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Mi 20.11.2002
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Vorbereitungen für WM 2006 verlaufen reibungslos - Positives EchoBlatter lobt die Organisations-Weltmeister
Gelsenkirchen - Mit den Stadionbauten im Plan, bei der Sponsorensuche sogar fast schon am Ziel: Die Vorbereitungen auf die Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland gehen in einem derart rasendem Tempo voran, dass selbst der oberste Fußball-Chef nur noch staunen kann. "Noch nie war man zu einem derart frühen Zeitpunkt schon so weit mit den Planungen", sagte Joseph Blatter, der Präsident des Weltverbandes FIFA, bei der feierlichen Präsentation des WM-Emblems in der Arena "AufSchalke". Auch bei der Erstellung des Logos, dessen Gestaltung weltweit auf ein weitgehend positives Echo stieß, waren die deutschen WM-Macher um Organisations-Chef Franz Beckenbauer schneller als je zuvor ein WM-Ausrichter. FIFA freut sich über Sponsorenverträge Nach den überaus schwierigen und kostspieligen Vorbereitungen auf die Titelkämpfe in Südkorea und Japan ist man beim Weltverband sehr froh, dass die Deutschen ihrem Ruf als "Organisations-Weltmeister" alle Ehre machen. Dies, so rechnete Blatter vor, zahle sich schon jetzt in barer Münze aus. Während die FIFA ein Jahr vor der WM in Asien erst 10 von 15 Sponsorenpakete abgesetzt hatte, sind dreieinhalb Jahre vor den Titelkämpfen in Deutschland fast alle Fördererverträge abgeschlossen. "Dies spricht für die Glaubwürdigkeit des Fußballs und des ausrichtenden Verbandes", urteilte Blatter. Kartenvorverkauf soll Anfang 2005 beginnen Die nationale Sponsorensuche, so prophezeit OK-Vizepräsident Fedor Radmann, sei bis Mitte kommenden Jahres beendet. Mit der am Mittwoch präsentierten Baumarktkette Obi sind drei der maximal sechs Geldgeber gefunden. Damit ist man bei der Finanzierung der schätzungsweise 400 Millionen Euro teuren Veranstaltung einen großen Schritt weiter. Wie hoch die Eintrittspreise ausfallen (müssen), wird frühestens in einem Jahr festgelegt. Der Kartenvorverkauf soll Anfang 2005 beginnen. Unterdessen laufen die organisatorischen Planungen schon jetzt auf Hochtouren. Vertreter der Ausrichterstädte und der beteiligten Stadien trafen sich am Dienstag und Mittwoch zum ersten Workshop in Essen, parallel dazu tagten in Köln die Sponsoren und Förderer der WM. Auch für den Fan ist das größte Sportereignis auf deutschem Boden mittlerweile durch die Freischaltung des Internetauftrittes www.fifaworldcup.com jederzeit abrufbar. EU-Kommissar stellt staatliche Hilfen in Frage Gänzlich störungsfrei laufen die WM-Vorbereitungen aber nicht über die Bühne. Mitten in die Logo-Präsentation platzte am Mittwochabend die Nachricht, EU-Wettbewerbskommissar Mario Monti stelle die staatlichen Hilfen für einige Stadien in Frage. Laut "Financial Times" prüfe Monti unter anderem die öffentlichen Zuschüsse für den Neu- oder Ausbau der Arenen in Köln, München, Leipzig, Berlin und Hannover. Man müsse zusammen mit der Bundesregierung noch einige Fragen in dieser Sache erörtern, hieß es. Dabei gehe es unter anderem um die Finanzspritze der Stadt Köln von rund 25 Millionen Euro für das Müngersdorfer Stadion. Auch die 50 Millionen Euro-Beteiligung des Bundes am Ausbau des Stadions in Leipzig stehen angeblich auf dem Prüfstand. Ähnliche Hilfen sind für die Stadien in München, Hannover und Berlin geplant. Noch hat Monti kein formelles Beihilfe-Verfahren gegen Deutschland eröffnet. Sollte er aber zu dem Ergebnis kommen, dass staatliche Beihilfen vorliegen, kann er laut "Financial Times" die Zahlung kürzen oder verbieten. Köln habe deshalb sogar eine Studie in Auftrag gegeben, die beweisen soll, dass staatliche Hilfen für Fußballstadien nicht unter das EU- Beihilfe-Regime fallen. Vielmehr handle es sich dabei um "Infrastruktur-Hilfen", die der Allgemeinheit zu gute kommen. Von Oliver Hartmann und Jens Mende, dpa - Fotos: dpa |
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Zuletzt geändert am 20. November 2002 14:43 von sab |
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