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Fr 17.01.2003

 Internet

   vom 17.01.03

Internet für Blinde: Barrierefrei surfen
Grafikkarten: Vor allem Geschwindigkeit zählt
Microsoft will Quellcode offenlegen
Premiere: Lufthansa bietet Internet an Bord
Spiele: Vom Reiterhof zum Sonnentempel
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Internet für Blinde:

Ohne Barrieren zu mehr Unabhängigkeit

Blinde können im Internet surfen - wenn die Seiten möglichst barrierefrei gebaut sind.

Weil am Rhein/Bonn/Hamburg - Blinde und Sehbehinderte nutzen das Internet besonders häufig. Mehr als 50 Prozent von ihnen bezeichnen sich selbst als Internetkenner. Im Bevölkerungsdurchschnitt sind es laut einer Umfrage des Bundesministeriums für Wirtschaft nur 41,5 Prozent.

Technische Hilfsmittel öffnen Blinden die Türen zu den digital aufbereiteten Informationen - ohne die Hilfe von Sehenden. Dennoch wird der Gang durch das World Wide Web für sie oft zum Hindernislauf. Schlecht durchdachtes Webdesign verbaut den Weg.

Neu entwickelte Lesegeräte helfen beim Surfen

Norbert Müller aus Weil am Rhein (Baden-Württemberg) ist ein Internet-Pionier - nicht nur unter den Blinden: Bereits 1990 nutzte er ein Mailbox-System. Als Mitte der neunziger Jahre das Internet für jeden zugänglich wurde, saß Müller in der Technischen Kommission der Weltblindenunion. "Wir kamen nur einmal im Jahr zusammen und suchten nach einem Mittel, um uns auch in der übrigen Zeit auszutauschen", erzählt er. "Da kam das Internet wie gerufen."

Heute surft Müller im Büro und zu Hause; das Netz ist eine seiner wichtigsten Informationsquellen. "Früher war es für Blinde unvorstellbar, ohne fremde Hilfe an jede erdenkliche Information zu kommen", sagt Müller. "Wer etwas Bestimmtes wissen wollte, musste Bekannte fragen und hoffen, dass er Glück hatte." Das ist jetzt vorbei. In den vergangenen Jahren wurden Geräte entwickelt, mit denen Blinde und Sehbehinderte den Text auf dem Monitor lesen und selbst E-Mails verfassen können.

Zeile für Zeile in Blindenschrift umsetzen

"Die genaueste Art zu lesen ist per Braillezeile. Das ist ein Gerät, das jeweils eine Bildschirmzeile in Blindenschrift ausgibt", erläutert Martin Altmaier, stellvertretender Vorsitzender des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbandes in Bonn. Eine andere Möglichkeit ist die Sprachausgabe, wobei eine Computerstimme den Text vorliest. Braillezeile und Sprachausgabe werden auch häufig miteinander kombiniert. Internet ist wichtige Info-Quelle weiterblättern
 


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Zuletzt geändert am 17. Januar 2003 11:37 von mwege

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