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Fr 11.10.2002
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ALBA Berlin startet mit 63:84-Desaster in Basketball-EuroleagueIn Europa weiterhin nur zweite WahlBerlin - Neue Saison, altes Leiden. Nach einem dominierenden Start in der Bundesliga wird der deutsche Basketball-Meister ALBA Berlin international weiter als Lehrling abqualifiziert. Schon mit dem ersten Spiel in der Euroleague rennen die Berliner der Konkurrenz wieder hinterher.
Das 63:84 (36:39)-Debakel gegen Efes Pilsen Istanbul am späten Donnerstagabend fiel angesichts der Spielanteile sicher um einiges zu hoch aus, dennoch war ALBA auch im fünften Spiel gegen den türkischen Meister vom ersten Sieg meilenweit entfernt. WM-Helden als tragische Figuren "Sie haben sechs Jahre das gleiche System gespielt, nämlich mit Alexis. Jetzt spielen sie ohne ihn. Das braucht Zeit. Ich prophezeie der Mannschaft trotzdem eine positive Zukunft", sagte Bundestrainer Henrik Dettmann, der als einer der wenigen nicht nur Schatten in dem Desaster vor gut 6000 immer stiller werdenden Zuschauern fand. Doch ausgerechnet die WM-Helden des Finnen waren die tragischen Figuren eines nach der Pause völlig aus den Fugen geratenen Berliner Spiels. "Das Loch müsste eigentlich vorbei sein" "Ich hoffe, es war Zufall, dass gerade die vier ziemlich daneben waren", sagte der wegen einer Muskelverhärtung in der rechten Wade zum Zuschauen gezwungene Nationalspieler Jörg Lütcke. Was seine WM- Kollegen Stefano Garris (0 Punkte) und Marko Pesic (3) boten, ist mit "rabenschwarzem Tag" noch rosarot umschrieben. Aber auch Mithat Demirel (6) und der sich gegen Efes-Star Marcus Brown in der Verteidigung aufreibende Henrik Rödl (4) waren kaum besser. "Alle sind topfit. Das Loch, in das man nach so einem WM-Turnier automatisch fällt, müsste eigentlich vorbei sein", rätselte Dettmann. US-Boy DeJuan Collins im Aufbau überfordert Erschwerend kam hinzu, dass Neuzugang DeJuan Collins als Spielmacher völlig überfordert schien. "Es war sein erstes Euroleague-Spiel, er muss noch viel lernen. Er war leider nicht in der Lage, eine richtige Defense zu spielen und in der Offense etwas zu organisieren", kritisierte ALBA-Coach Emir Mutapcic den im vergangenen Jahr besten Scorer der Bundesliga. Quadre Lollis, neben 20 Punkten auch mit 14 Rebounds, und Oldie Teoman Öztürk (14 Punkte) nannte Mutapcic "die einzig Guten, aber das reicht nicht gegen Efes." In den vier Minuten nach dem Seitenwechsel, als der Gastgeber bei einem 9:0-Zwischenspurt der Türken vorentscheidend in die Schranken gewiesen wurde, fehlte den Berlinern ein Mann vom Format eines Wendell Alexis. Keiner war in der Lage, das Spiel zu sortieren und mit einer beherzten Aktion den Respekt des Kontrahenten zurück zu gewinnen. Weder Regisseur Collins noch die deutschen Nationalspieler und auch nicht der bislang tief im Schatten seines Vorgängers Dejan Koturovic stehende Center Jovo Stanojevic konnte da Akzente setzen. Von Hans Moritz, dpa - Foto: dpa |
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Zuletzt geändert am 11. Oktober 2002 11:24 von sab |
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