|
|
||||||||||||||||||
Mo 23.12.2002
|
[?]
|
|||||||||||||||||
|
| Bei der Fußball-WM beinahe unbezwingbar: Oliver Kahn. |
Kahn als tragischer Held
So ein "Kahnsinn"! Treffender könnte man die 17. Fußball- Weltmeisterschaft in Japan und Südkorea aus deutscher Sicht kaum beschreiben. Torhüter Oliver Kahn stand beim unverhofften Siegeszug der DFB-Kicker wie ein Fels in der Brandung - und wurde am 30. Juni in Yokohama beim 0:2 im Finale gegen Brasilien zum tragischen Helden. Ausgerechnet ein Fehler des Kapitäns ermöglichte in der 67. Minute das Führungstor von Ronaldo, der zwölf Minuten später nachlegte und damit den fünften Titel des Rekord-Weltmeisters perfekt machte. Trotzdem wurde "King Kahn" von den Journalisten zum besten Spieler des Turniers gewählt.
Franzi krönt Comeback mit Weltrekord
21 Tage nach dem Showdown von Yokohama machte es Hobby-Kicker Michael Schumacher den Brasilianern nach: Mit seinem fünften WM-Titel seit 1994 avancierte der Kerpener endgültig zur Sportlegende. Beim Großen Preis von Frankreich in Magny-Cours setzte sich der Ferrari- Pilot bereits im 11. von 17 WM-Rennen die Krone auf und stellte den Rekord des Argentiniers Juan Manuel Fangio ein. "Ihr seid fantastisch - ich liebe euch alle!", rief "Schumi" seinen Fans nach dem schnellsten Titelgewinn der Formel-1-Geschichte zu. Die restlichen sechs Rennen wurden durch die Dominanz Schumachers, der bei jedem Saisonrennen auf dem Podest stand, zur "Formel Langeweile".
|
| Goldjunge: Ingo Schultz war bei der Leichtathletik-EM über 400 meter der Schnellste. |
Die 4500 Fans in der Berliner Schwimmhalle tobten, als Publikumsliebling Franziska van Almsick im EM-Finale über 200 m Freistil vom Startblock schnellte - knapp zwei Minuten später war das wundersame Comeback geglückt. Gold! Und Weltrekord! 1994 war "Franzi" als Sensations-Weltmeisterin von Rom schon einmal die schnellste Frau der Welt. Doch dann folgte für die mehrfache Werbe-Millionärin eine harte und bittere Zeit im sportlichen Abseits.
Bayer Leverkusen bleibt "Ewiger Zweiter"
Für Bayer 04 Leverkusen gab es am Ende der Saison nur den Titel des "Ewigen Zweiten". Es war schon tragisch, was die Bundesliga-Elf von Trainer Klaus Toppmöller so alles (ver)spielte: zunächst unglücklicher Vizemeister hinter Borussia Dortmund, danach die ehrenvollen Niederlagen im DFB-Pokalfinale (2:4 gegen Schalke 04) und im Endspiel der Champions League (1:2 gegen Real Madrid). Die Meisterschale eroberte zum sechsten Mal der BVB - ein "Geschenk" der Werkself, die drei Spieltage vor dem Saisonende noch mit fünf Punkten geführt hatte.
Hinter Dortmund (70) und Leverkusen (69) musste sich Bayern München (68) mit Platz drei begnügen. Die Krone des Torschützenkönigs teilten sich der Dortmunder Marcio Amoroso und Martin Max von den Münchner "Löwen" mit jeweils 18 Treffern. Absteiger waren der SC Freiburg, 1. FC Köln und FC St. Pauli.
Bescheidenes Jahr für FC Bayern
Zwischen Meisterfeier und dem stressigen WM-Trip der Nationalspieler nach Asien hätte Borussia Dortmund fast einen weiteren Coup gelandet. Vier Tage nach dem Titelgewinn musste sich die Mannschaft von Trainer Matthias Sammer allerdings im UEFA-Cup- Finale dem Gastgeber Feyenoord Rotterdam mit 2:3 geschlagen geben.
Gleich zwei Mal platzte der Traum vom Titel in der Champions League für den FC Bayern München: Im Frühjahr kam im Viertelfinale das Aus gegen den späteren Cup-Gewinner Real Madrid. Im Herbst scheiterte das Starensemble von Trainer Ottmar Hitzfeld überraschend bereits in der Vorrunde und schaffte als Tabellenletzter nicht einmal den "Quereinstieg" in den UEFA-Cup.
Deutsche Tennis-Profis versinken im MittelmaßZuletzt geändert am 23. Dezember 2002 14:03 von sab
» Artikel drucken![]()
» Artikel empfehlen
» Schriftgröße einstellen
» Impressum