[an error occurred while processing this directive]
IVWPixel Zählpixel

  Ticker    Tabellen    US Sports    Sportfoto    Übersicht 

Home     Kontakt     Site Map  

Di 26.11.2002

 Sport

   vom 26.11.02

BVB: Frings und Koller treffen gegen Moskau
2. Liga: Wer soll Köln noch stoppen?
Zuviel bei RTL?: Jaguar feuert Niki Lauda
"Miss Leichtathletik" verkauft jetzt Hot-Dogs
IOC in Not: Olympia muss kleiner werden
Chaos bei FCK: Jäggi legt sich mit Briegel an
Rodel-Oldie Georg Hackl fährt allen davon
NFL: Tampa entzaubert Green Bay Packers
Klitschko: Jetzt soll Lennox Lewis her
Schiri-Frau zwischen Zicken und Kavalieren


 Nachrichten



 Magazin



 Internet

[?]

Formel-1-Team mistet nach verkorkster Saison aus

Jaguar lobt Niki Lauda weg

Anklicken zum Vergrößern
Üppiges Gehalt, wenig Erfolge: Niki Lauda ist seinen Job als Teamchef bei Jaguar los.

London - Der ehemalige Formel-1-Weltmeister Niki Lauda ist von seinem Rennstall Jaguar-Cosworth als Teamchef ausgebremst worden. Der 53 Jahre alte Österreicher, der am 6. Februar 2001 einen Drei-Jahres-Vertrag bis Ende 2003 bei den "Raubkatzen" unterschrieben hatte, wurde mit sofortiger Wirkung entlassen.

Sein Nachfolger ist Tony Parnell. Das gab Richard Parry-Jones, der Chef des Formel-1-Projekts im Mutterkonzern Ford, auf einer Pressekonferenz am Dienstag in London bekannt.

"Niki Lauda ist seines Postens als Teamchef enthoben worden", sagte Parry-Jones, räumte allerdings ein, dass man nicht ganz auf die Erfahrung des dreimaligen Champions verzichten wolle: "Ich habe Niki gebeten, mein Spezialberater zu werden. Ich hoffe sehr, dass er dieser Bitte entsprechen wird." Lauda selbst wurde von der Entwicklung ziemlich überrollt. Dem österreichischen Fernsehen sagte er: "Ich bin überrascht. Aber meine Arbeit wurde nicht kritisiert. Ich bin kein Ingenieur und kein Engländer, daher kann ich die Entscheidung problemlos akzeptieren. Ich werde jetzt über das Angebot ein paar Tage nachdenken. Wenn ich es annehme, werde ich bei allen Rennen dabei sein."

Vierter Teamchef in zwei Jahren

Seit dem Einstieg von Jaguar in die Formel 1 im Jahr 2000 war Niki Lauda bereits der vierte Teamchef. Zuvor mussten Jackie Stewart, Neil Ressler und Bobby Rahal gehen, ein äußeres Zeichen dafür, dass das Formel-1-Engagement der Engländer von Beginn an unter keinem guten Stern stand.

Nach der Übernahme des Stewart-Teams wurde viel Geld in den Rennstall gesteckt, viele Köpfe rollten, aber ein Grand-Prix-Sieg fehlt bislang. Auch die vergangene Saison brachte keine Besserung. Mit ganzen acht Punkten belegte Jaguar in der Konstrukteurswertung nur den enttäuschenden siebten Platz. Seit Laudas Amtsantritt holten die Fahrer in 34 Rennen insgesamt nur 17 Zähler.

Überraschende Entscheidung

Ungeachtet dessen kam die Trennung von Lauda zu diesem Zeitpunkt etwas überraschend. Noch im September hatte der Ford-Konzern seinem Formel-1-Team und Lauda den Rücken gestärkt. "Mit unserem Arbeitsteam Jaguar sind wir in der Formel 1, um dabei zu bleiben", hatte Ford-Chef Nick Scheele im Vorfeld des Großen Preises der USA in Indianapolis erklärt. "Jaguars Engagement ist nicht getrieben von kurzfristigen Marketing-Zielen. Wir sind Rennsport-Enthusiasten", sagte Scheele, der zu diesem Zeitpunkt wieder Licht am Ende des Tunnels gesehen hatte.

Kritik an Fernsehauftritten bei RTL

Nach zweieinhalb frustrierenden Jahren hatte Jaguar mit Platz sechs von Eddie Irvine in Spa und Rang drei des Nordiren in Monza aufsteigende Tendenz bewiesen. Nach Aussage von Lauda hätte es so viel Zeit gebraucht, um alle Probleme mit dem Auto zu lösen. In der nächsten Saison wird Jaguar einen komplett neuen V10-Motor mit einem Zylinderwinkel von 90 Grad bekommen. Und auch neue Fahrer: Für Irvine und den Spanier Pedro de la Rosa kommen der Australier Mark Webber und der Brasilianer Antonio Pizzonia.

Möglicherweise war Niki Lauda mit seinem geschätzten Jahresgehalt von 2,65 Millionen Euro einfach nur zu teuer. In der vergangenen Woche hatte das Team angekündigt, rigoros sparen zu wollen. So sollen 40 bis 60 Arbeitsplätze wegfallen. Zudem hatten Laudas Gegner im Verlauf der vergangenen Saison kritisiert, dass er sich mehr auf seine Fernsehauftritte bei RTL als auf seinen Job bei Jaguar konzentriere.

Von Nigel Ferguson, sid - Foto: dpa


Zum SeitenanfangZum Seitenanfang

 Suche in RZ-Online

 RZ

Web


Sonderteil zur Bundesliga
Bundesliga-Special
mit Gewinnspiel »


Formel 1
Formel 1 bei RZ-Online



Zuletzt geändert am 26. November 2002 14:05 von sab

» Artikel druckenDruckversion
» Artikel empfehlen
» Schriftgröße einstellen
» Impressum