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Mutmaßliches Mitglied des El-Kaida-Netzwerks bei Paris festgenommen:

Frankreich geht "großer Fisch" ins Netz

Paris/Straßburg - In der Nähe von Paris haben die französischen Behörden nach eigener Einschätzung einen "großen Fisch" des El-Kaida-Netzwerks gefangen.

Der am Montag zusammen mit fünf weiteren Verdächtigen festgenommene Franko-Algerier Slimane Khalfaoui hatte nach Informationen der Ermittler Kontakte zu den Planern dreier vereitelter Terror-Anschläge in London, Straßburg und den USA. Die französischen Behörden hatten seit 1996 nach ihm gefahndet. Die übrigen Festnahmen standen in Zusammenhang mit dem Ende 2000 geplanten Anschlag in Straßburg. Dort wurden nun umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen für den Weihnachtsmarkt ergriffen.

Drei falsche Pässe gefunden

Khalfaoui sei ein Vertrauter des algerischen Islamisten Rabah Kadri alias "Toufik", gegen den die britische Justiz wegen des vereitelten Giftgas-Anschlages auf die Londoner U-Bahn ermittle, hieß es in Kreisen der Terror-Fahnder. Zudem habe der 27-Jährige offenbar zur so genannten Gruppe von Frankfurt gezählt, die von dort aus für Dezember 2000 ein Attentat in Straßburg geplant hatte. Nicht zuletzt habe Khalfaoui auch zu den engen Bekannten von Ahmed Ressam gezählt, der am 14. Dezember 1999 an der US-kanadischen Grenze mit 59 Kilo Sprengstoff und Zündern aufgeflogen war. Er soll ein Attentat bei den Feiern zur Jahrtausendwende geplant haben.

Den Angaben zufolge war Khalfaoui früher als islamistischer Kämpfer in Bosnien und Afghanistan im Einsatz gewesen. Er wurde nun in der Wohnung seiner Schwester in Montfermeil unweit von Paris festgenommen. Khalfaoui versuchte bei dem Einsatz im Morgengrauen vergeblich, aus dem Fenster der Wohnung im zweiten Stock zu fliehen. Bei der Durchsuchung fanden die Beamten drei versteckte falsche Pässe und zahlreiche Dokumente radikaler Islamisten. Weitere Zugriffe erfolgten im nahegelegenen Clichy-sous-Bois. Unter den Festgenommenen war auch eine Frau.

Angeblich Anschlag auf Straßburger Weihnachtsmarkt geplant

An der Festnahme-Aktion des französischen Inlands-Geheimdienstes DST waren rund hundert Beamte der Polizei-Eliteeinheit RAID, der Bereitschaftspolizei sowie der Feuerwehr beteiligt. DST-Beamte begannen, die Festgenommenen zu verhören. Mutmaßliche Terroristen können nach französischem Recht bis zu vier Tage in Polizeigewahrsam bleiben, anschließend müssen sie einem Haftrichter vorgeführt werden.

Nach den bisherigen Feststellungen der Ermittler sollte im Dezember 2000 ein Anschlag auf den Straßburger Weihnachtsmarkt oder einen anderen öffentlichen Platz der elsässischen Stadt verübt werden. Fünf mutmaßliche Beteiligte waren kurz vor dem geplanten Attentat in Frankfurt am Main festgenommen worden. Ihnen wird dort seit Frühjahr der Prozess gemacht. Einer der Frankfurter Angeklagten sagte aus, der Anschlag habe der Straßburger Synagoge gegolten. Die französischen Ermittler halten es inzwischen auch für möglich, dass das Straßburger Münster Ziel des Attentats war.

Videokameras und Beamte in Zivil und Uniform eingesetzt

In den Wohnungen der Frankfurter Angeklagten war neben Sprengstoff und Waffen auch eine Video-Kassette beschlagnahmt worden, die Bilder des Weihnachtsmarktes und der berühmten gotischen Kathedrale zeigten. Eine arabische Stimme auf dem Videoband kündigte an, die "Gottlosen" sollten bestraft werden.

Wenige Tage vor dem am Samstag eröffneten Weihnachtsmarkt in Straßburg wurden die Sicherheitsmaßnahmen verstärkt. Wie ein Stadtsprecher mitteilte, wurden am traditionellen "Christkindlsmärik" vor dem Münster und drei kleineren Märkten insgesamt zwölf Videokameras installiert. Außerdem sollten Beamte in Zivil und in Uniform über die Märkte patrouillieren. Ferner wurde angeordnet, dass die öffentlichen Mülleimer durch transparente Müllbeutel ersetzt werden, die mehrfach am Tag gewechselt werden.

AFP


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Zuletzt geändert am 25. November 2002 17:10 von mwege

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