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Di 03.12.2002
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Jackie Chan in "The Tuxedo - Gefahr im Anzug"High Tech-Action im Smoking
Kleider machen Leute - dass diese Volksweisheit nur zu 90 Prozent stimmt, muss der schüchterne Taxifahrer Jimmy Tong durch zahlreiche Schlägereien, Verfolgungsjagden und die Begegnung mit einer hübschen Frau erst mühsam lernen. Die restlichen zehn Prozent sind das Quantum Persönlichkeit, das er am Ende der Actionkomödie "The Tuxedo - Gefahr im Anzug" erringen soll. Leider ist der Weg, den der Kung-Fu-Star Jackie Chan in dem Debütspielfilm von Kevin Donovan dafür zurückzulegen hat, mit banalen Spezialeffekten gepflastert. In den USA sorgten Chan-Fans dennoch für akzeptable Einspielergebnisse. Armani-Zwirn verwandelt Normalo in furiose Kampfmaschine Der linkische Cabbie, der sich nicht traut, ein Mädchen anzusprechen, wird durch Zufall Chauffeur des Geheimagenten Devlin (Jason Isaacs). Als der bei einem Bombenattentat fast ums Leben kommt, probiert Jimmy dessen Smoking (amerikanisch: tuxedo) an. Der elegante, in der Tat von Giorgio Armani entworfene Zwirn verwandelt ihn per verborgener High Tech in eine furiose Kampfmaschine, die sämtliche Gesetze der Schwerkraft missachten darf. So ausgerüstet setzt der Ex-Taxifahrer das Werk seines Brötchengebers fort: Ein gigantisches Komplott zur Verseuchung der Weltwasservorräte zu verhindern. An seiner Seite waltet die vollbusige Wissenschaftlerin Del (Jennifer Love Hewitt). Supertechnik übertrumpft Chans typische Komik
Jackie Chan, höchstbezahlter Schauspieler im heimatlichen Hongkong und längst auch in Hollywood ein Action-Hit, ist in dem Film eigentlich gegen seinen Typ besetzt. Seinen Ruhm begründete der mittlerweile 48-Jährige mit einer Kombination aus Komik und asiatischer Kampfkunst, womit er das ganze muffig gewordene Kung-Fu- Genre auffrischte. Schon im Drehbuch zu "The Tuxedo" jedoch übertrumpft die virtuelle Supertechnik seines Power-Outfits Chans besonderes Können. Hochglanz ohne Charme und Witz Damit wird dem Film bereits seine wesentliche Kraft genommen. Den Rest besorgt der Regisseur. Kevin Donovan hatte sich der angesehenen Produktionsfirma DreamWorks für seinen ersten Spielfilm- Auftrag mit preisgekrönten Werbeclips empfohlen. Das ist dem Film auch anzumerken, etwa an der glänzenden Oberflächen-Ästhetik der gezeigten Millionärs-Domizile. Auch sonst bleibt vieles plakativ und spannungsarm. Donovan setzt allzu einseitig auf Tempo und Action, wobei die Kampfszenen unoriginell wirken. Fast völlig auf der Strecken bleiben Charme und Witz, zu der die Verwechslungskomödie in Grunde einlädt. Nicht zu voller Form auflaufen darf auch Jennifer Love Hewitt, die zuletzt in der Gaunerkomödie "Heartbreakers" (2001) gefiel. Weder als korrekte Wissenschaftlerin noch als attraktive Frau hat sie Ausstrahlung. Trotzdem macht die 23-Jährige ihren 25 Jahre älteren Partner happy, als sie am Ende nur mit ihm Kaffee trinken geht. Ulrike Cordes, dpa |
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Zuletzt geändert am 3. Dezember 2002 11:41 von to |
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