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So 29.09.2002
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Eine Million Besucher bei Berlin-Marathon - Kenianer dominierenTakahashis Sololauf von Todesopfer überschattet
Berlin - Der Überraschungssieg bei den Männern durch den Kenianer Raymond Kipkoech und der Sololauf der erfolgreichen Titelverteidigerin Naoko Takahashi wurden beim 29. Berlin Marathon am Sonntag von einem Todesopfer überschattet. Die Ärzte kämpften fast eine Stunde lang vergeblich um das Leben eines 40 Jahre alten Teilnehmers, der in der Fasanenstraße mit einem Kreislaufkollaps zusammengebrochen war. Geschockt bestätigten die Organisatoren den Todesfall bei der Pressekonferenz am Mittag. Auch im Rennen der Skater ereignete sich an Kilometer 20 ein Massensturz mit 20 Startern. Zehn Skater mussten ärztlich versorgt werden. Spitzenzeiten auf dem "schnellen Pflaster" von Berlin Bei herbstlich-kühlen Temperaturen blieben vor einer Million begeisterter Zuschauer die Weltbestmarken unangetastet, dennoch sorgte das "schnelle Pflaster" von Berlin erneut für Spitzenzeiten. Für einen unerwarteten Erfolg bei den Männern sorgte Raymond Kipkoech. Der Läufer aus Kenia hatte nach 42 Kilometern noch Kraft für einen Schlussspurt und erreichte nach 2:06:47 Stunden das Ziel. Mit dieser Zeit blieb Kipkoech rund eine Minute über dem Weltrekord des US-Amerikaners Khalid Khannouchi (2:05:38). Auch der Berliner Streckenrekord des Brasilianers Ronaldo da Costa aus dem Jahre 1998 (2:06:05) blieb unangetastet.
Mit dem zweiten Platz musste sich der favorisierte Vizeweltmeister und Berlin-Sieger von 2000, Simon Biwott (2:06:49), zufrieden geben. Auf Platz drei lief Vincent Kipsos (2:06:53) aus Kenia vor seinem Landsmann Boniface Usisivu aus Kenia (2:07:51). Takahashi holte sich den Sieg mit Sololauf Bei den Damen setzten sich die Favoritinnen schnell vom Hauptfeld ab. Bei Kilometer 17 lagen die Vorjahressiegerin Naoko Takahashi (Japan), Adriana Fernandez (Mexiko) und Kathrin Weßel vom SCC Berlin gleich auf. Zehn Kilometer später erhöhte Takahashi, die im Vorjahr den Stadtlauf in Berlin in 2:19:46 gewonnen hatte, das Tempo und baute ihren Vorsprung kontinuierlich aus. Mit einem einsamen Sololauf durch die westlichen Stadtteile entschied die Vorjahressiegerin das Rennen in 2:21:48 Stunden für sich und blieb etwa zwei Minuten über ihrer Bestmarke aus dem Vorjahr (2:19:46). Auf Platz zwei kam Adriana Fernandez aus Mexiko (2:24:10), Platz drei ging an Hellen Kimutai aus Kenia (2:26:10). Bundesinnenminister Otto Schily ließ es sich im Ziel nicht nehmen, der sympatischen Japanerin mit zwei Küsschen zu gratulieren. Klaus Wowereit und Verona Feldbusch ließen die Athleten starten
Pünktlich um 9 Uhr hatte Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit und Fernseh-Star Verona Feldbusch die 32.752 Läuferinnen und Läufer am Charlottenburger Tor auf die 42,195 km lange Strecke des hinter London und Chicago drittgrößten Marathons der Welt geschickt. Wie in den letzten Jahren herrschte am Streckenrand wieder Volksfestcharakter. Viele Musikbands, Tanzgruppen und Trommler verwandelten die 29. Austragung des Stadtlaufs eine Riesen-Party. Eine kleine Überraschung gab es bei den deutschen Männern, die gleichzeitig um den Titel der Deutschen Marathonmeisterschaften kämpften. Nicht der favorisierte Carsten Eich aus Braunschweig, sondern Martin Beckmann von der LG Leinfelden sicherte sich in 2:16: 06 Stunden den Titel. "Das war erst mein zweiter Marathonlauf. Ich habe viel riskiert und am Ende alles gewonnen", freute sich der Sieger. Kathrin Weßel wurde Deutsche Meisterin Die deutsche Marathon-Meisterschaft der Frauen wurde zu einem Triumph der Lokalmatadorin Kathrin Weßel. Die 35 Jahre alte Läuferin des SCC Berlin konnte mit den internationalen Spitzenläuferinnen nicht wie erhofft mithalten, sicherte sich jedoch den Titel bei den Frauen. "Ich hatte unterwegs einige Beschwerden, doch am Ende bin ich froh, dass ich hier in meiner Heimatstadt Deutsche Meisterin geworden bin", meinte Weßel. Von Nikolaj Stobbe, sid |
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Zuletzt geändert am 29. September 2002 16:25 von tea |
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