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Afghanistan will Fußball-Liga gründen


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zurückblättern  ... Afghanistan plant Gründung einer Fußball-Liga

"Die Idee ist momentan, eine Liga aus zwölf Mannschaften zu gründen", erklärt Gary Mabbutt. Der ehemalige Kapitän des englischen Premier-League-Klubs Tottenham Hotspur weilt seit Monaten in Afghanistans Hauptstadt Kabul, um beim Wiederaufbau behilflich zu sein. Sechs bis acht Teams der neuen Liga sollen aus Kabul kommen, möglicherweise zwei Mannschaften aus Kandahar und zwei aus Herat.

"...als würde man versuchen, Ground Zero wieder aufzubauen"

Doch die Rückkehr zur Normalität ist lang und schwierig. "Es ist ein bisschen so, als würde man versuchen, Ground Zero wieder aufzubauen", sagt Mabbutt und fährt fort: "Es gibt viele Menschen, die Fußball spielen wollen. Aber sie benötigen in aller erster Linie Ausrüstung, zum Beispiel Trikots oder Tore." Auch an ausgebildeten Trainern und Organisatoren mangelt es.

Bereits im Februar war Mabbutt beteiligt am Startschuss zu einer neuen Fußball-Ära im Land. Beim "Game of Unity" leitete der 41-Jährige ein zusammengewürfeltes Team der alliierten Streitkräfte gegen eine einheimische Mannschaft namens Kabul United. 40.000 Zuschauer verfolgten die vom englischen Verteidigungsministerium organisierte Partie im Zentralstadion von Kabul.

Dank Fifa-Finanzspritze wieder auf der Fußball-Bühne

Nicht zuletzt dank einer Finanzspritze des Weltverbands Fifa folgte im September nach 18 Jahren bei den Asienspielen in Südkorea die Rückkehr auf die internationale Fußball-Bühne. Während der Taliban-Regentschaft waren die Afghanen, die vor 50 Jahren zu den Gründungsmitgliedern des asiatischen Fußball-Verbandes gehört hatten, von der Fifa ausgeschlossen worden.

Dass die von Trainer Mir Ali Asghar betreute "U23"-Auswahl ihre Spiele gegen Iran, Katar und den Libanon mit einer Bilanz von 0:32 Toren abschloss, war zweitrangig. Allein die Teilnahme wurde als "Wiedergeburt" der afghanischen Fußballs gefeiert.

Hoffnung trotz zahlreichen Rückschlägen

Doch vor allem die weiterhin instabile politische Lage wirft den geplanten Neuaufbau immer wieder zurück. Erst am Wochenende, unmittelbar vor der neuen Afghanistan-Konferenz auf dem Petersberg bei Bonn, haben schwere Gefechte die prekäre Situation des Friedensprozesses erneut aufgezeigt. Mindestens elf Menschen kamen ums Leben.

Dennoch wollen sich die Afghanen weiter für den Fußball im eigenen Land einsetzen. "Wir Afghanen haben so viel durchgemacht. Wir sind gestählt. Und mit Hilfe aus dem Ausland können wir wieder gute Sportler werden", meint Basher Ahmad Saadat, der in Südkorea zu den Auswahlspielern gehörte. Zumindest für Hoffnung ist in Afghanistan wieder Platz.

Von Basir Salangi, sid


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Zuletzt geändert am 3. Dezember 2002 16:38 von sab

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