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Do 02.01.2003
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"8 Mile": Skandalrapper legt Schauspiel-Debüt hinEminem rappt seine Lebensgeschichte
Hamburg - Die 8 Mile Road in Detroit ist mehr als eine Straße - sie ist ist eine Grenze. Eine Grenze zwischen Arm und Reich, zwischen Schwarz und Weiß. Jimmy Smith, genannt "Rabbit" (gespielt vom Rapper Eminem), lebt auf der falschen Seite der Straße - und das im doppelten Sinn: er ist arm und weiß. Zusammen mit seinen meist schwarzen Freunden träumt er vom Sprung raus aus dem Getto - mit einem Plattenvertrag und einer Karriere als Rap-Star. Für HipHop-Fans klingt das sehr vertraut, denn so ähnlich ist auch Eminems Leben verlaufen. Doch der Film "8 Mile" von Regisseur Curtis Hanson ist keine Biografie des erfolgreichsten weißen Rappers. "Die einzelnen Szenen und Orte sind fiktiv, doch der Film und Eminems Leben haben viele Überschneidungen, besonders in emotionaler Hinsicht - die Wut, die Hilflosigkeit und die Angst sind real", sagt der Oscar gekrönte Hanson ("L.A. Confidential") in einem dpa-Gespräch. Eminem stand nicht von Beginn an auf der Besetzungsliste
Die Hauptrolle an den 30 Jahre alten Schauspielneuling Eminem zu vergeben, war nicht von Anfang an geplant und riskant, erklärt Hanson. "Ich war interessiert an der Geschichte, nicht daran, ob Eminem mitspielt oder nicht. Als ich ihn das erste Mal traf, wurde mir klar: ihn im Film zu haben, macht die Arbeit nicht einfacher - er selbst wollte zunächst nicht bei dem Projekt mitmachen." Doch Hansons intensive Arbeit mit dem Rap-Star hat sich nicht nur nach Meinung vieler Kritiker gelohnt: der Film schoss in den USA am Startwochenende gleich auf Platz eins der Kinocharts. Authentisch und mit viel Gefühl porträtiert Eminem den Gossenjungen, der mit seiner vom Leben enttäuschten Mutter (Kim Basinger) in einem Wohnwagen lebt und von einer HipHop-Karriere träumt. Hanson betet das Straßenleben in Detroit nicht klischeehaft herunter, sondern erzählt es sensibel und schonungslos zugleich. Blick auf die Klassen- und Rassenprobleme
Dem 57-jährigen Regisseur war etwas anderes wichtig als wilde Flüche, Gangstergehabe und Schlägereien: "Er ist eine weiße Person, die in einer schwarzen Gemeinschaft lebt und eine schwarze Kunstform zelebriert. Ich wollte diese Klassen- und Rassenprobleme zeigen, die in amerikanischen Filmen häufig ausgeblendet werden." Worte als Waffen |
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Zuletzt geändert am 2. Januar 2003 14:29 von mwege |
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