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Chronik von 1990 bis 2002:

Spannungen zwischen Irak und UN

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General Hossam Mohammad Amin (M), Leiter der irakischen Behörde, die für UN- Waffeninspektoren zuständig ist, führt Journalisten durch eine Fabrik, die im Verdacht stand, chemische Waffen zu produzieren. Irak hat dem internationalen Druck nachgegeben und sich bereit erklärt, die UN- Waffenkontrolleure ohne Vorbedingungen wieder ins Land zu lassen.

Seit dem Golfkrieg von 1991 haben die Spannungen zwischen Irak und der internationalen Staatengemeinschaft angehalten. Irak hat seit Dezember 1998 den UN-Waffeninspektoren die Einreise zur Fortführung ihrer Arbeit verweigert. Auch Sanktionen konnten Bagdad nicht zum Einlenken bewegen. Im folgenden eine Chronik des Konflikts:

2. August 1990

Irak überfällt Kuwait. In einem nächtlichen Blitzkrieg wird das Emirat erobert und besetzt.

6. August

Die Vereinten Nationen verhängen Sanktionen gegen Irak, die bis heute in Kraft sind.

17. Januar 1991

Eine internationale Allianz unter Führung der USA greift Ziele in Irak und Kuwait aus der Luft an.

25. Februar 1991

Staatschef Saddam Hussein befiehlt den Rückzug der irakischen Streitkräfte aus Kuwait. Einen Tag später übernehmen die alliierten Truppen die Kontrolle in dem Emirat.

2. März

Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen legt die Bedingungen des Waffenstillstands fest. Dazu gehören die Zerstörung der irakischen Massenvernichtungsmittel und die Zahlung von Entschädigungen an Kuwait und andere Kriegsopfer.

3. April

Der Sicherheitsrat verpflichtet Irak zur Zerstörung aller ballistischen Raketen sowie aller ABC-Waffen und Waffenanlagen, außerdem ordnet er die Überwachung mittels einer UN-Spezialkommission (UNSCOM) an.

29. Oktober 1997

Irak verfügt die Ausweisung aller amerikanischen UN-Kontrolleure. Der Sicherheitsrat droht "ernsthafte Konsequenzen" an. Am 20. November dürfen die Inspektoren wieder einreisen.

13. Januar 1998

Die Regierung in Bagdad hindert abermals Waffeninspektoren an ihrer Arbeit. Ihrem amerikanischem Leiter Scott Ritter werfen sie Spionage vor.

17. Januar

Saddam Hussein kündigt das Ende der Zusammenarbeit mit den UN an, wenn nicht bis zum 20. Mai die Rüstungskontrollen beendet und die Sanktionen aufgehoben werden.

22. Februar

UN-Generalsekretär Kofi Annan und Saddam Hussein einigen sich in Bagdad auf ungehinderte Arbeit der UN-Inspektoren.

1. Mai

Irak warnt den Sicherheitsrat vor "schweren Konsequenzen", wenn die Sanktionen nicht aufgehoben werden.

23. Juni

Irak bestätigt, mit dem tödlichen Kampfstoff VX experimentiert zu haben.

31. Oktober

Irak bricht den Kontakt zur UNSCOM ab. Der Sicherheitsrat verurteilt dies als Verletzung von Resolutionen.

17. November

Nach dem neuerlichen Einlenken Bagdads nehmen die Waffeninspektoren ihre Arbeit wieder auf.

15. Dezember

Chefinspektor Richard Butler berichtet von neuen Behinderungen der Rüstungskontrollen und beschließt den Abzug der UNSCOM-Fachleute.

16. Dezember

Die Streitkräfte der USA und Großbritanniens greifen vier Tage lang Ziele in Irak an.

22. November 1999

Nach drei Jahren stellt Irak seine Erdölexporte im Rahmen des UN-Programms Öl für Lebensmittel aus Protest gegen die kurze neue Laufzeit ein.

17. Dezember

Der UN-Sicherheitsrat stimmt für die Wiederaufnahme der seit einem Jahr unterbrochenen Rüstungsinspektionen. Als Gegenleistung wird der irakischen Regierung die Aussetzung der UN-Sanktionen angeboten.

26. Januar 2000

Der frühere Direktor der Wiener Atomenergiebehörde, Hans Blix, wird neuer UNSCOM-Chef. Bagdad lehnt eine Zusammenarbeit mit ihm ab.

8. Juni

Der Sicherheitsrat verlängert das Hilfsprogramm für Irak um weitere sechs Monate und gibt eine umfassende Studie der Lebensbedingungen in dem Golfstaat in Auftrag.

5. Juli 2002

Annan kann Irak nicht dazu bewegen, sofort wieder Waffeninspektoren ins Land zu lassen. Zweitägige Gespräche in Wien bleiben ohne Ergebnis.

1. August

Die irakische Regierung bietet erstmals seit vier Jahren eine Rückkehr der UN-Waffeninspektoren unter Bedingungen an. Außenminister Nadschi Sabri spricht sich in einem Brief an Annan dafür aus, zunächst die noch offenen Fragen zum irakischen Rüstungsprogramm in Gesprächen mit Chefinspektor Blix zu klären.

6. August

Annan fordert Irak zu einer schnellen Zulassung der Rüstungskontrollen ohne Vorbedingungen auf.

12. September

Unter Androhung einer amerikanischen Offensive fordert US-Präsident George W. Bush Irak vor der UN-Vollversammlung zur Abrüstung auf und drängt die Vereinten Nationen zu Taten.

16. September

Irak stimmt einer bedingungslosen Rückkehr der UN-Waffeninspektoren zu.

AP - Archivfoto: dpa

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Zuletzt geändert am 17. September 2002 13:45 von aj

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