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So 17.11.2002
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Stimmen zur Fußball-Bundesliga"Hatten uns das ganz anders vorgestellt""Wir hatten uns das Spiel ganz anders vorgestellt" - diese Worte von Nürnbergs Trainer Klaus Augenthaler und Ralf Ragnick von Hannover hätten wohl noch andere Coachs an diesem Wochenende unterschreiben können. Doch sie sprachen auch von Emotionen, Enttäuschungen und Entkräftung. Einfach mal reinhören:
Werder Bremen - 1. FC Kaiserslautern Trainer Thomas Schaaf (Werder Bremen): "Wir haben heute acht Tore gesehen, es ist so viel passiert. Es war für uns sicher ein glücklicher Sieg, durch den wir uns alle Chancen erhalten haben, weiter oben dran zu bleiben." Trainer Erik Gerets (1. FC Kaiserslautern): "Wir haben ein Spiel verloren, das wir total im Griff hatten und niemals hätten verlieren dürfen. Wir haben nach dem Platzveweis sogar noch das 3:1 gemacht, sind danach aber einige Male hinten raus gelaufen und haben den Kopf verloren." VfL Bochum - Schalke 04 Trainer Peter Neururer (VfL Bochum): "Wir wussten um die Stärke der Schalker. Wir waren nicht in der Lage uns gegen das gute Defensiv-Verhalten der Schalker Chancen heraus zu spielen. Wir haben über 70 Minuten keine Kontrolle über das Spiel bekommen." Trainer Frank Neubarth (Schalke 04): "Wir haben heute eigentlich alles richtig gemacht. Es war wichtig, heute zu gewinnen und dran zu bleiben. In der Bundesliga geht es momentan sehr eng zu, und hätten wir verloren, hätten wir den Anschluss an die Tabellenspitze verloren." Hansa Rostock - VfB Stuttgart Trainer Armin Veh (Hansa Rostock): "Wir haben heute gegen einen erstklassigen Gegner gespielt, der spielerisch zu den drei besten Teams der Liga gehört. Die Partie war sehr hart und leidenschaftlich geführt, aber nicht zu hart. Das Blöde für uns war das Gegentor direkt nach Wiederanpfiff. Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen, sie hat alles gegeben." Trainer Felix Magath (VfB Stuttgart): "Ich war von der harten Spielweise der Rostocker nicht überrascht. Wenn eine Mannschaft wie Hansa unten drin steht, muss sie auf den Kampf setzen. Wir waren zunächst etwas eingeschüchtert, doch im Laufe der Partie haben wir zu unserer Form gefunden. Das Tor zum 1:1 war glücklich, am Ende geht das Ergebnis in Ordnung." Bayern München - VfL Wolfsburg Trainer Ottmar Hitzfeld (Bayern München): "Es war ein emotionsgeladenes Spiel. In der zweiten Hälfte waren wir angespannt, in der ersten haben wir ein gutes Spiel gemacht. Aber im Großen und Ganzen muss ich zufrieden sein. Wolfsburg hat viel riskiert und am Ende mit drei Stürmern gespielt, trotzdem war unser Sieg insgesamt verdient." Trainer Wolfgang Wolf (VfL Wolfsburg): "Es ist sehr, sehr ärgerlich. Wir haben uns viel vorgenommen, unabhängig von der Rückkehr von Stefan Effenberg. Wir haben ganz am Anfang eine Riesenchance vergeben, dann ist das Spiel hin- und hergeplätschert, die Akzente hat Ze Roberto gesetzt. In der zweiten Hälfte waren wir besser, hatten die klar besseren Chancen, aber Oliver Kahn war nicht zu überwinden. Ich kann meiner Mannschaft trotzdem keinen Vorwurf machen. Leider fahren wir wieder mit null Punkten heim." Bayer Leverkusen - Borussa Mönchengladbach Trainer Klaus Toppmöller (Bayer Leverkusen): "Wir waren wieder einmal nicht in der Lage, unsere spielerischen Möglichkeiten zu nutzen. Mönchengladbach hat kompakt und gut gestanden und uns mit seinen Kontern das Leben schwer gemacht. Nach dem 1:2 waren die Gladbacher dem dritten Tor näher als wir dem Ausgleich. Über das 2: 2 müssen wir am Ende froh sein, zumal bei dem Ausgleichstreffer ein Handspiel von Bierofka im Spiel war. Im Augenblick fällt es uns leichter, auswärts zu Punkten zu kommen, wenn wir das Spiel nicht selbst machen müssen. Unser aktuelles Ziel bleibt es aber, bis zur Winterpause einen einstelligen Tabellenplatz zu erreichen." Trainer Hans Meyer (Borussia Mönchengladbach): "Obwohl uns immerhin vier Stammspieler gefehlt haben, haben wir die offenbar verunsicherte Leverkusener Mannschaft weitgehend in Schach gehalten. Vor dem Spiel wäre ich mit einem 2:2 hoch zufrieden gewesen, aber jetzt muss ich sagen, dass der Leverkusener Ausgleich in einer Phase erzielt wurde, als wir in Überzahl waren und eigentlich alles für uns sprach. Aus meiner Sicht war Bierofkas Ausgleichstor ein klares Handspiel voraus gegangen." 1. FC Nürnberg - Hamburger SV Trainer Klaus Augenthaler (1. FC Nürnberg): "Wir hatten uns das Spiel ganz anders vorgestellt. Es ist genauso gekommen, wie ich vorher gewarnt hatte. Wir haben die erste Halbzeit geschlafen und zu pomadig gespielt. Einige Spieler waren indisponiert. Wenn drei, vier Totalausfälle dabei sind, ist es schwer, zu gewinnen." Trainer Kurt Jara (Hamburger SV): "Ich glaube, dass jeder versteht, wie zufrieden und glücklich wir nach unserem ersten Auswärtssieg sind. Die Mannschaft hat sehr diszipliniert gespielt, wir haben Einsatz und Laufvermögen gezeigt. Wir hätten noch höher gewinnen können. Wir wollen aber auch nicht unverschämt sein. Die Mannschaft hat eine sehr gute Leistung gezeigt." Hannover 96 - Hertha BSC Berlin Trainer Ralf Rangnick (Hannover 96): "Wir hatten uns das Spiel vor allem in der ersten Halbzeit anders vorgestellt. Die Führung für die Hertha war zu diesem Zeitpunkt verdient. In der zweiten Halbzeit haben wir uns dann in das Spiel hereingearbeitet, aber aus unseren Chancen und Standardsituationen zu wenig gemacht. Ich kann meiner Mannschaft aber keinen Vorwurf machen. Die Leistung nach dem Seitenwechsel hätte gegen viele andere Teams gereicht." Trainer Huub Stevens (Hertha BSC Berlin): "Das Spiel lief so, wie wir es geplant hatten. Leider haben wir es nach der Führung versäumt, uns weitere Chancen herauszuarbeiten. Dennoch muss ich der Truppe ein Kompliment machen. Ich bin sehr froh, dass wir die drei Punkte mitnehmen." Energie Cottbus - Arminia Bielefeld Trainer Eduard Geyer (Energie Cottbus): "Wer solche Schwierigkeiten gehabt hat, der muss erst einmal Boden unter den Füßen kriegen. Endlich sind wir mal am Anfang in Führung gegangen, waren aber auch danach noch sehr nervös. Das Wichtigste war der Sieg. Nach dem Anschlusstor bin ich noch mal nervös geworden und habe befürchtet, dass die Mannschaft zusammenbricht. Jetzt können wir nicht ruhig arbeiten, aber immerhin weiter arbeiten." Trainer Benno Möhlmann (Arminia Bielefeld): "Wir wussten grundsätzlich, was uns hier erwartet und dass wir in den ersten 20 Minuten dagegen halten müssen. Wir haben nichts von dem umgesetzt, weil wir nicht entschlossen genug in die Zweikämpfe gegangen sind. Symptomatisch war das 0:1, als drei Spieler um den Ball stehen und sich der Gegner ihn holt. Am Ende hat man gesehen, dass uns die absoluten spielerischen Mittel fehlen." sid dr |
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Zuletzt geändert am 17. November 2002 19:32 von to |
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