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Mi 29.01.2003

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Team Telekom: Mit hochkarätigen Neuzugängen zurück in die Weltspitze

Kampfansage an die Emporkömmlinge

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Der Kapitän und seine neuen Kollegen: Erik Zabel (mitte) strahlt mit Paolo Salvoldelli (li.) und Santiago Botero um die Wette.

Berlin - Ohne Jan Ullrich, aber mit "großem Bahnhof" wie zu alten Zeiten ist das Team Telekom in Berlin in seine 13. Saison gestartet.

Mit Erik Zabel als Aushängeschild, fünf hochkarätigen Neuzugängen und einem unveränderten Etat von geschätzten elf Millionen Euro will man die deutschen "Emporkommlinge" Coast und Gerolsteiner in die Schranken weisen. "Natürlich möchte ich Mailand-San Remo gern zum fünften Mal gewinnen", sagte Zabel und blickte bereits dem ersten Höhepunkt am 22. März entgegen.

"Wir wollen zurück an die Weltspitze", bekräftigte Teamchef Walter Godefroot bei der Präsentation im Viersterne-Hotel Schweizerhof unweit des Kudamms. 25 Profis stehen im Aufgebot, darunter 15 Deutsche. "Erik ist mit seiner Erfahrung der ideale Kapitän für den Neubeginn", meinte Godefroot. "Das ist eine echte Herausforderung für mich, die ich gerne annehme", sagte Zabel, der seit Herbst 2001 die Weltrangliste anführt. "Wir haben es selbst in der Hand, uns als Nummer 1 in Deutschland zu behaupten."

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Stramme Waden, große Hoffnungen: Die Telekom-Pedaleure haben sich für dieses Jahr viel vorgenommen.

Schlagkräftiges Tour-Team

Große Erwartungen gelten Neulingen wie Zeitfahr-Weltmeister Santiago Botero (Kolumbien), Girosieger Paolo Savoldelli (Italien) oder dem Australier Cadel Evans: "Mit Alexander Winokurow, Andreas Klöden und ihnen haben wir jetzt fünf Leute, die alle bei der Tour unter die Top-Ten fahren können", meinte der Teamchef.

Aerts, Nardello und Wesemann
sollen bei Klassikern glänzen

Aber auch in den Frühjahres-Rennen rechnen sich die Bonner bessere Chancen aus als in früheren Jahren, wie Teamsprecher Olaf Ludwig unterstrich: "Die Last liegt jetzt nicht mehr allein auf Eriks Schultern." In Mario Aerts (Belgien) und Daniele Nardello (Italien) verstärkte man sich durch zwei Klassiker-Spezialisten, dazu kommt in Steffen Wesemann der Vorjahres-Zweite von Paris-Roubaix.

Deutschlandtour statt auf Giro d´Italia

Mit großer Wahrscheinlichkeit wird man auf den Giro d'Italia verzichten, um bei Friedensfahrt und Deutschland-Tour mit starker Besetzung im Kampf gegen Coast und Gerolsteiner aufzutrumpfen. Godefroot: "Natürlich nehmen wir die Rennen in Deutschland besonders wichtig. Im letzten Jahr waren wir nur die deutsche Nummer 3, das muss sich wieder ändern."

Wie diese Vorgabe umgesetzt werden soll, ließ Rolf Aldag durchblicken, mit 34 Jahren das Telekom-Urgestein: "Wir nehmen den Kampf gegen jeden auf, der einen krummen Lenker hat. Auch wenn er Jan Ullrich heißt."

Von Nikolaj Stobbe, sid - Foto: dpa


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Zuletzt geändert am 29. Januar 2003 14:08 von sab

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