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"Patriot"-System

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Ein israelischer Soldat läuft am 26. August 2002 bei einer Übung in der Negev- Wüste an einer "Patriot"- Raketenabwehrstellung vorbei. Israel hat Deutschland um Luftabwehr- Raketen gebeten.

Das Waffensystem "Patriot" dient der Abwehr von Flugzeug- und Raketenangriffen in mittleren und großen Höhen. Die Bundeswehr hat dieses von den USA entwickelte System seit 1989 bei der Luftwaffe mit heute insgesamt 36 Feuereinheiten eingeführt.

Zu jeder Einheit gehören acht mobile Startrampen mit jeweils vier Flugkörpern. Die 5,3 Meter langen, 40 Zentimeter dicken und 900 Kilogramm schweren Flugkörper erreichen nahezu vierfache Schallgeschwindigkeit und können Ziele in einer Höhe bis zu 30 Kilometern und einer Entfernung von über 100 Kilometern treffen. Der Stückpreis eines Flugkörpers betrug bei der Einführung etwa 700 000 Dollar.

Gegen elektronische Störmaßnahmen resistent

Die Raketeneinheiten samt Abschussrohren, Radar und Kontrollstation sind auf Lastwagen montiert. Das System kann mehrere Ziele gleichzeitig aufspüren und ist gegen elektronische Störmaßnahmen des Gegners resistent. Die per Radar gelenkten "Patriot"-Flugkörper haben nach Einschätzung von Militärexperten eine Erfolgschance von 80 Prozent. Das System war ursprünglich als Abwehrwaffe gegen hoch fliegende Flugzeuge konstruiert und in Europa stationiert worden. Die US-amerikanische Weiterentwicklung kann auch zur Raketenabwehr eingesetzt werden. Die Bundeswehr rüstet ihre bislang nur zur Flugzeugabwehr geeigneten "Patriot"-Systeme gegenwärtig unter anderem mit neuen Flugkörpern auch auf die Abwehr von Raketen um. Antriebs- und Steuerungstechniken der Patriot-Raketen stammen von der zur Daimler-Benz gehörenden DASA.

Im Golf-Krieg gegen "Scud"-Raketen eingesetzt

Das "Patriot"-System war im Golfkrieg 1991 über Saudi-Arabien und Israel gegen irakische "Scud"-Raketen (Al-Hussein) eingesetzt worden. Die tatsächliche Wirksamkeit ist nach wie vor umstritten. Die US- Armee bezifferte die Trefferquote nach dem Golfkrieg zunächst auf 50 (Israel) und 80 Prozent (Saudi-Arabien). Später wurden diese Werte auf 40 und 70 Prozent reduziert, blieben aber bei parlamentarischen Anhörungen in Washington umstritten.

Eines der wesentlichen Probleme war, dass die irakischen Scud- Versionen oft in der Luft zerbrachen und der umherfliegende Schrott der "Al-Husseins" die Zielerfassung erschwerte. Dieses Problem soll mit der PAC3 (Patriot Advanced Capabilities) gelöst werden. Diese neue Patriot wird seit Oktober 2001 von der US-Luftwaffe getestet: Sie hat keinen eigenen Sprengsatz mehr, sondern soll den Scud- Sprengsatz durch Kollision ("Hit To Kill") zerstören. Die PAC3 wird nach Angaben aus Branchenkreisen wegen aufwendiger Elektronik mindestens doppelt so teuer sein wie die auch von der Bundeswehr verwendete Version PAC2. Die PAC3 ist auch vom US-Militär bisher nur in kleinen Stückzahlen beschafft worden.

dpa


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Zuletzt geändert am 26. November 2002 14:10 von aj

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