnitt mit "mangelhaft" ab. Aber auch der Anruf bei einem PC-Notdienst lohnt sich Vintz zufolge nur in einer Stresssituation.

"Je neuer der Computer und je softwarelastiger das Problem, desto eher rechnet es sich, uns zu rufen", sagt Alexander Kornegger, Vorstandschef des PC-Vor-Ort-Dienstes home jumper in Ulm. Wer die Dienste des Unternehmens in Anspruch nehmen möchte, muss wochentags zwischen 8.00 und 20.00 Uhr 55 Euro pro Stunde auf den Tisch legen. Die Mindesteinsatzdauer beträgt eine Stunde. Ist der Computer Teil eines Netzwerkes oder wünscht der Kunde einen Sofort-Service - einen Hausbesuch innerhalb von vier Stunden - wird es entsprechend teurer. Hinzu kommen schließlich noch die Anfahrtsgebühren. Besonders kostspielig wird es, wenn die Hardware betroffen ist: Bei 300 Euro lägen die Durchschnittskosten, wenn eine Reparatur notwendig wird, so Kornegger.

Beim Garantiefall immer an den Händler wenden

Solange die zweijährige Gewährleistungsfrist noch nicht abgelaufen ist, sollten sich Computernutzer als erstes an ihren Händler wenden, rät Jürgen Schröder, Jurist bei der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf. Wenn der Hersteller das Problem zu verantworten hat, müsse er bis zu zwei Jahre nach dem Kauf auch für die Fehlerbehebung gerade stehen.

"Der Verkäufer ist dabei mein Ansprechpartner, nicht der Hersteller", sagt Schröder. Gute Karten habe etwa, wer den PC als Komplettsystem gekauft und nie aufgeschraubt und aufgerüstet hat. Anspruch auf schnelle Hilfe besteht allerdings nicht, und ein kostenloses Ersatzgerät gibt es auch erst frühestens nach zwei bis drei Wochen: "Man muss dem Händler auch Zeit geben, den Fehler zu beheben."

Zu große Hektik entlarvt unseriöse Hilfsdienste

Verweigert dagegen das selbst eingebaute DVD-Laufwerk aus unerfindlichen Gründen den Dienst, obwohl der heimische Computer den geforderten Mindestanforderungen genügt, ist die Lage anders: "Da hat man als Verbraucher schlechte Karten", sagt Schröder. Problematisch sei es, zu beweisen, dass ein Geräte- und kein Einbaufehler vorliegt, für den der Händler nicht haften muss.

Wer entnervt zum Hörer greift und Hilfe ruft, sollte nach Ansicht von Simone Vintz das Problem möglichst präzise beschreiben. Angesichts des großen Angebots an Nothelfern - vom bundesweit operierenden Unternehmen bis zum studentischen Bastler an der Ecke - empfiehlt sie, am Telefon auch nach der Qualifikation des Helfers zu fragen. Ein Zeichen für Seriosität sei es auch, wenn der Helfer nicht sofort alles stehen und liegen lasse und eine Terminplanung habe. "Wenn ich frage, was das kostet, muss der Notdienst mir den Endpreis nennen", erklärt Verbraucherschützer Schröder.

Arnd Petry, dpa - Foto: Elke Wentker/dpa/gms


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Zuletzt geändert am 16. September 2002 15:45 von mwege

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