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Tragbar und doch ungewöhnlich: Der Geist der London Fashion Week

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Ein bunter Vogel: Naomi Campbell in einer Kreation von Julian Macdonald

Exotik & Sex-Appeal

London - Die London Fashion Week, geplagt von Minderwertigkeitskomplexen, hat es diesmal an Glamour nicht fehlen lassen. Zu den Höhepunkten der am Dienstag zu Ende gegangenen Modenschau gehörte die Präsentation des Walisers Julian Macdonald unter den Kronleuchtern des Grosvenor-Luxushotels vor mehr als tausend Zuschauern. Top-Model Naomi Campbell eröffnete den Reigen.

Macdonald übte keine Zurückhaltung: Er zeigte Kleider mit Federn, Nieten, Pailletten, Strass und Fransen; die Röcke waren entweder lang oder ultra-kurz, die Hals- und Rückenausschnitte enorm tief. Ob rote Nietenlederhosen und -jacken oder goldene und silberne Kleider, die allgemein im Trend liegen: Einfach alles bei Macdonald ist bombastisch, bunt und auffallend.

Zu den besonders überlaufenen Vorführungen zählte die erste Kollektion des neuen Labels Gibo. Die junge Designerin Julie Verhoeven ist eine von Englands bekanntesten Modezeichnerinnen und hatte eine so erfolgreiche Tasche für Louis Vuitton entworfen, dass man ihr danach eine ganze Modekollektion anvertraute. Verhoeven zeigte jedoch nur Kreationen, die man in anderen Saisons schon einmal besser gesehen hatte. Ihr Thema waren vor allem in bunten Comic- Farben bedruckte Stoffe. Solche Stoffdrucke in allen Varianten, von strengen grafischen Prints bis zu weichen Blumenmustern, erwiesen sich als einer der stärksten Trends dieser Fashion Week.

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Jung und dynamisch: Mode von French Frost

Mädchenhafte Kleider mit Sex-Appeal

Völlig überraschend zeigte das Traditionslabel Pringle eine extravagante Schau, die deutlich von der Damenmode der 50er Jahre, einem weiteren starken Trend, beeinflusst war. Tellerröcke und Petticoats, enge Pullover und Trenchcoats waren zu sehen, das Pringle-typische Rautenmuster tauchte als Leitmotiv auf, Unmengen von Knöpfen säumten Jacken und Pullover. Das 1815 gegründete Label, das 1933 mit Kaschmir-Pullovern Furore zu machen begann, erlebte in den 90er Jahren einen Niedergang. Seitdem die Firma von einem Strickwaren-Konzern aus Hongkong aufgekauft worden ist, hat sie jedoch wieder Rückenwind und ist im Begriff, ausgesprochen trendy zu werden. Madonna, Claudia Schiffer und David Beckham gehören zu ihren Kunden.

Witzig bedruckte Unterwäsche ist der Renner

Eine steile Aufwärtskurve kennzeichnet auch die Geschicke der noch jungen Modefirma French Frost, hinter der sich die Designerinnen Jemina French und Sadie Frost verbergen. Sie zeigten im Freilichttheater im Regents Park vor einer künstlichen Gartenlandschaft mädchenhafte Kleider mit Sex-Appeal in fließenden Stoffen und den typischen Creme-, Haut- und Rosatönen des kommenden Sommers. Auch hier waren gewagte Ausschnitte und Kleider in allen Längen zu sehen. Witzig bedruckte Unterwäsche gehört zu den Rennern ihrer Kollektion.

London hat sich nun auch in der Modewelt etabliert

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Nicht von dieser Welt: Ein Outfit von J Maskrey

Der illustre Freundes- und Familienkreis der Designerinnen trägt zur Attraktivität des Labels bei. Am Rande des Catwalk wurden Martin Kemp, Bella Freud, Jade Jagger und der Freund der hochschwangeren Kate Moss gesichtet. Sadie Frost, die vier Tage vor der Schau ihr viertes Kind zur Welt gebracht hatte, ist mit dem Schauspieler Jude Law verheiratet. Die Show von French Frost mit ihrer jungen, tragbaren und doch ungewöhnlichen Kollektion verkörperte den Esprit der London Fashion Week im besten Sinne.

Die im Vorfeld geäußerten Bedenken, dass amerikanische Journalisten und Einkäufer ausbleiben würden, haben sich nicht bewahrheitet. Anne Tyrell, stellvertretende Vorsitzende des Dachverbandes der London Fashion Week, erklärte, im Gegenteil seien wichtige US-Kunden gewonnen worden. Obwohl es Teile der britischen Presse offenbar einfach nicht wahrhaben wollen: London hat sich nun auch in der Modewelt etabliert.

Hana Goodhart, dpa


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Zuletzt geändert am 17. September 2002 14:55 von tea

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