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"Mein Bruder, der Vampir" vom Nachwuchsregisseur Sven Taddicken

Respektlose Pubertäts-Komödie

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Übermütig lässt der passionierte Dracula-Fan (Roman Knizka) am Küchentisch die Zähne seines Vampir-Gebisses hervorblitzen.

Amüsiert goutiert seine jüngere Schwester (Marie Luise Schramm) die Späße des geistig Behinderten. Auch gegenüber der neuen Freundin (Julia Jentsch) seines Bruders (Hinnerk Schönemann) zeigt er keine Hemmungen. Als Geburtstagsgeschenk, bekennt der 29-Jährige offenherzig, wünsche er sich, mit ihr ins Bett zu gehen.

In seinem Spielfilmdebüt "Mein Bruder der Vampir" setzt sich der deutsche Nachwuchsregisseur Sven Taddicken augenzwinkernd mit den Problemen von drei Geschwistern auseinander, die ihre ersten Erfahrungen mit Liebe, Sexualität und Beziehungen sammeln. Die Vorlage zu dieser Geschichte stammt von dem jungen Autor Matthias Pacht, mit dem Taddicken eine Drehbuchklasse an der Filmakademie Ludwigsburg besuchte. Gemeinsam mit ihm hatte er bereits den Kurzfilm "Schäfchen zählen" realisiert, der ihnen eine Nominierung für den Studenten-Oscar einbrachte.

Die Behinderten-Problematik als Komödie nicht entwerten

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Auf die Idee zu der Story kam Pacht durch seinen Bruder, der unter dem Down-Syndrom leidet. "Ich musste mit diesem Thema erst einmal warm werden", sagt Taddicken, "es war mir wichtig, die Behinderten- Problematik als Komödie nicht zu entwerten." Nur durch eine ehrliche und direkte Auseinandersetzung mit dieser Thematik sei es möglich, dem Publikum solch eine Figur näher zu bringen. "Der Hauptprotagonist ist radikal ehrlich und besitzt kein Über-Ich", meint der Regisseur, "damit müssen die Geschwister umgehen, wodurch sich eine spannende Konstellation zwischen ihnen ergibt."

Als Hauptdarsteller für die Titelrolle engagierte er den deutschen Schauspieler Roman Knizka ("Vergiss Amerika"), der vor den Dreharbeiten mehrere Tage in einer Behinderten-Werkstatt verbrachte, um sich auf diese schwierige Rolle vorzubereiten. Zunächst musste er seine eigenen Hemmungen gegenüber Behinderten ablegen. "Ich versuchte einfach, mit ihnen zu kommunizieren", erzählt Knizka. "Bei den Dreharbeiten dort hatte ich jedoch ein mulmiges Gefühl, weil sie genau beobachteten, wie plötzlich auch bei mir Sprachstörungen auftraten. Doch die Behinderten begreifen das gar nicht als ein Problem."

Den Nerv des Publikums getroffen

Seine jungen Schauspiel-Kollegen waren dabei gefordert, vollkommen natürlich auf seine Artikulationsschwierigkeiten, verzögerten Reaktionen und Blicke zu reagieren. Mit seiner verspielt-grotesken Komödie, in der die pubertierenden Protagonisten schwer mit der Macht der Hormone zu kämpfen haben, wendet sich der Regisseur vor allem an junge Kinozuschauer. Taddicken hat offenbar den Nerv des Publikums getroffen, denn auf diversen in- und ausländischen Festivals wurde "Mein Bruder der Vampir" förmlich mit Preisen überschüttet. Neben dem Kodak Eastman Award und dem Publikumspreis des Max Ophuels Filmfestivals in Saarbrücken erhielt dieses ambitionierte Erstlingswerk Auszeichnungen auf den Festivals in Rotterdam, Brooklyn und Valenciennes.

Birgit Heidsiek, dpa


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Zuletzt geändert am 23. September 2002 15:58 von tea

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