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"Das selbst zu sehen ist etwas anderes"

Zum ersten Mal war der Außenminister am Dienstag in Afghanistan - frühere Versuche, nach Kabul zu fliegen, waren mehrfach an schlechtem Wetter gescheitert. "Ich bin tief beeindruckt", sagte Fischer nach seiner ersten Fahrt durch die Trümmer der afghanischen Hauptstadt. "Die Aktenlage ist das eine, das selbst zu sehen ist etwas anderes." Er sah ein Land, das in 23 Jahren Bürgerkrieg zugrunde gerichtet wurde. "Das war der Nährboden für Terrorismus," sagte er. Und wurde nicht müde, die Lektion zu wiederholen, die daraus zu ziehen sei: Nicht nachlassen bei den Anstrengungen für den Wiederaufbau des Landes bis hin zu demokratischen Wahlen, die für das Jahr 2004 geplant sind.

Zweite Petersberg-Konferenz?

"Es wäre fatal, wenn Afghanistan angesichts anderer Krisen in Vergessenheit geraten würde", betonte Fischer immer wieder mit Verweis auf die Irak-Debatte. "Wenn wir den Terrorismus besiegen wollen, müssen wir Staaten wie Afghanistan eine Perspektive geben." Mit all seinen Gesprächspartnern sei er sich einig gewesen, dass die zweite Petersberg-Konferenz "gerade angesichts der Fokussierung der Diskussion auf den Irak dringend nötig ist". Seine Reise sollte der Vorbereitung der Konferenz am 2. Dezember dienen. Sie diente vor allem aber auch dazu, das besondere deutsche Engagement im Kampf gegen den internationalen Terrorismus hervorzuheben: Dem klaren Nein zu einer militärischen Beteiligung in Irak stellt die Bundesregierung ein klares Ja zu ihrem besonderem Engagement in Afghanistan gegenüber.

König: Ganz besonderes Vertrauen in Deutschland

Übernahme des ISAF-Kommandos und Aufstockung des Bundeswehr-Kontingents von derzeit 1300 auf etwa 2100 Soldaten, Führungsrolle beim Aufbau der Polizei, Unterstützung beim Minenräumen und humanitäre Hilfe - das sind nur einige Posten auf der Liste des deutschen Afghanistan-Beitrags. Ob im hermetisch abgeriegelten Regierungssitz bei Präsident Hamid Karsai oder im Königspalast nebenan - überall hörte Fischer die gleichen freundlichen Worte. Afghanistan habe ganz besonderes Vertrauen in Deutschland, sagte der frühere König Mohammed Sahir Schah. Seit Jahrzehnten schon bestehe die sehr gute Zusammenarbeit mit Deutschland, lobte Karsai.

ISAF-Führung nicht länger als sechs Monate

Den Wunsch des Präsidenten, dass die Bundeswehr die ISAF-Führung deutlich länger übernehmen solle, lehnte Fischer jedoch ab: Das Kommando über die internationale Schutztruppe gelte in der Regel für sechs Monate, "und dabei sollte es auch bleiben", sagte der Minister.

Auch die mitreisenden Unionspolitiker ließen keinen Zweifel an der Notwendigkeit, das Engagement in Afghanistan fortzusetzen. "Wir können es uns nicht erlauben, uns nach kurzer Zeit wieder zurückzuziehen", sagte etwa der außenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Friedbert Pflüger. Um im gleichen Atemzug die unterschiedliche Position der Union in der Irak-Frage zu bekräftigen. Mit Spürpanzern, "Patriot"-Raketen und Geleitschutz für US-Schiffe könnte Deutschland eine mögliche Militäraktion unterstützen, so Pflüger. Mahnende Worte kamen dagegen von seinem SPD-Kollegen Gert Weisskirchen. "Wenn Afghanistan nicht gelingt, was soll denn ein neuer Krieg im Irak", fragte er beim Besuch des ISAF-Hauptquartiers in Kabul.

AFP - Foto: dpa

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Zuletzt geändert am 26. November 2002 16:26 von aj

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