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Letztmals mit Zwischenrunde - Deutsches Trio kämpft um vierten Startplatz

Anpfiff für ein Auslauf-Modell

Anpfiff für ein Auslauf-Modell: Obwohl die Reform der Champions League beschlossen und verkündet ist, müssen Europas beste Fußball-Teams vom (morgigen) Dienstag an noch einmal im alten und ausufernden Modus ihren Cup-Gewinner ermitteln.

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FC Bayern will noch einmal Kasse machen: Olli Kahn muss gut sein Tor verteidigen

Die von der Europäischen Fußball-Union (UEFA) im Juli verabschiedete Komprimierung, in der die Zwischenrunde durch das Achtelfinale ersetzt wird, tritt erst ab der Saison 2003/04 in Kraft. In dieser Runde stehen die 32 Endrunden-Starter daher zum letzten Mal vor einem Mammutprogramm von insgesamt 157 Partien bis zum Finale. 17 Spiele muss derjenige bestehen, der sich am 28. Mai im Old-Trafford-Stadion in Manchester als König der "Königsklasse" feiern lassen will.

Bald Utopie: Preisgelder von über 30 Millionen Euro

Allerdings winken auch zum wohl letzten Mal für lange Zeit Rekord- Verdienste. Die TV-Verträge, durch die die UEFA jährlich mehr als eine halbe Milliarde Euro an die Clubs ausschüttete, laufen nach dieser Spielzeit aus. Die neuen Kontrakte werden angesichts der konjunkturellen Lage längst nicht mehr die zuletzt erzielten Summen garantieren. Die deutschen Sender RTL und Premiere, wegen der Einwohnerzahl und Wirtschaftskraft Deutschlands wesentliche Verhandlungspartner, kündigten schon an, dass sie gewaltige Abstriche um bis zu 50 Prozent vornehmen wollen. Preisgelder von über 30 Millionen Euro, wie sie der FC Bayern München und Bayer 04 Leverkusen in der vergangenen Saison noch kassierten, werden dann zur Utopie.

Die Vereine wollen noch einmal Kasse machen

Kein Wunder, dass die früheren Champions-League-Gewinner FC Bayern (2001), Borussia Dortmund (1997) und Vorjahresfinalist Leverkusen noch einmal große Kasse machen wollen. Rund 2,75 Millionen Euro hat jeder Teilnehmer schon sicher, jeder Sieg bis zum Viertelfinale bringt weitere 307 000 Euro in die Kasse. Jeder Punkt wird mit immerhin noch 153 500 Euro honoriert. 2,45 Millionen Euro erhalten die Viertelfinalisten, weitere 3,07 Millionen Euro die Halbfinal- Teilnehmer. Der Cup-Sieger kassiert dazu noch mal rund 6,14 Millionen Euro, der unterlegene Finalist immerhin noch 3,68 Millionen Euro.

Für das deutsche Trio geht es nicht nur um finanziellen Eigennutz, sondern auch um den vierten Startplatz in der Königsklasse, den das deutsche Fußball-Oberhaus vor einem Jahr an die Premier League verloren hat. Zwar sind die Engländer wie auch Spanien in der Fünf- Jahres-Wertung der UEFA weiterhin in unerreichbarer Ferne für die an vierter Stelle stehende DFB-Vertretung. Dafür aber ist Italien, das auf Platz drei noch vier Startplätze hat, in Reichweite gerückt.

Völler sieht Bayern im Finale

"Ich bin fest davon überzeugt, dass unsere deutschen Gruppengegner beide Gruppenphasen überstehen", prophezeit DFB-Teamchef Rudi Völler dem Trio den kollektiven Viertelfinal-Einzug, "und ich hoffe, dass einer von ihnen auch im Finale wieder dabei sein wird." Am ehesten dürften die Bayern Völlers hohe Erwartungshaltung erfüllen können. Neben Manchester United, das seit 1996 stets mindestens die Runde der Top-Acht erreicht hat, trauen Trainerkollegen wie Jupp Heynckes, Otto Rehhagel oder Dino Zoff nur noch dem Personal von Ottmar Hitzfeld zu, den Top-Favoriten Real Madrid stoppen zu können. "Dieses Trio hat die nötige Erfahrung und die größte Qualität", glaubt Heynckes.

Star-Ensemble von Real Madrid ist das Maß aller Dinge

Das Maß aller Dinge aber bleibt das Star-Ensemble von Real Madrid. Mit der Verpflichtung von Brasiliens Superstar Ronaldo, der im Auftaktspiel am Dienstag bei AS Rom wegen Trainingsrückstands jedoch nicht einmal auf der Tribüne sitzen wird, hat der Club zum 100. Geburtstag seine "königliche" Weltauswahl komplettiert. Doch die europäische Vereinsmeisterschaft hat beim "weißen Ballett" diesmal nicht die Priorität: Der nationale Titel, im Vorjahr knapp verpasst, ist Pflicht; der zuletzt 1998 gewonnene Weltpokal ist zweites Ziel.

Davon kann der Rest der Champions-League-Starter nur träumen, für drei Teams erfüllte sich schon mit Erreichen der Endrunde ein Traum: Mit Belgiens Meister RC Genk, dem Schweizer Titelträger FC Basel und Maccabi Haifa, dem ersten Club aus Israel in der Meister-Liga überhaupt, stehen drei Debütanten im 32er-Feld aus 13 Ländern.

Von Oliver Hartmann, dpa


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Zuletzt geändert am 16. September 2002 15:55 von tea

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