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Mo 28.10.2002

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Orkantief "Jeanette" wütet über Deutschland: Mindestens zehn Tote

Herbststurm hinterlässt Spur der Verwüstung

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Zschopau im Erzgebirge: Ein entwurzelter Baum fiel auf das Dach eines älteren Wohnhauses. Das Gebäude wurde dadurch unbewohnbar.

Berlin - Bei den schweren Stürmen, die über Deutschland rasten, sind mindestens zehn Menschen ums Leben gekommen. Am stärksten wütete das Orkantief "Jeanette" im Westen der Republik.

Allein in Nordrhein-Westfalen starben neuen Angaben zufolge fünf Menschen, als Sturmböen mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 150 Stundenkilometern über das Land fegten. Die Einsatzkräfte waren bundesweit im Dauereinsatz, um Schäder zu beseitigen. Das Orkantief zog derweil von Deutschland weiter Richtung Osten.

In der Nacht zum Montag starb nach Angaben der Bonner Polizei eine 21-jährige Frau, die am Sonntagnachmittag bei einem Waldspaziergang von einem herabstürzendem Ast lebensgefährlich verletzt worden war. Zuvor waren dem Lagezentrum in Düsseldorf zufolge bereits vier Menschen in Nordhein-Westfalen ums Leben gekommen. In Hamm starb ein 39-jähriger Mann nach dem Einsturz eines Daches. In Aachen stürzte ein 70-Jähriger in einen Gulli und ertrank. Im niederrheinischen Bocholt stürzte ein entwurzelter Baum auf ein niederländisches Auto. Dabei kam eine 39-jährige Frau ums Leben, ihr Mann und zwei Kinder überlebten verletzt. In Mettmann bei Düsseldorf starb eine 43-jährige Frau bei einem Verkehrsunfall.

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Rettungskräfte im Dauereinsatz: Forstmitarbeiter entfernen auf einer Kreisstraße bei Bad Arolsen (Nordhessen) umgestürzte Bäume.

Tragischer Tod einer 80-Jährigen

In Hamburg kam eine Spaziergängerin ums Leben. Eine Windböe erfasste der Polizei zufolge den Regenschirm der etwa 80-Jährigen und zog sie auf die Straße. Die Frau wurde an einen vorbeifahrenden Wagen gedrückt und dann auf die Fahrbahn geschleudert. Sie erlag ihren schweren Verletzungen wenig später in einem Krankenhaus.

Im mittelhessischen Weilburg zwischen Gießen und Limburg wurden nach Polizeiangaben ein 66-jähriger Autofahrer und seine 62-jährige Beifahrerin getötet, als ein Baum auf ihr Fahrzeug stürzte. In Brandenburg kam ein 21-Jähriger ums Leben, als sein Auto während eines Überholmanövers auf einer Landstraße in der Nähe von Neuruppin von einer Windböe erfasst wurde und gegen einen Baum fuhr. In der schleswig-holsteinischen Landeshauptstadt Kiel wurde nach Angaben der Polizei bereits am Samstag bei einem Gewitter ein 56-jähriger Landwirt auf seinem Feld vom Blitz erschlagen.

Bundesweit rund 50.000 Sturmeinsätze

Die Rettungskräfte waren auch am Montag weiter im Dauereinsatz. Das aus Westen herangezogene Sturmtief "Jeanett" hatte Ziegel von den Dächern gefegt und eine Vielzahl von Bäumen umgeknickt. Nach Einschätzung des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV) kam es zu rund 50.000 Sturmeinsätzen, an denen etwa 150.000 Feuerwehrleute beteiligt waren. Auf den Strecken der Deutschen Bahn kam es durch beschädigte Oberleitungen oder Bäume auf den Schienen zu zahlreichen Ausfällen. Davon seien vor allem Nordrhein-Westfalen und Norddeutschland betroffen gewesen, sagte ein Bahn-Sprecher. Auch am Montag kam es zu Verspätungen im Bahnverkehr. Die Schadenshöhe bewegt sich dem Sprecher zufolge im "hohen einstelligen Millionenbereich".

183 km/h im Fichtelgebirge

Auf dem Fichtelberg im Erzgebirge tobte der Orkan mit einer Windgeschwindigkeit bis zu 183 Kilometern in der Stunde. Auf dem Brocken wurde nach Angaben des Deutschern Wetterdienstes in Offenbach Tempo 176 gemessen. Auf der Ostsee-Insel Hiddensee registrierte eine Wetterstation der Meteomedia aus Bochum Böen mit Spitzen bis zu 146 Stundenkilometern.

Europaweit 27 Todesopfer

Europaweit kamen mindestens 27 Menschen ums Leben, allein neun in Großbritannien. Hier gilt der Sturm als der verheerendste seit 15 Jahren. Der Schaden wird auf 50 Million Pfund (80 Millionen Euro) geschätzt. Der Kern des Wirbels war am Sonntag sehr rasch von Großbritannien über Dänemark und den Westen Polens gezogen und hatte bereits am Sonntagmorgen im Westen Deutschlands erhebliche Schäden verursacht.

dpa, AFP - Fotos: dpa


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Zuletzt geändert am 28. Oktober 2002 13:57 von sab

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